Epiphanias in München: Griechisch-Orthodoxe Segnung der Isar auf der Ludwigsbrücke


Epiphanias in München, Weihbischof der Griechisch-Orthodoxen Metropolie, Bartholomaios von Arianz

Epiphanias 2016 in München: Weihbischof Bartholomaios von Arianz, von der Griechisch-Orthodoxen Metropolie, bei der feierlichen Segnung des Kreuzes. (Fotos: Monika Hoffmann)

Der 6. Januar ist in Griechenland ein wichtiger Feiertag, allerdings wird in der griechisch-orthodoxen Kirche der Tag nicht wie in der westlichen als Dreikönigstag begangen. Epiphanias, oder auch Theofanias, wird dieser Feiertag in Griechenland genannt.

Das ursprüngliche Epiphaniasfest, das Fest der Erscheinung des Herrn, ist das älteste Fest aller christlichen Kirchen das kalendarisch festgelegt war. In der Griechisch-Orthodoxen Kirche ist der 6. Januar der Tag, an dem Jesus durch Johannes getauft wurde.

In Griechenland ist die „Große Wasserweihe“ am Epiphaniastag eines der eindrucksvollsten Feste des Jahres. Vor allem nass geht es an ihm zu. Dort wandern die Gläubigen nach der Liturgie zum Gewässer der Ortschaft – zum Meer, einem Fluss oder See. Es wird eine Segnung des Wassers vorgenommen, um auf diese Weise die Gläubigen, ihre Häuser, Felder und Tiere zu schützen.

Der Priester wirft ein Kreuz ins Wasser, dem mutige junge Männer nachtauchen. Wer das Kreuz als erster erreicht, erhält einen besonderen Segen. Zweimal wird die Zeremonie wiederholt. Dazu läuten in den Orten die Glocken, auch Schiffe im Hafen begleiten mit ihren Schiffsglocken den feierlichen Moment.

Epiphanias an der Isar: Seit fünfzehn Jahren in München

Auch die griechisch-orthodoxen Christen in München feiern 2016 Epiphanias bereits seit fünfzehn Jahren in der Landeshauptstadt. Der Gottesdienst auf der Ludwigsbrücke vor dem Deutschen Museum ist Teil des traditionellen Feiertages der Münchner Griechen.

Die Zeremonie wurde vom Weihbischof der Griechisch-Orthodoxen Metropolie, Bartholomaios von Arianz, Erzpriester Apostolos Malamoussis und mehreren griechisch-orthodoxen Priestern gestaltet.

Grußworte an die Gemeinde sprachen: Der Münchner Stadtrat Marian Offman, die Münchner Stadtdekanin Barbara Kittelberger, der Pfarrer der St. Matthäus-Kirche Gottfried von Segnitz und die Generalkonsulin der Republik Griechenland Panagiota Constantinopoulou.

Außerdem war auch der frühere Münchner Oberbürgermeister Christian Ude anwesend. Ude wohnt der Zeremonie seit Jahren bei und hat sich um die Pflege der griechisch-bayerischen Beziehungen sehr verdient gemacht.


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An den beiden Isarufern und auf der Ludwigsbrücke versammelten sich zahlreiche griechische Familien. Auch interessierte Passanten trafen zur feierlichen Isarweihe ein. Durch dieses wunderschöne Ritual der Isarsegnung sollen die Menschen daran erinnert werden, die Natur zu achten und zu bewahren.

Unsere besondere Bewunderung gilt den beiden Brüdern Georgios (17) und Alexandros (15) Mantzaridis und einem Rettungsschwimmer der Kreiswasserwacht, die sich in Neopren-Anzügen in die nur knapp fünf Grad kalte Isar wagten.

Nach der offiziellen Zeremonie löste sich die Zusammenkunft nicht sofort auf. Erzpriester Apostolos Malamoussis segnete mit einem Mistelzweig-Büschel aus einem silbernen Weihwasserkessel die Gläubigen auf der Ludwigsbrücke.

Epiphanias in München, Erzpriester Apostolos Malamoussis ludwigsbrücke

Erzpriester Apostolos Malamoussis segnet die Gläubigen auf der Ludwigsbrücke.


Infos der Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland – Vikariat in Bayern: hellas-net.de

BR-Mediathek Video: Gewässersegnung in München am 6. Januar 2016

Fotos aus Griechenland, Türkei, Bulgarien und USA:
Pappaspost – 16 Really Cool Photos of Epiphany Celebrations Throughout the Orthodox World


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