Filmbiografie „Nikos Kazantzakis“, von Yannis Smaragdis


Filmbiografie Nikos Kazantzakis, von Yannis Smaragdis - kazantzakis_movie_yannis_smaragdis_poster - Schlußszene der weltberühmten Kazantzakis' Verflimung "Alexis Sorbas": Basil bittet seinen Freund Sorbas, ihm das Tanzen beizubringen. Mit einem Sirtaki und Gelächter über den spektakulären Zusammenbruch ihrer Pläne endet der Film. Foto: kazantzakismovie.com

Die Schlußszene der weltberühmten Kazantzakis‘ Verfilmung „Alexis Sorbas“ von 1964 wird auch in der Filmbiografie „Nikos Kazantzakis“ (2017) von Yannis Smaragdis aufgegriffen. In der Szene bittet der Schriftsteller Basil seinen Freund Sorbas, ihm das Tanzen beizubringen. Mit einem Sirtaki und viel Gelächter über den Zusammenbruch ihrer Pläne endet der Film. Foto: kazantzakismovie.com

Die Filmbiografie „Nikos Kazantzakis“ von Yannis Smaragdis kommt im November 2017 in die Kinos und erzählt die Lebensgeschichte des größten griechischen Autors des 20. Jahrhunderts: Nikos Kazantzakis. Vorlage des Films war sein autobiographisches Werk „Rechenschaft vor El Greco“. In der filmischen Umsetzung wird versucht die faszinierende Persönlichkeit des kretischen Schriftstellers nachzuzeichnen.

Auch die bezaubernde Schönheit der Landschaften seiner Heimat Griechenland stellt einen wichtigen Aspekt dar. Denn auch sie formte den Literaten und Philosophen zu dem was er in seinem Leben war. Bereits Ende November 2017 wird der Kinofilm „Nikos Kazantzakis“ von Yannis Smaragdis in Griechenland erscheinen. Zunächst wird der Film offenbar nur in griechisch zu sehen sein. 

Kazantzakis erzählte einst, dass sein Leben ausschließlich durch seine Reisen und seine Träume definiert worden sei. Seine philosophische und metaphysische Suche führte ihn in so unterschiedliche Länder wie Deutschland, Österreich, Russland, Spanien, Frankreich, China, Japan und Ägypten. Gleichzeitig war er auf der Suche nach Möglichkeiten, wie die Lehren von Christus, Buddha und Lenin in die Wirklichkeit umgesetzt werden könnten. All das versucht Yannis Smaragdis in seiner Filmbiografie umzusetzen.

Filmbiografie Nikos Kazantzakis, von Yannis Smaragdis - nikos_kazantzakis_portrait Nikos Kazantzakis. Foto: www.imdb.com

Diese kretische Landschaft glich einer guten Prosa: Klar durchdacht, nüchtern, frei von Überladenheiten, kräftig und verhalten. […] Aber zwischen den herben Linien dieser kretischen Landschaft entdeckte man eine Empfindsamkeit und Zartheit, die keiner vermutet hätte – in den windgeschützten Schluchten dufteten die Zitronen- und Orangenbäume, und in der Ferne ergoss sich aus dem endlosen Meere eine grenzenlose Poesie.

Nikos Kazantzakis, Textausschnitt aus dem Roman „Alexis Sorbas“.

Durch Kazantzakis‘ persönlichen Helden Odysseus, realisierte er seine philosophische Sicht der Dinge – mit scharfem, kretischem Blick. Bezeichnend für seine eigenen „Irrfahrten“ ist auch sein Hauptwerk „Odyssee“, aus dem Jahr 1938, an dem er über zehn Jahre arbeitete. Nikos Kazantzakis sagte einmal über sich: „Ich habe ein Herz, das sich im leeren Raum sucht und sich verliert“.

Das Leben von Kazantzakis war eine Geschichte der Liebe, des Glaubens und der Kraft eines Menschen, der alle Widrigkeiten überstand. Seinen literarischen Durchbruch erlangte er mit seinem Roman „Alexis Sorbas“ von 1946. Das Buch wurde 1964 verfilmt, mit Anthony Quinn in der Hauptrolle und der Musik von Mikis Theodorakis. Der Film gilt als einer der erfolgreichsten in der Kinogeschichte.

Kazantzakis‘ Bücher wurden ab 1952 nicht nur in Griechenland, sondern auch in Großbritannien, Norwegen, Schweden, Finnland, Holland, Dänemark und Deutschland veröffentlicht. Die griechisch-orthodoxe Kirche beobachtete Kazantzakis Werke mit Misstrauen. Sie erwog 1953 strafrechtliche Maßnahmen gegen sein Werk „Freiheit oder Tod“. Auch „Die letzte Versuchung“ wurde als Sakrileg bezeichnet. Papst Pius XII. setzte „Die letzte Versuchung“ auf den Index der verbotenen Bücher.


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Drehorte der aktuellen Filmbiografie „Nikos Kazantzakis“ waren Griechenland, mit der Insel Kreta und Ägina, Athen und die Ägäis. Dazu kamen Dreharbeiten in Frankreich mit Paris und Antibes, Österreich, Wien, China, sowie Deutschland mit Berlin. Als Hauptdarsteller konnten Odysseas Papaspiliopoulos als Nikos Kazantzakis, Marina Kalogirou als Eleni Kazantzaki, Thodoris Atheridis als Giorgis Zorbas und Zeta Douka als Melina Mercouri gewonnen werden.

Der griechische Regisseur Yannis Smaragdis drehte bereits mehrere erfolgreiche Kinofilme wie z.B. „Kavafis“ (1996) und „El Greco“ (2007). Sein Filmdrama „God Loves Caviar“ (2012) trägt den deutschen Titel: „Der Pirat – das Leben des Ioannis Varvakis“ und liegt als DVD auf. „El Greco“ ist ebenfalls auf DVD erschienen, mit Synchronisierungen in englisch und spanisch.

Mehr Infos: kazantzakismovie.com und www.alexandrosfilm.com


Filmteaser „Nikos Kazantzakis“, von Yannis Smaragdis


Infos: Filmbiografie Nikos Kazantzakis, von Yannis Smaragdis

  • Genre: Filmbiografie 
  • Erscheinungstermin: 23. November 2017, Griechenland
  • Regie: Yannis Smaragdis
  • Sprache: Griechisch
  • Drehbuch: Yannis Smaragdis
  • Darsteller: Odysseas PapaspiliopoulosStefanos LinaiosMarina Kalogirou, Thodoris Atheridis

Kurzbiografie von Nikos Kazantzakis

Nikos Kazantzakis wurde am 18. Februar 1883 in Heraklion auf der griechischen Insel Kreta geboren und starb am 26. Oktober 1957 im baden-württembergischen Freiburg im Breisgau. Als Kaufmannssohn wuchs er in einfachen Verhältnissen auf. Von 1902 bis 1909 studierte er Rechts- und Staatswissenschaften in Athen und Paris. Kazantzakis schloss sein Pariser Studium mit einer Dissertation über Friedrich Nitzsche, dieser war wegen als unbeugsamer Freigeist sein Vorbild.

Schon in jungen Jahren widmete Kazantzakis sich dem Schreiben von Romanen, Dramen und philosophischen Texten. Seine erste Romanveröffentlichung „Der Tag bricht an“ (1907) erreichte in ganz Griechenland Bekanntheit. Später wurde er mit Werken wie „Alexis Sorbas“ (1946) weltberühmt. Nikos Kazantzakis ist der wichtigste und am meisten übersetzte griechische Schriftsteller und Philosoph des 20. Jahrhunderts. Sein Todestag  jährt sich am 26. Oktober 2017 zum 60. Mal. Um den Schriftsteller zu ehren erklärte das griechische Kulturministerium 2017 zum „Nikos Kazantzakis Jahr 2017“.


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Die wichtigsten Bücher von Nikos Kazantzakis

  • Rettet Gott, 1927
  • Odyssee, 1938
  • Alexis Sorbas, 1946
  • Griechische Passion, 1948
  • Freiheit oder Tod, 1950
  • Die letzte Versuchung Christi, 1951/1954
  • Mein Franz von Assisi, 1956
  • Rechenschaft vor El Greco, 1961
  • Im Zauber der griechischen Landschaft, 1966

Verfilmungen von Nikos Kazantzakis‘ Werken

  • He who must die (Frankreich, 1957), Buchvorlage „Griechische Passion“, Regie: Jules Dassin
  • Alexis Zorbas (USA, 1964) mit Anthony Quinn, Regie: Michael Cacoyannis
  • Die letzte Versuchung Christi (USA, 1988), Regie: Martin Scorsese

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Filmbiografie Nikos Kazantzakis, von Yannis Smaragdis

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