Florenz: 12 Sehenswürdigkeiten abseits der Touristenpfade


Florenz - Sehenswürdigkeiten |Souvenirs: Dom, Ponte Vecchio und Botticellis Venus sind beliebte Motive. Über 4 Millionen Besucher pro Jahr strömen durch die Altstadt. Uns zieht es in stille Ecken und in fast leere Museen.

Souvenirs aus Florenz: Dom, Ponte Vecchio und Botticellis Venus sind beliebte Motive. Über 4 Millionen Besucher pro Jahr strömen durch die Altstadt. Uns zieht es in stille Ecken und in fast leere Museen.

Florenz ist ein Traum für jeden kunst- und kulturinteressierten Reisenden. Die Museen und das einzigartige Stadtensemble ziehen auch uns magisch an. Florenz ist das Herz der Toskana und gilt als Wiege der Renaissance. Hier waren Michelangelo Buonarroti, Dante Alighieri, Leonardo da Vinci und Filippo Brunelleschi zu Hause.

Der meisterliche Dom Santa Maria del Fiore, der weltberühmte Ponte Vecchio oder die üppigen Paläste der Renaissance sind nur einige Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Dichte an Kulturschätzen ist so hoch, dass die UNESCO gleich die ganze Altstadt zum Weltkulturerbe erklärt hat.

Auch wer Florenz schon einmal besucht hat, ist von der Menge an Attraktionen, Sehenswürdigkeiten und dem kulturellen Reichtum der Stadt erneut überwältigt. Meist fällt es bei der Fülle an Möglichkeiten schwer eine Entscheidung zu treffen. Oder die Zeit reicht einfach nicht aus, um die wichtigsten Highlights in Ruhe besuchen zu können. Um die Sehenswürdigkeiten von Florenz alle besuchen zu können, würden wir Jahre benötigen.

Der Blick von der Domkuppel von Florenz über die Dächer der Altstadt. Rechts: Palazzo Vecchio, Sitz des Stadtparlaments im 14. Jahrhunderts. Links: Abtei Badia Fiorentina.

Der Blick von der Domkuppel in Florenz über die Dächer der Altstadt. Rechts: Palazzo Vecchio, Sitz des Stadtparlaments des 14. Jahrhundert. Links: Der Glockenturm der Abtei Badia Fiorentina.

Wir konnten uns einen Aufenthalt von einer Woche für die Hauptstadt der Toskana gönnen. Stille Ecken, verträumte Plätze mit romantischen Brunnen, fast leere Museen – wir haben uns Zeit nehmen können für die Sehenswürdigkeiten ohne Menschenmassen.

Manche versteckte Perle haben wir auch eher zufällig entdeckt. Manchmal nur wenige Meter von den Highlights entfernt, zeigt sich Florenz von seiner ruhigen und gemächlichen Seite. Genau dorthin nehmen wir euch mit und haben unsere zwölf Lieblingsplätze abseits der Touristenpfade zusammengetragen.

Wir haben Mitte Oktober Florenz besucht, in der etwas ruhigeren Nebensaison. Deutlich weniger Besucher hat die Stadt lediglich zwischen Dezember und Februar. Über 4 Millionen Besucher pro Jahr strömen durch die Altstadt. Die großen Menschenmengen waren am Domplatz, an der Piazza Signoria und dem Ponte Vecchio anzutreffen.


Stadtplan mit den Besichtigungspunkten im Zentrum von Florenz

Zur einfacheren Orientierung haben haben wir alle Besichtigungspunkte in eine interaktive Karte (Google Maps) eingebaut. Beim Klick auf das rote Fähnchen öffnet sich ein Infofenster.


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1. Entdeckung unter dem Dom von Florenz: Die frühchristliche Basilika Santa Reparata

Der bedeutendste Fund in der Krypta von Santa Reparata ist ein spätantikes Mosaik, aus dem 4. bis 6. Jahrhundert, mit dem die Basilika ausgelegt war.

Der bedeutendste Fund in der Krypta von Santa Reparata ist ein prächtiges spätantikes Mosaik, aus dem 4. bis 6. Jahrhundert, mit dem die Basilika ausgelegt war.

Besonders ans Herz legen möchten wir euch die Besichtigung der frühchristlichen Basilika Santa Reparata. Fast tausend Jahre vor dem heutigen Dom Santa Maria del Fiore stand sie an dieser Stelle.

Nach umfangreichen archäologischen Ausgrabungen unter dem Boden des Doms konnte der Grundriss von Santa Reparata exakt rekonstruiert werden. Vom rechten Seitenschiff im Inneren von Santa Maria del Fiore geht es hinunter in die Krypta und zur alten Basilika.

Die umfangreichen Mauerreste, Apsiden, Grabsteine und Mosaike führen uns zurück in die lange Geschichte der Stadt. Kleinere Fundstücke werden ansprechend in Vitrinen ausgestellt, Infotafeln erläutern die Funde.

Santa Reparata ist sehr alt. Sie wird auf das Ende des 4. Jahrhunderts, in die Zeit der Spätantike datiert. In römischer Zeit gab es in Florenz ein Gebiet, das von Christen genutzt wurde. Es ist bis heute das religiöse Zentrum der Stadt geblieben.

Modelzeichnung von Santa Reparata und dem Baptisterium San Giovanni im Zustand vor dem Beginn des Dombaus 1294. Foto: operaduomo.firenze.it

Santa Reparata und Baptisterium San Giovanni im Zustand vor Baubeginn des Doms Santa Maria del Fiore im Jahr 1296.
Zeichnung: operaduomo.firenze.it

Ab dem 6. Jahrhundert wurde innerhalb der römischen Stadtmauern, zwischen der Piazza dell’Olio und der Apsis des Doms, ein neuer Gebäudekomplex erbaut.
Diese Neubauten waren:

  • Ein Bischofspalast
  • Der Vorgängerbau des heutigen Baptisteriums
  • Der Folgebau von Santa Reparata
  • San Salvatore al Vescovo, Folgebau heute im Erzbischöflichen Palast
  • San Michele Visdomini, Folgebau heute in der Via dei Servi
  • Ein Hospital
  • Ein Pastorat
  • Ein Friedhof

Der Folgebau von Santa Reparata wurde Sitz des Bischofs und war das älteste Gebäude der Gesamtanlage.

Der bedeutendste Fund ist ein prächtiges spätantikes Mosaik (4. – 6. Jhd.), mit dem die Basilika ausgelegt war. Der Boden von Santa Reparata liegt nur 30 cm über dem Niveau von römischen Opus Signinum-Bodenbelägen und römischen Mosaiken aus dem 1. Jahrhundert. Ein weiterer Hinweis auf das hohe Alter der Basilika.

Im Lauf der Zeit gab es immer wieder Um- und Anbauten. Im 9. Jahrhundert kamen zwei romanische Türme an der Apsis hinzu. Im Vorfeld des Konzils von Florenz im 11. Jahrhundert, wurden weitere umfangreiche Anbauten verwirklicht.

Die Heilige Reparata von Andrea Pisano, Marmorstatue, im Museo dell'Opera del Duomo. Foto: www.heiligenlexikon.de

Die Heilige Reparata, Marmorstatue von Andrea Pisano von 1340, Opera del Duomo. Foto: www.heiligenlexikon.de

Die heilige Reparata ist die Schutzpatronin von Florenz. Sie war eine frühchristliche Märtyrin, die um 250 in Caesarea in Palästina, unter Kaiser Decius hingerichtet wurde. In ganz Italien sind Straßen und Plätze nach ihr benannt worden.

Im 13. Jahrhundert entsprach die Basilika Santa Reparata nicht mehr den Ambitionen der Stadt. Es wurde ein Neubau beschlossen und im September 1296 wurde der Grundstein für eine neue Kathedrale gelegt.

Die Beziehung der Bevölkerung zur alten Basilika aber blieb lange ungebrochen. Dante Alighieri besuchte noch die alte Basilika, denn als er 1302 ins Exil verbannt wurde, war vom neuen Dom noch wenig zu sehen. Erst ab 1375 war der Neubau soweit fortgeschritten, dass der Abriss von Santa Reparata vollzogen wurde.

Am 15. April 1446 wurde Filippo Brunelleschi, Architekt der Kuppel von Santa Maria del Fiore, in der Krypta von Santa Reparata beigesetzt. Bei späteren Restaurierungsarbeiten verschwand sein Grab und galt lange verschollen. Während der Grabungsarbeiten der Archäologen tauchte es erst im Jahr 1972 in den Ruinen wieder auf.

Unser Tipp: Wer den Dom in Ruhe erleben möchte, sollte früh kommen, idealerweise vor zehn Uhr. Danach bilden sich an der Kasse sehr lange Warteschlangen. Ebenso beim Zugang zum empfehlenswerten Kuppelaufstieg ist mit längeren Wartezeiten zu rechnen.

Also reichlich Zeit nehmen, um den Dom zu besuchen. Wir benötigten für die Besichtigung des Doms, der Krypta Santa Reparata, der Besteigung der Kuppel, dem Baptisterium und dem Dom-Museum einen ganzen Tag. Zumal eine Runde zu den Sitzgelenheiten auf Steinbänken an der Piazza San Giovanni, mit Bischofspalast und Blick aufs Baptisterium, ebenfalls zum Plichtprogramm gehören sollte.

Dom, Santa Reparata, Baptisterium, Museum: Adresse, Eintritt und Öffnungszeiten

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2. Trattoria le Mossacce – Solide Florentiner Küche

Die Trattoria le Mossacce in Florenz serviert solide florentinische Kpche zu günstigen Preisen.

Klein aber fein: Die Trattoria le Mossacce serviert solide florentinische Küche zu günstigen Preisen.

Die Trattoria le Mossacce ist winzig, aber gerade das macht für uns ihren Reiz aus. Das Lokal hat nur etwa dreißig Sitzplätze, drinnen stehen urige Holztische, auf die Teller kommen traditionelle toskanische Gerichte. Weiterer Vorteil: Die Trattoria ist nur wenige Meter vom Dom entfernt.

Die Bedienung ist freundlich und unaufdringlich. Serviert wird solide florentinische Küche zu günstigen Preisen. Uns hat das gemütlich-familiäre Ambiente mit vielen einheimischen Stammkunden besonders gut gefallen.

Idealerweise solltet ihr vor 12 Uhr hier sein. Oder noch besser – Plätze reservieren. Aber auch warten auf Sitzplätze lohnt sich immer. Die Lage ist ideal für eine verdiente Pause, unweit der Piazza del Duomo.

Beispiele aus der Speisekarte: Crostini, Fenchelsalami, Ribollita, Ossobuco, Involtini, Spezzatino, Vino della Casa, Tiramisu. Preise: Vorspeisen 2 bis 7 Euro, Hauptgerichte 9 bis 10 Euro. Unser Mittagessen für zwei Personen mit Vorspeise, Pasta, Wein, Wasser, Dolce und Espressi war für knapp 25 Euro ein Traum!

Trattoria Le Mossacce: Adresse, Telefon und Öffnungszeiten

3. Dommuseum – Museo dell‘ Opera di Santa Maria del Fiore

Bronzekopf mit Resten der Vergoldung: Donatello, vermutlich Kopie einer antiken Skulptur, 1433 bis 1439.

Donatello: Bronzekopf mit Resten der Vergoldung, Kopie einer antiken Skulptur, 1433 – 1439.

Das Dommuseum Opera di Santa Maria del Fiore beherbergt einmalige Kunstwerke, die einst den Dom, den Campanile und das Baptisterium verzierten. Es ist eine der beeindruckendsten Ausstellungen und Sehenswürdigkeiten von Florenz, wird aber in keinster Weise von Besuchermassen frequentiert.

Hinter der Apsis des Doms werden auf drei Stockwerken und 6000 Quadratmetern, der Wandel der Kunst am Florentiner Dom von Mittelalter bis zur Hochrenaissance dokumentiert. Nach Abschluss der Umbauarbeiten ist es seit Herbst 2015 in neuer Pracht zu besichtigen. Uns eröffnet sich ein Tempel voller Renaissancekunst, in dem nun auch Meisterwerke zu sehen sind, die bisher in Magazinen lagerten.

Zu den Höhepunkten gehören: Michelangelos Pietà, die Originaltüren von Ghibertis Paradiesportal vom Baptisterium und Donatellos Bronzekopf mit Resten der Vergoldung. Die Portaltüren am Baptisterium sind mittlerweile alle durch Kopien ersetzt worden. Neu in der Ausstellung sind sechszehn lebensgroße Figuren von Andrea Pisano und Donatello vom Glockenturm.

Die Opera del Duomo war eine Institution von der Republik Florenz die im bereits im Jahr 1296 gegründet wurde. Sie diente der Überwachung der Arbeiten beim Bau der neuen Kathedrale und des Glockenturms. Nach Vollendung der Kathedrale war die Haupttätigkeit der Opera del Duomo die Konservierung der Kunstwerke an den Gebäuden des Domplatzes.

Seit der Gründung des Museums im Jahr 1891 kommen Werke hierher, die in der Vergangenheit abgenommen wurden und auch heute noch entfernt werden. Meist zum Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen. Die Sammlung stellt inzwischen das greifbarste Zeugnis der florentinischen Tradition der Plastik dar, die durch die jahrhundertelange Weiterentwicklung der Dombau-Phasen entstand.

Michelangelo: Florentiner Pietà, ab 1545, Museo dell‘ Opera di Santa Maria del Fiore. Die Figur des Nikodemus ist ein Selbstbildnis Michelangelos.

Michelangelo: Florentiner Pietà, Museo dell‘ Opera di Santa Maria del Fiore, ab 1545. Die Figur des Nikodemus ist ein Selbstbildnis Michelangelos. Das Werk blieb unvollendet.

Das für uns interessanteste Werk ist die Florentiner Pietà von Michelangelo. Der Künstler begann erst ab 1545, also mit siebzig Jahren, die Arbeiten an der überlebensgroßen Skulpturengruppe.

Die Skulptur zeigt den toten Christus, welcher von Maria, Maria Magdalena und Nikodemus (Schutzpatron der Steinmetze) gehalten wird. Es war kein Auftragswerk. Michelangelo arbeitete nur in der Nacht an ihr. In der vom Leid gezeichneten Figur des Nikodemus hat er sich selbst dargestellt.

Wenn ich alles Große genau betrachte, so sehe ich,
dass es aus lauter Kleinigkeiten zusammengesetzt ist,
und wenn ich ganz genau hinsehe, erkenne ich,
dass es so etwas wie eine Kleinigkeit gar nicht gibt.

Michelangelo Buonarotti (1475 – 1564) Bildhauer, Maler, Baumeister und Dichter

Das Werk, an dem Michelangelo zehn Jahre gearbeitet hatte, wurde nie vollendet. Es war wohl für sein eigenes Grabmal bestimmt, aber Michelangelo zerstörte es in einem Tobsuchtsanfall mit einem Vorschlaghammer. Er hätte es in kleine Brocken zerschlagen, wäre er nicht von einem seiner Diener daran gehindert worden.

Die Skulptur wurde wieder zusammengesetzt. Allerlei Spekulationen ranken sich um die Florentiner Pietà, wie sie denn vollendet ausgesehen hätte und warum Michelangelo sie überhaupt vernichten wollte. Die Florentiner ehrten die Pietà, denn sie stand bis 1980 im Dom.

Video: Nach Umbauten und Neugestaltungen zwischen 2012 und 2015 ist das Dommuseum von Florenz wiedereröffnet worden.

Museo dell'Opera: Adresse, Eintritt und Öffnungszeiten

4. Mercato Centrale di Firenze – Ein kulinarisches Eldorado für Genießer

Mercato Centrale in San Lorenzo: Ein Marktbesuch in Italien ist vor allem eins: Ein Fest für die Sinne.

Ein Besuch des Mercato Centrale im Viertel San Lorenzo ist vor allem eins – Ein Fest für die Sinne.

Die zweistöckige Markthalle des Mercato Centrale ist ein Gusseisen-Glas-Bau und wurde 1874 eröffnet. Sie passt dank der Gestaltung der Steinfassade im Erdgeschoß und den Arkadenfenstern gut zur Altstadt von Florenz.

Bunte Farben, anregende Gerüche, lautes Feilschen von Händlern und Kunden – im Mercato Centrale befinden wir uns sozusagen im Bauch von Florenz. Hier vereinen sich alle typisch toskanischen Aromen. Ein Marktbesuch in Italien ist vor allem eins: Ein Fest für die Sinne.

Bunte Farben, anregende Gerüche, Feilschen von Händlern und Kunden – im Mercato Centrale befinden wir uns im Bauch von Florenz.

Bunte Farben, anregende Gerüche, Feilschen von Händlern und Kunden – im Mercato Centrale befinden wir uns im Bauch von Florenz.

Die Markthallen sind inzwischen zunehmend von Touristen frequentiert. So gilt es wieder – früh aufstehen, um das unverfälschte Markttreiben zu entdecken. Am besten morgens gemeinsam mit den Florentinern den ersten Cappuccino genießen, danach gemütlich die unzähligen Verkaufstände inspizieren.

Wer zwischen den Ständen des Mercato Centrale in San Lorenzo umherwandert, darf auch von den besten Lebensmitteln probieren, die die Toskana zu bieten hat. Angeboten wird bestes Olivenöl aus Fiesole, Zwiebeln aus Certaldo und die Würste kommen aus San Marcello.

Aber es werden hier nicht nur Lebensmittel und Küchenzutaten verkauft. Der Mercato Centrale ist auch ein wunderbarer Ort für ein Mittagessen. Die zentrale Markthalle ist zweigeteilt. Unten einkaufen, oben schlemmen!

So finden sich im ersten Stock Dutzende kleiner Stände mit dem besten was die italienische Küche zu bieten hat. Toskanische Bauernsuppe oder eine Ecke Pizza mit Büffelmozzarella und nicht vergessen – ein Glas Wein dazu.

Mercato Centrale: Adresse und Öffungszeiten

5. Oltrarno – Jenseits des Arno:  Das Handwerkerviertel

Die putzige Fontana dello Sprone im Borgo San Jacopo, nahe der Ponte Santa Trinita. Im Gassengewirr von Oltrarno ist der Brunnen ein guter Orientierungspunkt. Foto: Sailko, Wikipedia

Die putzige Fontana dello Sprone im Borgo San Jacopo, nahe der Ponte Santa Trinita. Im Gassengewirr von Oltrarno ist der Brunnen ein guter Orientierungspunkt. Foto: Sailko, Wikipedia

Wer Lust hat gemütlich durch unverfälschte mittelalterliche Gassen zu schlendern, sollte Oltrarno besuchen. Wir nehmen den Ponte Vecchio und überqueren den Arno an seiner schmalsten Stelle und schon sind wir in Oltrarno. Dieser Stadtteil von Florenz wird von den Florentiner selbst sehr gerne besucht. Die Atmosphäre hier ist noch viel authentischer und ursprünglicher.

Das Viertel Santo Spirito ist mit Kirchen, Plätzen und Museen von den berühmtesten florentinischen Künstlern übersät. Architektonische Perlen wie der Palazzo Pitti oder die herrlichen Boboli-Gärten liegen ebenfalls hier.

Ein guter Orientierungspunkt im Gewimmel der Gassen von Borgo San Jacopo, ist der hübsche Eckbrunnen Fontana dello Sprone (Via dello Sprone) nahe der Ponte Santa Trinita. Für uns der schönste Brunnen von Oltrarno.

Unser Lieblingsplatz in Oltrarno - Die Piazza Santo Spirito mit der Basilika Santa Maria del Santo Spirito, nahe der Ponte Santa Trinita. Foto: David Jones, flickrr

Unser Lieblingsplatz in Oltrarno – Die Piazza Santo Spirito mit der Basilika Santa Maria del Santo Spirito liegt nahe der Ponte Santa Trinita. Foto: David Jones, flickr

Einer unser Lieblingsplätze in Florenz ist die entzückende Piazza Santo Spirto, nahe der Ponte Santa Trinita. Unter einem schattigen Springbrunnen reihen sich Cafés, in denen nachmittags Schüler ihre Vokabeln lernen und abends die Florentiner movida anrückt.

In der Basilika Santa Maria del Santo Spirito, einer Renaissance-Kirche mit Augustinerkloster, begegnet uns erneut ein Werk von Michelangelo: Das Holzkruzifix von 1492/93. Es hängt in der Sakristei der Kirche und gilt als eines seiner frühen Meisterwerke. Es stammt aus der Zeit, in der Michelangelo im Kloster Santo Spirito lebte.

Im ganzen Viertel kann man die Werkstätten der Kunsthandwerker, Antiquitätenläden, kleinen Geschäfte und lokale Märkte antreffen. In der Via Toscanella sind die meisten Werkstätten zu finden in denen gearbeitet wird. Oltrano ist wie ein Dorf in der Stadt.

Überhaupt dominiert Kunsthandwerk das Viertel. Handwerkstechniken die sich seit der Renaissance kaum verändert haben werden liebevoll gepflegt. Werkstücke die in Oltrarno angefertigt werden, können wir heute sonst eigentlich nur noch in Museen bewundern. Altes Fachwissen wird seit Jahrhunderten von Generation zu Generation weitergegeben.

So begegnet man Buchbindern, Papierschöpfern, Bildhauern, Geigenbauern, Vergoldern, Holzschnitzern und Gold- und Silberschmieden in ihren Werkstätten. Überall finden sich Cafés, gemütliche Trattorien und kleine Märkte. Abends verwandelt sich Oltrano in ein Bar- und Schlemmerparadies.


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6. Liebe auf den ersten Blick: Die Via dei Neri

Die Via dei Neri - Unser intimes Einkaufssträßchen nahe dem Palazzo Vecchio, mit kleinen Läden, alten Palazzis und viel italienischem Flair.

Die Via dei Neri – Unser intimes Einkaufssträßchen nahe dem Palazzo Vecchio, mit kleinen Läden, alten Palazzis und viel italienischem Flair.

In die schmale Via dei Neri haben wir uns sofort verliebt. Wer dem ganzjähren Trubel auf der Piazza della Signoria entfliehen möchte, der sollte die wenigen Meter in die Via dei Neri wagen. Hier ticken die Uhren weltlich, kaum Fremde sind hier anzutreffen, die Florentiner sind unter sich.

Die Neri blieb während unseres Aufenthalts unser intimes Einkaufssträßchen, mit kleinen Läden und alten Palazzis. Gleich hinter dem Palazzo Vecchio und der Loggia dei Lanzi sieht man schon nach ein paar Metern an der Ecke die Loggia del Grano (ehemaliger Getreidemarkt).

Das Liutaio - Der allerwinzigste Laden den wir je gesehen haben. Hier werden Geigen, Lauten und Mandolinen gebaut.

Das Liutaio ist eine winzige Werkstadt in der Geigen, Lauten und Mandolinen gebaut werden. Hans dient dem Größenvergleich.

Doch bevor wir hineingehen, liegt links der Loggia del Grano in der Via dei Leoni 4r der allerwinzigste Laden den wir je gesehen haben. Im putzigen Liutaio baut die Amerikanerin Jamie Maria Lazzara hochwertige Geigen, Mandolinen und Lauten. Ein Blick hinein lohnt.

An der Ecke Via dei Leoni/Loggia del Grano: Hier beginnt die Via dei Neri. Es geht hier familiär und traditionell zu, ein Obst- und Gemüsegeschäft, eine Salumeria, ein Sali e Tabacchi und ein kleiner Alimentari. Eine einfache Trattoria, die beliebte Pizzeria Patrizia Cristallo (Nr. 40) mit günstiger Pizza al Taglio, zwei oder drei etwas szenigere Bars.

Die Lage der Via dei Neri zwischen Piazza della Signoria und dem Stadtteil Santa Croce ist zentral. Es ist schwierig zu sagen, aber uns hat es immer wieder hierher gezogen. Auch zum Essen, denn Florenz kann kulinarisch ganz schön teuer werden – aber nicht in der Neri!

Pilgerstätte für Eisliebhaber: Die Gelateria dei Neri in der Via dei Neri 9/11.

Pilgerstätte für Eisliebhaber: Die Gelateria dei Neri in der Via dei Neri 9/11.

Eigentlich haben wir die Via dei Neri auf der Suche nach der Gelateria dei Neri, die uns empfohlen wurde, entdeckt. Hier schlägt das Herz eines jeden Eisliebhabers höher, auch die Preise sind günstig (Zwei große Kugeln 2,50 Euro, Cappuchino 1,30 Euro, Crepes 2,50 Euro). Dazu kommt dann noch die Qual der Wahl – klassisches Nocciola oder, etwas ausgefallener, Krokant mit Erdbeer? Die Gelateria dei Neri (Via dei Neri 9/11) wäre alleine eine Reise nach Florenz wert!

Kulinarische Tipps in der Via dei Neri:

  • Im All’Antico Vinaio in der (Nr. 74r) werden hochwertig belegte Paninis angeboten. Wir sahen die Warteschlange schon von weitem. Nicht abhalten lassen, es lohnt sich.
  • Umfangreicher ist das Angebot in der La Prosciutteria (Nr. 54r) Hier gibt es verschiedene Antipasti und Schinkenplatten (Schinken, Chorizzo und Salami) in bester Qualität, dazu roten Hauswein.
  • Das szenige Ditta Artigianale (Nr. 32r) ist ideal für einen Capucchino oder zum Frühstücken und wird gerne von Studenten besucht.

Obwohl die Via dei Neri nicht besonders lang ist, gibt es hier sechs Renaissance-Palazzis zu entdecken: Palazzo Mellini (Nr. 1), Palazzo Grifoni-Libri (Nr. 4), Palazzo Nori (Nr. 6), Palazzo Soldani (Nr. 23), Palazzo Bagnesi (Nr. 25), Palazzo Fagni da Diacceto (Nr. 35). Zusätzlich noch zwei Renaissance-Wohntürme: Torre de‘ Bagnesi (Nr. 25r) und Torre dei Filipetri (Nr. 86r bis 92r).

Blick durch die Via dei Neri zum Turm des Palazzo Vecchio.

Blick durch die Via dei Neri zum Turm des Palazzo Vecchio.

Ein nahegelegener Flusshafen am Arno hat sicherlich zum Wohlstand im Mittelalter beigetragen haben. Allerdings wurde das Gebiet, durch die nahe Lage am Fluss, im Lauf der Jahrhunderte immer wieder von Hochwasser beschädigt.

Die Via dei Neri bekam ihren Namen nach der florentinischen Familie Nori. Ein berühmter Sohn des Clans war Francesco Nori, der während der Pazzi-Verschwörung im Jahr 1478, das Leben von Lorenzo de Medici retten konnte. Francesco wurde dabei schwer verletzt und starb später an seinen Verletzungen. Lorenzo betrauerte seinen Freund und Geschäftspartner. Es war ihm persönlich eine Ehre ihn in der Basilika Santa Croce beerdigen zu dürfen.

Die Pazzi-Verschwörung: Die Pazzi-Verschwörung war ein Attentat des Stadtadels gegen die Medici. Durch die Ermordung von Lorenzo de Medici und dessen Bruder Giuliano I. sollten diese als Regenten der Toskana beseitigt werden. Francesco de’ Pazzi und Girolamo Riario, ein Neffe von Papst Sixtus IV. (Francesco della Rovere), wollten diese Ämter übernehmen. Am 26. April 1478, einem Ostersonntag, wurde während der Messe im Dom Giuliano de Medici niedergestochen. Er verblutete auf dem Boden der Kathedrale, während sein Bruder Lorenzo verwundet entkommen konnte.


7. Santa Margherita dei Cerchi – Die Pfarrkirche von Dante Alighieri

Die Kirche Santa Margherita dei Cerchi ist eine kleine Pfarrkirche im Dante-Viertel. Hier soll Dante Alighieri Beatrice Portinari begegnet sein. Neben der Gedenktafel für Beatrice steht ein Korb, stellen unerfüllt Liebende Fragen auf Papierzettleln an sie.

Santa Margherita dei Cerchi ist eine kleine unscheinbare Pfarrkirche. Dante Alighieri soll hier Beatrice Portinari begegnet sein. In den Korb, neben der Gedenktafel der Portinari-Familie, legen unerfüllt Liebende Papierzettel mit Fragen an Beatrice ab.

Die einfache und unscheinbare Kirche Santa Margherita dei Cerchi in der Via Santa Margherita, stammt aus dem 13. Jahrhundert. Ein Vorgängerbau ist für das Jahr 1032 nachgewiesen, daher gehört sie zu den ältesten Kirchen in Florenz.

Santa Margherita war die Pfarrkiche im Dante-Viertel, dem historischen Stadtteil in dem Dante Alighieri (1265 bis 1321) lebte. Die Kirche gehörte den Familien Cerchi, Donati, Adimari und Portinari, letztere ist die Familie von Beatrice Portinari.

Nach der Überlieferung traf hier Dante im Alter von neun Jahren das erste Mal auf Beatrice Portinari. Jenes Mädchen in das er sich sofort unsterblich verliebte. Zu seinem großen Kummer heiratete Beatrice später einen anderen Mann und starb im jungen Alter von nur vierundzwanzig Jahren.

Ob Dante hier wirklich im Jahr 1285 Donna Gemma di Manetto aus der Familie Donati geheiratet hat ist allerdings nicht sicher nachgewiesen. Obwohl er verheiratet war, blieb die Beatrice aus seiner Kindheit und Jugend, sein Leben lang seine große und tragische Liebe.

Schwach ist die Liebe,
die sich noch in Worten ausdrücken läßt.

Dante Alighieri, italienischer Dichter und Philosoph

 

In seinem frühen literatischen Werk Vita nuova begegnet Dante zum ersten Mal Beatrice. Sie ist auch die Frau die ihn in der Göttlichen Komödie durch das Paradies begleiten wird. Die Vita nuova ist ein in Versen und Prosa geschriebenes Werk im Stil des Minnesangs.

Neben der Gedenktafel für Beatrice Portinari, an der Familiengrabstätte ihrer Familie, steht auch heute noch ein Korb mit gefalteten Papierzetteln. Auf diesen stehen Fragen an Beatrice zu Liebes-Themen. Ein Ort der gebrochenen Herzen und der unerwiderten Liebe. Ein Wallfahrtsort für Dante-Verehrer und unglücklich Liebende. Ein sehr besonderer Platz.


8. Farmacia di Santa Maria Novella – Shoppen in der Klosterapotheke

Farmacia di Santa Maria Novella - ein Juwel von einer Apotheke. Mit Wandmalereien, edlen Holzschränken, Gemälden und wertvollstem Porzellan.

Die Farmacia di Santa Maria Novella ist ein Juwel von einer Apotheke. Mit Wandmalereien, edlen Holzschränken, Gemälden und wertvollstem Porzellan.

Eine von Europas ältesten und schönsten Apotheken ist die Farmacia di Santa Maria Novella in der Via della Scala. Sie wurde 1221 neben der Basilica Santa Maria Novella, einer wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Florenz, von Dominikanermönchen gegründet und ist bis heute ohne Unterbrechung in Betrieb.

Seit 1381 dokumentieren die Dominikaner den Kräuteranbau in ihren Gärten und die Rezepturen der Medikamente und Salben. Angewendet wurden die Heilmittel in der Krankenstation des Klosters.

Seit 1612 werden die erlesenen pharmazeutischen und kosmetischen Produkte auch an die Bürger von Florenz verkauft. Die Farmacia ist auch noch ein echtes architektonisches Juwel. Mit Wandmalereien, edlen Holzschränken, Ölgemälden und wertvollstem Porzellan. Ein Teil ist als Museum zugänglich.

Eine Apotheke als Einkaufstipp in Florenz? Aber ja! Bis heute kann man hier Seife, Creme, Parfums und Puder kaufen. Alle Präparate werden aus natürlichen Kräutern und Zutaten, ohne Tierversuche hergestellt und in den Hügeln um Florenz angebaut.

Die Farmacia di Santa Maria Novella unterhält Filialen in Frankreich, Spanien, Belgien, England, USA, Japan, Taiwan, Korea, Thailand und auf den Philippinen. Es gibt auch einen Online-Shop.

Farmacia di Santa Maria Novella: Adresse, Öffnungszeiten und Onlineshop

9. Das Findelhaus Ospedale degli Innocenti – Architektonischer Meilenstein von Brunelleschi

Das Waisenhaus Ospedale degli Innocenti ist mehr als ein architektonischer Meilenstein von Filippo Brunelleschi und war seine erste bedeutende Arbeit als Architekt.

Das Waisenhaus Ospedale degli Innocenti wurde 1419 von Filippo Brunelleschi begonnen und war seine erste Arbeit als Architekt. Wirkungsvoll sind die blauen Tondi zwischen den Bögen.

Das Ospedale degli Innocenti an der Piazza Santissima Annunziata ist mehr als ein Meilenstein des Architekten Filippo Brunelleschi (Baubeginn 1419), es war auch seine erste bedeutende Arbeit. Das Waisenhaus sorgte für Betreuung von ungewollten Säuglingen und Kindern für mehr als fünf Jahrhunderte. So repräsentiert es auch die humanistischen Ansichten im Florenz der Frührenaissance.

Die phantasievollen Barockbrunnen von Pietro Tacca stellen Meeresungeheuer dar und schmücken seit 1620 die Piazza Santissima Annunziata.

Die Barockbrunnen von Pietro Tacca stellen phantasievolle Meeresungeheuer dar und schmücken seit 1620 die Piazza Santissima Annunziata.

Unerkannt konnte man noch bis 1875 Säuglinge durch eine kleine Drehtür an der linken Wand der Loggia abgeben. Im hinteren Teil der Anlage existiert bis heute ein Waisenhaus.

In den Räumen des Ospedale degli Innocenti ist heute ein kleines, ausgesprochen sehenswertes, Renaissancemuseum untergebracht. Arbeiten von Luca della Robbia, Sandro Botticelli, Piero di Cosimo und der Anbetung der Könige von Domenico Ghirlandaio werden hier gezeigt. Außerdem kann man bei einem Besuch die Architektur des Gebäudes bewundern.

In dem Zusammenspiel von Refektorium, Kreuzgang, Schlaf- und Krankensälen, Ammenzimmern und Säulengängen lieferte Brunelleschi ein harmonisches und ausgeglichenes Exempel der rationalen Krankenhausarchitektur.

Hier zeigt sich deutlich das Grundprinzip der Architektur Brunelleschist: Eine klare, straffe Organisation der Bauteile, strenge geometrische Formen in perspektivischer Aneinanderreihung. Säulen und Fenster gehen nicht in der Gesamtkonzeption unter, sondern sind als eigenständige Elemente hervorgehoben.

Die Flächen zwischen den Bögen sind mit hübschen, blau unterlegten Tondi gefüllt, in die kunstvolle Terracottafiguren von Kleinkindern eingesetzt wurden.

Zum ersten Mal seit der Antike erscheint hier die Säule als architektonisches Gleichnis des Menschen. Von diesem Bauwerk ging eine sich über ganz Europa verbreitende Säulenarchitektur aus.

Der harmonisch gestaltete Piazza Santissima Annunziata ist einer der schönsten und stimmungsvollsten Plätze von Florenz. Mit dem mächtigem Reiterstandbild von Ferdinando I. de Medici und einem phantasievollen Brunnen von Pietro Tacca wird die Piazza zusätzlich an drei Seiten von Arkadenreihen umgeben.

Im Norden das Vorhaus der Kirche Santissima Annunziata, im Westen der Säulengang des Ospedale degli Innocenti und gegenüber die Loggia von Antonio da Sangallo.

Die Piazza Santissima Annunziata mit Reiterstandbild von Ferdinando I. de Medici und den beiden Brunnen von Pietro Tacca. In der Mitte das Vorhaus der Kirche Santissima Annunziata, rechts das Ospedale degli Innocenti, links die Loggia von Antonio da Sangallo.

Panorama der Piazza Santissima Annunziata, mit Reiterstandbild von Ferdinando I. de Medici und den beiden Brunnen von Pietro Tacca. In der Mitte das Vorhaus der Kirche Santissima Annunziata, rechts das Ospedale degli Innocenti, links die Loggia von Antonio da Sangallo.

Galleria dell'Ospedale degli Innocenti: Adresse, Öffnungszeiten und Eintritt

10. Archäologisches Nationalmuseum Florenz – Die etruskische Sammlung

Der bemalte Amazonen-Sakrophag ist eine etruskische Arbeit aus dem 5. Jahrhundert vor Chr. ist aus griechischem Marmor. Abgebildet ist die Schlacht zwischen Griechen und Amazonen.

Der bemalte Amazonen-Sakrophag, eine etruskische Arbeit aus dem 5. Jahrhundert vor Chr. wurde aus griechischem Marmor gefertigt. Abgebildet ist die Schlacht zwischen Griechen und Amazonen.

Das Museo archeologico nazionale di Firenze befindet sich im Palazzo della Crocetta von 1620. Das Museum entstand aus den Familiensammlungen der Medici und der Lorraine.

Wir besuchten das Museum vor allem wegen der etruskischen Sammlung. In Florenz ist die zweitumfangreichste Sammlung etruskischer Exponate Italiens ausgestellt. Nur das Museum in der Villa Giulia in Rom hat mehr Ausstellungsstücke.

Es sollte nicht verwundern, dass die Toskana das Geburtsland der Renaissance wurde. Ging die Toskana doch aus der antiken Landschaft Etrurien hervor, dem Kernsiedlungsgebiet der Etrusker. In der Entwicklung von Kunst und Architektur während der Renaissance blühte das alte etruskische Erbe wieder wieder auf.

Auch die Kuppel des Doms von Florenz ist im Grundgedanken eine Konstruktion nach Vorbild der etruskischen Kuppelgräber, aber bis ins Gigantische gesteigert.

Chimäre von Arezzo Archäologisches Nationalmuseum Florenz

Die Chimäre von Arezzo ist ein etruskischer Bronzeguss aus dem 4. Jhd. v. Chr. und sicherlich der berühmteste Fund im Archäologischen Nationalmuseum von Florenz.

Die Chimäre von Arezzo ist ein etruskischer Bronzeguss des 4. Jhd. v. Chr. und sicherlich der berühmteste Fund im Museum. Die Inschrift TINSCVIL bedeutet heiliges Objekt. In äußerster Spannung ist ein Mischwesen dargestellt. Es trägt einen Löwen- und einen Ziegenkopf, dazu endet sein Schwanz in einem Schlangenkopf. Cosimo I. ließ den Fund nach Florenz bringen und im Palazzo Vecchio aufstellen.

Die eindrucksvolle, lebensgroße römisch-etruskische Bronzestatue des Arringatore (Der Redner), stellt laut der Inschrift den Etrusker Aule Metele dar (Foto unten). Er ist wahrscheinlich ein hoher Beamter oder sogar Senator gewesen. Sein Name wurde von den Römern lateinisiert auf Aulus Metellus. Der Etrusker trägt römische Tunika und Toga. Mit seiner erhobenen Rechten gebietet er den Zuhörern Schweigen. Die Statue wurde im Heiligtum von Tece Sansam nahe dem Trasimenischen See entdeckt.

Aus Chiusi stammt der wunderschön bemalte Sakrophag der etruskischen Dame Larthia Seianti, die mit ihrem reichen Schmuck dargestellt ist. Eine Münze, die im Inneren entdeckt wurde, erlaubt eine Datierung in die Zeit vor 147 v. Chr.

Der bunt bemalte Amazonen-Sakrophag aus dem 5. Jahrhundert vor Chr. ist aus griechischem Marmor. Heute steht er wirkungsvoll in einem perfekt beleuchteten Einzelraum. Entdeckt wurde das Kunstwerk in Tarquinia. Der Sarg gehörte dem Etrusker Ramtha Hucznai. Abgebildet ist die Schlacht zwischen Griechen und Amazonen.

In den Sälen werden Führungsblätter mit detaillierten Beschreibungen der Fundstücke angeboten.

Die eindrucksvolle Bronzestatue des Arringatore (Der Redner), stellt den Etrusker Aule Metele dar. Er ist wahrscheinlich ein hoher Beamter oder sogar Senator gewesen.

Die eindrucksvolle Bronzestatue des Arringatore (Der Redner), stellt den Etrusker Aule Metele dar.

Etruskische Sammlung – Die wichtigesten Funde

  • Die Chimäre von Arezzo (vermutlich 4. Jahrhundert v. Chr.)
  • Die lebensgroße Statue von Arringatore (1. Jahrhundert v. Chr.)
  • Die Begräbnisstatue Mater Matuta (4. Jahrhundert n. Chr.)
  • Der Sarkophag von Laerthia Seianti (2. Jahrhundert n. Chr.)
  • Der Sarkophag der Amazonen (5. Jahrhundert n. Chr.)

Römische Sammlung – Die wichtigesten Funde

  • Der Idolino Pesaro, römische Kopie eines griechischen Originals
  • Der Torso di Livorno, römische Kopie eines griechischen Originals
  • Gallo Treboniano, Statue eines Hahns (3. Jahrhundert n. Chr.)
  • Die Minerva aus Arezzo, römische Kopie eines griechischen Originals

Die Griechische Sammlung

Die Vasen antiker griechischer Keramik stammen überwiegend aus etruskischen Gräbern. Beleg für den engen kulturellen und wirtschaftlichen Austausch der Etrusker mit Griechenland. Berühmt ist ein schwarzfiguriger großer Krater, aus dem 6. Jhd. v. Chr., der vom Töpfer Ergotimos und vom Maler Kleitias signiert ist. Er wird Françoisvase genannt, nach dem Archäologen Alessandro François, der ihn in einem etruskischen Grab in Chiusi fand.

Interessant dazu unser Blogeintrag: Die Etrusker – Lehrherren des römischen Reichs

Archäologisches Nationalmuseum Florenz: Adresse, Öffungszeiten und Eintritt

11. Michelangelo-Museum – Die Casa Buonarroti

Die Kentaurenschlacht: Das Marmorrelief ist eine Jugendarbeit von Michelangelo von 1492. Foto: Sailko, Wikipedia

Die Kentaurenschlacht von 1492: Das Marmorrelief ist das älteste erhaltene bildhauerische Werk von Michelangelo. Foto: Sailko, Wikipedia

Zufällig haben wir in der Via Ghibellina das Haus von Michelangelo Buonarroti (1475 – 1564) entdeckt. Das prächtige Barockgebäude ist nur ein paar Gehminuten von Santa Croce entfernt und unbedingt einen Besuch wert.

Heute ist es Museum, Gedenkstätte und Forschungszentrum. Michelangelo hatte das Grundstück 1508 gekauft. Um 1550 regte er seinen Neffen und Erben Leonardo Buonarroti zum Bau eines Stadthauses an. Michelangelo selbst hat das Gebäude nie bewohnt, da er seit langem seinen festen Wohnsitz in Rom hatte.

Portrait von Michelangelo vor einem Modell der Davidstatue, Pompeo di Giulio Caccini, 1595. Foto: Sailko, Wikipedia

Portrait von Michelangelo vor einem Modell der Davidstatue, Pompeo di Giulio Caccini, 1595.
Foto: Sailko, Wikipedia

Dass es trotzdem zu einer Kultstätte wurde, ist Leonardos Sohn Michelangelo dem Jüngeren zu verdanken, der die Galerie im Obergeschoß anlegen ließ. 1858 vermachte der letzte Nachkomme, Cosimo Buonarroti, das Anwesen der Stadt Florenz.

Besonders eindrucksvoll sind uns ein Portrait von Michelangelo (1595) von Pompeo di Giulio Caccini und private Gegenstände Michelangelos wie ein Gehstock oder Lederpantoffeln in Erinnerung geblieben.

Zwei Marmorreliefs, Werke aus Michelangelos jungen Jahren, können wir hier auf uns wirken lassen:

  • Die Madonna della Scala von 1491, Zeugnis des eingehenden Studiums von Donatello.
  • Die Schlacht der Zentauren von 1492, die ein Zeichen seiner Liebe zur Kunst der Antike darstellt.

Weitere interessante Ausstellungsstücke:

  • Ein Holzmodell der Fassade für die Kirche San Lorenzo, die leider nie realisiert wurde.
  • Entwürfe für Skulpturen aus Terracotta und anderen Materialien, darunter der Torso eines Flussgottes und eine Madonna mit Kind.
  • Wachs- und Bronzemodelle, Studien und Zeichnungen.
  • Eine Michelangelo-Büste von Daniele da Volterra, nach seiner Totenmaske.
  • Fresken im Obergeschß mit Szenen aus Michelangelos Leben.

Die Casa Buonarroti enthält Bibliothek mit über tausenden Büchern, darunter auch Raritäten aus dem 16. Jh. Auch eine Sammlung mit 10 000 Fotografien. Für den Zugang ist eine Anmeldung erforderlich.

Michelangelo-Museum, Casa Buonarroti: Adresse, Öffnungszeiten und Eintritt

11. Panorama-Aussicht: Spaziergang über San Niccolò in Oltranro nach San Miniato al Monte

saBlick über das Viertel San Niccolò in Oltrarno hinunter zum Arno und zur berühmten Ponte Vecchio.

Blick über das Viertel San Niccolò in Oltrarno hinunter zum Arno und zur berühmten Ponte Vecchio.

Ein malerischer Spaziergang durch die toskanischen Hügel ist eine wunderbare Abwechslung während einer Städtreise nach Florenz. Es geht hinaus aus der Stadt und entlang der mittelalterlichen Stadtmauern und hinauf auf den Monte alle Croci.

Hier oben steht die Abtei San Miniato al Monte, hoch über dem südlichen Ufer des Arno, oberhalb des Piazzale Michelangelo. Der Standort des Konvents ist ein bekannter Aussichtspunkt mit Blick auf die Stadt.

Wir nehmen die Ponte alle Grazie über den Arno und halten uns geradeaus entlang der Piazza dei Mozzi. Wir passieren das Museo Stefano Bardini und biegen beim mächtigen Palazzo Mozzi links in die Via di San Niccolò ein. Dieser folgen wir  bis zur Kirche San Niccolo Soprano, im Glockenturm soll sich Michelangelo im Jahr 1530 vor den kaiserlichen Soldaten versteckt haben.

Das Stadttor Porta San Miniato im Viertel San Niccolò in Oltrarno. Dahinter ist der Glockenturm und die Domkuppel zu sehen.

Das Stadttor Porta San Miniato im Viertel San Niccolò in Oltrarno. Im Hintergrund der Glockenturm und die Domkuppel.

Wir flanieren weiter bis zu Porta San Miniato, die wir passieren. Dann gehts bergauf, wir folgen der Zypressenallee Via del Monte alle Croci. Die Porta San Miniato wurde 1320 zum Schutz des Kloster San Miniato in die vorhandene Stadtmauer eingebaut. Seine Architektur ist interessant, da es keinen Wachturm besitzt. Die Soldaten hielten sich im Laufgang über dem Tor auf.

Unvermittelt stehen wir in der malerischen toskanischen Landschaft. Sanfte Hügel, Zypressen, Schirmpinien und einige Landvillen bestimmen die Umgebung.

Auf dem Weg nach San Miniato besuchen wir die Franziskanerkirche San Salvatore al Monte. Auch hier wandeln wie wieder auf Michelangelos Spuren. Er liebte diese Kirche und nannte sie Bella Villanella (schönes Landmädchen). Keine Frage, Michelangelo hatte einen erlesenen Geschmack.

Wir steigen weiter auf zum Kloster San Miniato al Monte. Sie gehört zu den ältesten Kirchen von Florenz, der heutige Bau wurde 1150 begonnen. Kirche und Konvent wurde den Olivetanern überlassen, einer Benediktinerkongretation. Besonders schön ist die Fassade, die ähnlich wie das Baptisterium in weiß-grün verkleidet wurde.

Sehenswürdigkeiten von Florenz Das Innere von San Miniato al Monte ist ungewöhnlich. Der Chor ist auf einer erhöhten Plattform über der großen Krypta angeordnet. Der Boden stammt aus dem Jahre 1207.

Das Innere von San Miniato al Monte, der Chor liegt auf einer erhöhten Plattform über der Krypta. Der Mosaikfußboden stammt aus dem Jahr 1207.

Auch der Besuch des Kircheninneren ist sehr lohnend. Man bekommt eine ungewöhnliche Raumaufteilung zu sehen. Auch der Friedhof bei der Basilika ist beeindruckend.

Etwas unterhalb liegt die beliebte Panoramaterrasse Piazzale Michelangelo, die wir beim Rückweg genießen können. Der Platz ist der Touri-Aussichtspunkt in Florenz. Aber der Blick auf die Altstadt ist atemberaubend! Vor allem in den Abendstunden, wenn die Dächer von den warmen Farben der Abendsonne angestrahlt werden.

Hinunter nehmen wir die Viale Giuseppe Poggi die sich in Serpentinen zum Fluss hinabschlängelt. Unten angekommen biegen wir in die Via San Niccolò ein. Eine ausgiebige Pause ist jetzt dringend nötig.

San Miniato al Monte: Adresse und Öffnungszeiten

12. Osteria Antica Mescita San Niccolo – Beste toskanische Küche

florenz - sehenswürdigkeiten | Die Osteria Antica Mescita San Niccolo serviert beste toskanische Küche, zu vernünftigen Preisen.

Die Osteria Antica Mescita San Niccolo serviert beste toskanische Küche, zu vernünftigen Preisen.

Auf die Osteria Antica Mescita San Niccolo, mit bester toskanischer Küche, sind wir bereits auf dem Weg hinauf nach San Minato gestoßen. Beim Rückweg nach Florenz sind wir eingekehrt und haben es nicht bereut. Allerdings hätten wir reservieren sollen.

Doch schon nach kurzer Wartezeit, mit Aperitivo an der Bar, werden wir fachkundig und freundlich bedient. Bei warmen Wetter gibt es auch Sitzplätze im Freien.

Die frühmittelalterliche Krypta mit romanischem Bogengewölbe, wird als romantischer Speisesaal für die Wintermonate genutzt. Überwiegend Italiener sind hier Stammkunden.

Kulinarisch wird alles geboten was das Herz begehrt: Bruschetta, Crostini, Vorspeisen, Pasta- und Risottogerichte (z. B. Gorgonzola-Risotto), Salate, Suppen, Schmor- und Grillgerichte (z. B. Kaninchen oder Hühnchen in Weisswein, Bistecca alla Fiorentina für 40 Euro/Kilo). Eine ansprechende Weinkarte. Danach warten Eis, Tiramisu & Co. Wir haben für Vorspeisen, Pasta, Dessert, Wein und Espressi für zwei Personen etwa 40 Euro bezahlt.

Osteria Antica Mescita San Niccolo: Adresse und Öffnungszeiten

Villamagna bei Bagno a Ripoli – Eine toskanische Bilderbuchlandschaft

von Villamagna bei Bagno a Ripoli, hinunter nach Florenz. Die Domkuppel ist gut erkennbar.talien

Abendstimmung in Villamagna bei Bagno a Ripoli. Der Blick hinunter nach Florenz, mit der gut erkennbaren Domkuppel, ist einmalig.

Wir wohnten in einer privaten Ferienwohnung im kleinen toskanischen Dorf Villamagna bei Bagno a Ripoli. Ideal zum Entspannen nach langen Besichtigungstagen der Sehenswürdigkeiten von Florenz. Der Ort liegt etwa 12 Kilometer südöstlich von Florenz in einer wunderschönen ländlichen Umgebung. Wir waren mit dem Auto von München in die Toskana gereist.

Viele Paläste, Villen und Landgüter sind in der Hügellandschaft verstreut. Die Region war bereits in etruskischer Zeit besiedelt, seit dem 3. Jhd. v. Chr. entwickelte sich in Bagno a Ripoli ein antiker Handelsplatz.

Das toskanische Dorf Villamagna bei Bagno a Ripoli. Der Glockenturm der Pieve di San Donnino ist von weitem sichtbar.

Das toskanische Dorf Villamagna bei Bagno a Ripoli. Der Glockenturm der Pieve di San Donnino ist von weitem sichtbar.

Direkt am Dorfplatz steht die Kirche Pieve di San Donnino mit Glockenturm die aus dem 8. Jhd. stammt. Oberhalb von Villamagna befindet sich das L’oratorio del Beato Gherardo aus dem 13. Jhd., hier lebte einst der Einsiedler Gherardo di Villamagna. Heute ist die Kirche der Dorffriedhof.

Ebenfalls am Dorfplatz gibt es einen kleinen Alimentari mit Café und Zeitschriften.

Auf einem dicht bewaldetem Berg, hoch über Villamagna, ist das Convento di San Francesco all’Incontro zu finden. Franziskaner-Minoriten bewohnen die Abtei. Eine herrliche Gegend für ausgedehnte Spaziergänge und Erkundungstouren durch die liebliche mediterrane Landschaft.

Unsere Restaurant-Empfehlung: www.trattorianticoforno.it


Buchtipps zum Thema

  • Die Verschwörung: Aufstieg und Fall der Medici im Florenz der Renaissance von Lauro Martines, Fachbuch, Theiss Verlag, 2015. Thema des Buches ist die Pazzi-Verschörung von 1478, ein brutales Attentat auf Lorenzo und Giuliano de‘ Medici. Man liest sich schon nach wenigen Seiten fest. Ein fundiert recherchiertes Sachbuch und ein fesselndes Lesebuch, das dieses faszinierende Kapitel italienischer Geschichte wieder auferstehen läßt.
  • DuMont Kunst Reiseführer Florenz von Klaus Zimmermanns, DuMont Verlag, 2012. Für uns der Reiseführer schlechthin, egal wohin unsere Reise geht! Mit ausführlicher Stadtgeschichte, Künstlerbiografien und Ausflugstipps in die Umgebung. Über 50 Stadtteilpläne, schematische Darstellungen von Mosaiken und Gemäldezyklen, Grundrisse und Querschnitte von Bauwerken erleichtern die Orientierung.

Unser Lesestoff zum Thema Florenz und Toskana

Umgebung von Florenz: Die Villa Medici in Poggio a Caiano und ihr ungelöstes Geheimnis
Umgebung von Florenz: Die Villa Medici von Artimino im Weinanbaugebiet Carmignano
Ausflugs-Tipp ins Chianti-Gebiet mit Weinkauf: Fattoria Le Fonti in Panzano
Unser Toskana-Fotokalender: Die Etrusker in Italien


Noch mehr lohnenswerte Inspirationen für „Abseitsgeher“:  „due passi“ abseits der Touristenströme – 14 Tipps für Florenz vom Blog Wandernd.


Video: Eine poetische Kurzdokumentation – Florence, vom englischen Filmemacher und Fotografen Paul Cook


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6 Kommentare:

  1. Das klingt nach einer tollen Route und super Tipps abseits der üblichen Wege. Ist ja alles sehr historisch angehaucht – perfekt für mich! Danke! 🙂

    Herzlich,
    Anna

    • Vielen Dank für Deinen netten Kommentar, es freut uns sehr wenn unsere Tipps Dich inspirieren können. Die Überschrift „Touristenhotspots ignorieren und dafür lieber frische Panini probieren“ aus Deinem Blogeintrag „Rom in 48 Stunden“ – das ist genau unser Motto auf Reisen. Du sprichst mir/uns aus der Seele! Schöne Grüße aus München, Monika

  2. Wir überlegen gerade dieses Jahr noch einen Toskana-Kurztrip zu unternehmen. Danke für die schönen Florenz-Tipps!!

    • Hallo, es freut uns sehr wenn wir Euch für die Reiseplanungen interessante Tipps geben können. Gerade in Florenz können tatsächlich, trotz aller Schönheit seiner Highlights, die geballten Menschenmengen sehr anstrengend werden. Viele Grüße, Monika 🙂

  3. ha, da hab ich einen sehr ähnlichen Artikel geschrieben „due passi abseits der Touristenströme – 14 Tipps für Florenz“ 😀
    Manche Sachen überschneiden sich bei unseren Listen, aber interessanterweise der größte Teil nicht 🙂

    Falls euch meine Liste interessiert: https://wandernd.wordpress.com/2015/04/13/14-tipps-fur-florenz/

    • Uiii, das ist wirklich spannend. Wir haben unsere Tipps für Florenz nochmal reduziert, sonst wirds kein Blogeintrag sondern gleich ein Buch. Wir haben viele von Deinen Tipps auch besucht, aber wie gesagt – es hätte den Rahmen eines Blogs gesprengt. Abseits der Massen, ist auch eine Reise nach Rom wunderschön, da sind wir seit Jahren ganze große Fans. Ich habe Deine Liste heute schon beim Stöbern durch Deinen Blog entdeckt – Wunderbar!

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