Garda Trentino: 10 Ausflugstipps im Norden vom Gardasee –
plus Extra-Tour bei Malcesine


Garda Trentino: 10 Ausflugstipps im Norden vom Gardasee garda trentino tenno san lorenzo riva del garda val di tenno gardasee italien

Der ewige Traum vom Süden: Die Einzigartigkeit des Gardasees ist sein intensives Blau, das im Norden eingebettet liegt zwischen steilen Felswänden. Liebhaber bereisen das Garda Trentino in der Nebensaison um in Ruhe den italienischen Flair ohne Massenandrang zu genießen.

Wer zum Gardasee von Norden über das Etschtal nach Torbole kommt, kann von der Passhöhe in Nago einen grandiosen ersten Blick über den See werfen. Hier standen sie einst alle, die berühmten Reisenden – auch Goethe. Die Aussicht ist zu jeder Jahreszeit, bei jedem Wetter einmalig.

Die Einzigartigkeit des Gardasees ist sein leuchtendes Blau, das sich im Norden zwischen den steilen fjordartigen Felswänden, Richtung Süden bis zum Horizont weitet. Es ist gleichzeitig das Bild eines Alpensees im Norden und des noch fernen Meeres im Süden. Italien – ein Sehnsuchtsland!

Der Gardasee ist unser aller ewiger Traum vom Süden – oder? Wunderschön ist es hier, aber manchmal auch ganz schön voll. Der Massentourismus hat den Gardasee kommerzialisiert und banalisiert. Manchmal für Münchner erschreckend: Alles ist wie daheim – voller Münchner. Der Tourismus ist zwar Segen, aber auch Fluch für diese faszinierende landschaftliche Schönheit.

Die beste Reisezeit für Garda Trentino und Gardasee

Mit unseren Empfehlungen Garda Trentino: 10 Ausflugstipps im Norden vom Gardasee möchten wir auf die verborgenen Schätze am nördlichen Seeufer aufmerksam machen. Zu regionalen kulinarischen Produkten haben wir Vorschläge zum Einkaufen zusammengetragen. Die Extra-Tour führt in eine idyllisch gebliebene Ortschaft am Ostufer des Gardasees, südlich von Malcesine.

garda trentino arco burg riva del garda gardasee italien Das Wahrzeichen von Arco ist die mittelalterliche Festung. Am steilen Burgfelsen wächst südländische Flora, wie Oliven, Zypressen und Ginster. In der Altstadt beeindrucken freskenverzierte Paläste der Grafen von Arco.

Das Wahrzeichen von Arco ist die mittelalterliche Festung. Am steilen Burgfelsen wächst südländische Flora, wie Oliven, Zypressen und Ginster. In der Altstadt beeindrucken freskenverzierte Paläste der Grafen von Arco.

Wir empfehlen für eine erholsame Gardasee-Reise die Nebensaison:

• Frühling: Anfang April – Ende Mai.
Herbst: Ende September – Anfang November.

Wer in dieser Zeit zum Gardasee reist wird ihn noch finden – den italienischen Flair ohne Massenandrang. Wir waren Ende Mai unterwegs, konnten Ausflüge in die Natur oder zu kunstgeschichtlichen Sehenswürdigkeiten in Ruhe genießen.

Tipp: Besonders gut besucht ist der Gardasee in den Wochen um die Oster- und Pfingstfeiertage. An allen Wochenenden, auch Freitags, kann eine Fahrt an der Gardesana mit einem Stau beginnen oder enden.

Wer Werktags und in der Nebensaison unterwegs ist wird eine faszinierende Kulturlandschaft am und um den Gardasee entdecken – oder vielleicht auch wiederentdecken.

Und jetzt noch das allerbeste: Zu jedem unserer 10+1 Ausflugstipps haben wir jeweils einen Einzelbeitrag mit Anfahrts- und Wanderbeschreibungen, sowie Restaurant-Tipps veröffentlicht. Schaut doch mal rein!


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Kurzinfos zum Garda Trentino

Das Garda Trentino ist ein ein Verbund von sechs Gemeinden im Norden des Gardasees: Riva del Garda, Arco, Nago-Torbole, Dro, Drena und Tenno mit insgesamt etwa 45.000 Einwohnern. Das Gebiet zählt zu den beliebtesten Ferienregionen Europas.

Der Gardasee ist der größte See von Italien. Seine Landschaft wird von mediterraner Vegetation, den Brenta-Dolomiten im Norden und dem Monte Baldo im Süden geprägt. Am Gardasee treffen die Regionen Trentino, Veneto und Lombardei zusammen.

Garda Trentino: 10 Ausflugstipps im Norden vom Gardasee garda trentino arco laghel wegkreuz wandern oliven terrassen riva del garda gardasee italien Das wärmespeichernde Wasser vom Gardasee lässt im Sarcatal bei Arco eine mediterrane Flora wachsen.

Der wärmespeichernde Gardasee lässt im Sarcatal bei Arco eine mediterrane Flora wachsen.

Der Gardasee: Natur- und Kulturlandschaft

Die Nordspitze des Gardasees liegt bereits in den Gebirgstälern des Trentino. Einst reichte der See bis zum Ende des Sarcatals bei Arco, das wärmespeichernde Wasser lässt bis heute auch in den nördlichen Tälern eine südländische Flora wachsen. Die abwechslungsreiche Landschaft bietet, neben Kunst und Geschichte, auch ausgezeichnete Möglichkeiten zum Wandern, Radfahren oder Klettern.

Mildes Klima, fruchtbare Böden und Fischreichtum haben seit jeher Siedler an den Gardasee gezogen. Die strategisch ausgezeichnete Lage des Sees zwischen hohen Alpenpässen, der fruchtbaren Po-Ebene und dem breiten Etschtal haben sicherlich ebenfalls eine Rolle gespielt.

Den Siedlungen der Bronzezeit folgten Etrusker, Römer, Kelten, Ost– und Westgoten, Germanen, Hunnen, Langobarden, Karolinger, die Stadtrepubliken Verona, Mailand und Venedig, sowie Österreich, Bayern und letztendlich Italien. Ein Zankapfel verschiedenster Herrscher und Nationen war die Region um den Gardasee schon immer. Gerade dadurch wurde sie eine der reichsten Kulturlandschaften Europas.


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Riva del Garda: Italienische Leichtigkeit im Süden der Alpen

riva del garda, port, Riva des Garda im Norden des Gardasees besticht durch seine Mischung aus italienischer Leichtigkeit und österreichischer Bodenständigkeit. Foto: flickr, cooldudeandy01

Riva des Garda im Norden des Gardasees besticht durch seine Mischung aus italienischer Leichtigkeit und österreichischer Bodenständigkeit. Foto: flickr, cooldudeandy01

Riva del Garda liegt ganz im Norden vom Gardasee, hier zeigt sich die Landschaft von ihrer eindrucksvollsten Seite. Die mediterran bewachsenen Ufer bilden einen faszinierenden Kontrast zu den steilen Felswänden. Nirgends zeigt sich dieser Kontrast besser, als an der Uferpromenade von Riva.

Das Stadtbild wurde von der Seerepublik Venedig und den österreichischen Habsburgern geprägt – einer Mischung aus italienischer Leichtigkeit und österreichischer Bodenständigkeit. Als Reiseziel ist Riva noch genauso beliebt wie einst. Vor allem die Münchner nutzen ihren geografischen Vorsprung.

Die Besucher lockt das milde Klima, die Berge, die Sehenswürdigkeiten, die italienische Küche und die schönen Badestrände. Die großen Sehenswürdigkeiten von Riva del Garda sind die Wasserburg mit Stadtmuseum, der Aussichtsturm Torre Apponale und das mondäne Strandbad Spiaggia degli Olivi.

► Lest dazu unseren Beitrag über Riva del Garda, plus Strand- und Restaurant-Tipps:
Garda Trentino: Riva del Garda – Italienische Leichtigkeit im Süden der Alpen


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Riva del Garda: Panorama-Wanderung an der Ponale-Straße

Garda Trentino: 10 Ausflugstipps im Norden vom Gardasee Wanderung auf dem Ponale Weg, Riva del Garda, Gardasee-01-ol Das überwältigende Panorama auf der Ponale-Straße bei Riva del Garda zwingt immer wieder zu Fotostopps, um die herrliche Aussicht auf den Gardasee und den Monte Baldo festzuhalten.

Das überwältigende Panorama auf der Ponale-Straße bei Riva del Garda zwingt immer wieder zu Fotostopps, um die herrliche Aussicht auf den Gardasee und den Monte Baldo festzuhalten.

Die Ponale-Straße (Strada del Ponale) war früher die einzige Straßenverbindung zwischen Gardasee und dem hochgelegenen Ledro-Tal. Sie wurde vor etwa 170 Jahren in den blanken Fels der Steilküste, oberhalb von Riva del Garda geschlagen.

Heute nutzen sie nur Wanderer und Radfahrer, die auf der Strecke faszinierende Ausblicke auf den See und den Monte Baldo erwarten. Das überwältigende Panorama zwingt immer wieder zu Fotostopps, um die herrliche Sicht festzuhalten. Die Ponale-Straße wird völlig zu Recht Panoramastraße genannt.

Die Strecke ist mehr Mountainbike-Eldorado, als ein Wanderweg. Dutzende Radfahrer sind unterwegs, Wanderer sind rar. Die Biker sind bei der Abfahrt vom Ledro-Tal nach Riva mit hohem Tempo unterwegs, wir empfehlen erhöhte Vorsicht. Für die Wanderung sollte das Wochenende gemieden werden.

► Lest dazu unseren Beitrag über die Wanderung an der Ponale-Straße, plus Einkehr-Tipp:
Garda Trentino: Panorama-Wanderung an der Ponale-Straße bei Riva del Garda zum Ausflugslokal


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Nago-Torbole: Die Gletschermühlen Marmitte dei Giganti

Garda Trentino: 10 Ausflugstipps im Norden vom Gardasee Marmitte dei Giganti garda trentino nago torbole Die Gletschermühlen „Marmitte dei Giganti“ bei Nago entstanden währen der Eiszeit durch Gletscherschmelzwasser. Durch Strudel sind Auswaschungen im weicheren Gestein entstanden.

Die Gletschermühlen „Marmitte dei Giganti“ bei Nago entstanden währens der Eiszeit durch Gletscherschmelzwasser. Durch Strudel sind Auswaschungen im weicheren Gestein entstanden.

Die Marmitte dei Giganti sind ein eindruckvolles Naturphänomen aus der letzten Eiszeit. Sie entstanden durch Auswaschungen von Gletscherschmelzwasser und werden auch Gletschermühlen genannt. Kurz nach der Ortschaft Nago (bei Torbole) führt ein kurzer Wanderweg dorthin.

Die Eislöcher des Gardasees entstanden als abfließendes Schmelzwasser der Gletscher, die große Felsen in kreisförmige Bewegungen versetzten. Die Marmitte dei Giganti sind die bekanntesten ihrer Art im Alpenraum. Unterhalb der Gletschermühlen hat sich durch Regenwasser ein Teich gebildet, der von Amphibien und Libellen bewohnt wird.

Die mediterrane Landschaft und die fantastischen Ausblicke auf die Sarcamündung in den Gardasee machen den Ausflug in der Nähe von Nago ausgesprochen reizvoll.

► Lest dazu unseren Beitrag über das eiszeitliche Naturphänomen bei Nago, plus Restaurant-Tipp:
Garda Trentino: Die Gletschermühlen „Marmitte dei Giganti“ bei Nago-Torbole am Gardasee


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Arco: Idyllische Altstadt unter der Burg & Ziel für Aktivurlauber

Garda Trentino: 10 Ausflugstipps im Norden vom Gardasee garda trentino arco burg sarca fluss gardasee italien Über Arco am Fluss Sarca erhebt sich auf einem mächtigen Felsen das Wahrzeichen der Stadt: Die Festung der Grafen von Arco.

Über dem Luftkurort Arco mit mildem Mikroklima, erhebt sich auf einem steilen Felsen das Wahrzeichen der Stadt: Die Festung der Grafen von Arco. Die Aussicht von der Burg bis zum Gardasee ist einmalig.

Die Kleinstadt Arco liegt in einer fruchtbaren Ebene, nur fünf Kilometer vom Gardasee-Ufer entfernt, am Fluß Sarca. Durch seine geschützte Lage, umgeben von Bergen und der Nähe zum See, herrscht im Luftkurort ein Mikroklima, das Palmen, Oliven, Zypressen und Ginster wachsen lässt.
Über Arco erhebt sich der Burgfelsen. In steiler Schräge neigt er sich zur Stadt, der Burgturm steht an einer Felswand, die bei Kletterfreunden beliebt ist. Der Felsen fällt zum Tal über einhundert Meter ab. Arco ist ein Eldorado für Aktive: Klettern, Biken, Wandern, Bergsteigen – alles direkt vor der Haustüre.

Das Wahrzeichen von Arco ist die Burg der Grafen von ArcoDie Aussicht von der Festung auf die Landschaft bis zum Gardasee ist einmalig. Ein Gewirr von Dächern legt sich wie ein Gürtel um den Fuß des Burgfelsens. Die Altstadt zeigt ein fast unversehrtes Ensemble innerhalb der Stadtmauern.

► Lest dazu unseren Beitrag über Arco, plus Wander- Biker- und Kletter-Tipps, Restaurant-Empfehlungen
Garda Trentino: Arco – Altstadt mit Burgruine und Ziel für Aktivurlauber


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Sarcatal: Die Felsenlandschaft der Marocche di Dro

garda trentino marocche di dro sarcatal drena gardasee italien Die Marocche di Dro im Sarcatal ist das größte nacheiszeitliche Bergsturzgebiet im gesamten Alpenraum. Zwischen den Felsen hat sich eine erstaunliche Vegetationsvielfalt entwickelt die zu Wanderungen einlädt.

Die Marocche di Dro im Sarcatal ist das größte nacheiszeitliche Bergsturzgebiet im Alpenraum. Zwischen den Felsen hat sich eine Vegetationsvielfalt entwickelt die zu Wanderungen einlädt.

In Arco beginnt das Sarcatal. Dort ist ein einmaliges Naturphänomen zu bestaunen: Die Marocche di Dro – das größte nacheiszeitliche Bergsturzgebiet im gesamten Alpenraum. In Folge eines gewaltigen Bergrutsches verloren die Felswände durch das Abtauen der Gletscher ihre Stabilität.

Dadurch stürzten ganze Bergflanken ins Sarcatal. Eine Trümmerlandschaft mit riesigen Gesteinsbrocken – eine Wüste von zerschmetterten Felsen. Die Steinmassen bedecken eine Fläche von rund 15 Quadratkilometern, damals stürzten knapp 190 Millionen Kubikmeter Gestein herunter.

Zwischen den Felsen hat sich eine erstaunliche Vegetationsvielfalt entwickelt. Im Biotop wurden sogar Fußabdrücke von Dinosauriern gefunden. Das Gebiet steht unter Naturschutz und verfügt über Parkplätze und Wanderwege. Um die Marocche kennenzulernen bietet sich eine Wanderung an.

► Lest dazu unseren Beitrag über die Marocche, plus Wander- Kletter- und Restaurant-Tipps
Garda Trentino: Marocche di Dro – Biotop mit Dinosaurierspuren


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Drena im Cavedinetal: Bergsteigerdorf mit Burgruine

garda trentino drena burg sarcatal cavedinetal gardasee italien Die windumtoste romanische Burg von Drena mit ihren Zinnenmauern und dem hohen Bergfried steht auf einem Steilhang über dem Sarcatal.

Eine Ritterburg wie im Bilderbuch: Die windumtoste romanische Burg von Drena, mit ihren Zinnenmauern und dem hohen Bergfried, steht auf einem Steilhang über dem Sarcatal.

Im Sarcatal zweigt, inmitten der Marocche, die Straße hinauf ins Cavedinetal. Oberhalb vom Sarcatal erhebt sich die wildromantische Burg von Drena, auf einem steilen Felsen. Sie diente einst zur Kontrolle der wichtigen Verbindungsstraße von Trient zum Gardasee, die durch das Cavedinetal führte.

Die Festung, beim Dorf Drena, überragt die Berglandschaft. Ihr Bergfried bietet fantastische Ausblicke auf die Steinwüste der Marocche. Die Architektur der Burg ist romanisch, mit gotischen Elementen. Sie wurde renoviert und zeigt eine Ausstellung über ihre Geschichte.

Unterhalb der Burg verläuft die schmale Drena-Schlucht die ins Sarcatal hinab führt, im oberen Bereich des Canyon befindet sich ein Wasserfall. Früher wurde sie auch als Fluchtweg von der Burgbesatzung benutzt. Heute ist sie ein beliebter Klettersteig, der „Rio Sallagoni“.

► Lest dazu unseren Beitrag über Drena, plus Wander- Kletter- Restaurant- und Einkaufs-Tipps
Drena im Cavedinetal: Bergsteigerdorf mit wildromantischer Burgruine


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Archäologische Wanderung im Tal von Cavedine

trentino cavedine archaeologische wanderung val di cavedine gardasee italien Im Cavedinetal, einem Seitental vom Sarcatal, treffen wir während unserer Wanderung entlang der Römerstraße auf uralte archäologischen Fundstätten. Diese viel älter als die römischen Relikte in der Region.

Im malerischen Cavedinetal, nördlich von Riva del Garda, treffen wir während unserer Wanderung in schöner Natur, entlang der Römerstraße, auf drei spannende archäologische Fundstätten.

Von der Burg in Drena fahren wir ins Cavedinetal, einem uralten Siedlungsgebiet. Die fast unberührten, verschachtelten Bauerndörfer ziehen sich malerisch die Talhänge hinauf.

Das römische Imperium hatte im Cavedinetal einst eine befestigte Straße angelegt um damit das damals unpassierbare Sarcatal zu umgehen. Der archäologische Wanderweg beim Dorf Cavedine, führt entlang dieser Römerstraße zu drei interessanten archäologischen Fundstätten.

  • Der „römische Brunnen“, seine Architektur lässt uns ein vorrömisches Kuppelgrab vermuten.
  • Die Höhle „La Cosina“, während der Kupfersteinzeit und Frühbronzeit als Bestattungsplatz genutzt.
  • Die „Carega del Diaol“, ähnelt einem Megalithgrab, eine Grabinschrift stammt aus römischer Zeit.

► Lest dazu unseren Beitrag über Cavedine, plus Restaurant- und Einkaufs-Tipps
Garda Trentino: Archäologische Wanderung im Tal von Cavedine


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Tenno: Mittelalterlicher Borgo mit Burgruine und Traumblick

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Die zinnengekrönte Burg von Tenno liegt hoch über Riva del Garda auf einem Felsvorsprung inmitten traumhafter alpiner Natur. An die Festung schmiegt sich der mittelalterliche Borgo di Frapporta.

Tenno mit seiner zinnengekrönten Höhenburg liegt malerisch über Riva del Garda, an den Hängen des Monte Misone. Besonders sehenswert ist der Ortsteil Borgo di Frapporta, der sich als befestigtes Dorf um die Burg schmiegt. Ein jahrhundertelang gewachsener und verschachtelter Organismus.

Liebhaber mittelalterlicher Architektur kommen auf ihre Kosten. Einen kleinen Spaziergang von Frapporta entfernt steht die romanische Kirche San Lorenzo, mit traumhaftem Ausblick auf den Gardasee. Durch Weinberge, führt der Weg hinunter zur Kirche.

Vom Kirchplatz führt ein uralter Verbindungspfad, das steile Tal hinunter bis zum Varone-Wasserfall. Die Ortschaft Tenno liegt direkt am Beginn des Val di Tenno. Die Straße windet sich weiter hinauf zum türkisfarbenem Bergsee Lago di Tenno, in idyllischer Lage.

► Lest dazu unseren Beitrag über Tenno, plus Restaurant-Tipp:
Garda Trentino: Tenno – Mittelalterlicher Borgo mit Burgruine und Traumblick auf den Gardasee


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Campi: Antiker Kultplatz „Monte San Martino“ im Tennotal

monte san martino kirche st. martin ruine tenno trentino gardasee italien Im Ausgrabungsareal von Monte San Martino bei Campi entsteht beim spätantiken Dorf ab der Karolingerzeit, im 8. und 9. Jahrhundert, auf einem Felsplateau eine kleine Kirche. Im 13. Jahrhundert wird die Kirche als St. Martin geführt und bis ins Jahr 1750 wird die Messe zelebriert.

Im Ausgrabungsareal von Monte San Martino entdeckten Forscher bei den Resten eines spätantiken Dorfes eine Kirchenruine. Sie wurde in der Karolingerzeit, im 8. /9. Jhd. erbaut. Im 13. Jhd. wird sie als St. Martin geführt, bis 1750 wurde dort die Messe zelebriert. Foto: www.archeotrentino.it

Das archäologische Areal des Monte San Martino liegt hoch über dem Val di Tenno, in ausgezeichneter strategischer Lage. Hier kreuzten sich einst die Verbindungswege nach Norden über den Ballinopass. Nach Westen durch das Ledro- und Chiesetal, in die Poebene.

Die Ausgrabungen auf dem Monte San Martino, bei Campi di Riva, brachten eine Kultstätte ans Licht, die von der Eisenzeit bis den Römern genutzt wurde. Als das Heiligtum in der Spätantike aufgegeben wurde entstand ein Dorf. Im Frühmittelalter wurde eine Kirche erbaut, die bis ins 18. Jdh. genutzt wurde.

Die Lage des Monte San Martino war sicherlich einer der Gründe für seine durchgehende Besiedelung, über den Zeitraum von der Vor- und Frühgeschichte bis in die Neuzeit. Beeindruckend ist der Blick zum nördlichen Gardasee und am senkrecht abfallenden Felsen ins Val di Tenno.

► Lest dazu unseren Beitrag über den Monte San Martino, plus Restaurant- und Wander-Tipps:
Garda Trentino: Monte San Martino – Antiker Kultplatz im Tennotal


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Kulinarisches aus der Region Garda Trentino

garda trentino tenno steinterrassen wein oliven cologna volta di no gardasee italien Perfekte Lagen für Weinbau und Olivenkulturen im Norden vom Gardasee: Die gepflegten Steinterrassen oberhalb vom Dorf Cologna, im Weiler Volta di No.

Das mediterrane Klima bietet perfekte Lagen für Wein- Oliven- und Obstanbau im Garda Trentino: Die Steinterrassen im Dorf Cologna, beim Weiler Volta di No, erfüllen ihn wieder: Den Traum vom Süden!

Italien – das ist doch viel mehr als Pizza, Pasta und Gelato! Die Region Garda Trentino bietet vielfältige kulinarische Genüsse, durch die Kombination der Produkte vom Gardasee und aus den Alpenregionen.

Hier am nördlichen Gardasee isst man gerne herzhaft-alpenländisch, der Einfluß der österreichischen Küche ist spürbar: Speck- oder Käseknödel, Carne salada (gepökeltes Rindfleisch), Polenta mit Steinpilzen, Strangolapreti (Spinatnocken), Risotto und Tagliatelle mit Pilzen.

Im Mittelpunkt vieler Gerichte steht Fisch aus dem Garda- und Ledrosee: Forellen, Saiblinge, Renken, Süßwassersardinen, Ukelei, Hechte, Schleien, Barsche und Aale.

Weitere Produkte sind Olivenöl D.O.P. Garda Trentino, Blumenkohl aus Torbole (Broccolo di Torbole), Pflaumen aus Dro, Marroni aus Drena, Kastanien, Maisgrieß für Polenta, Essig „Balsamico Trentino“, Grappa und die Fischzucht von Saiblingen und Forellen. In den Obstgärten wachsen Erdbeeren, Himbeeren, Zwetschgen, Äpfel und Weintrauben.

Im Garda Trentino werden ausgezeichnete Käsesorten, wie z. B. Spressa delle Giudicarie oder Vezzena, hergestellt. Die Bergweiden garantieren eine exzellente Qualität der Kuh- oder Ziegenmilch.

Verschiedene Weinsorten werden im Gebiet um Riva del Garda und Arco angebaut, hier wachsen die Rebsorten Chardonnay, Pinot Bianco und Müller Thurgau. Schon auf den üppigen Tafeln der römischen Kaiser wurden der Wein und die Fische vom Gardasee hoch geschätzt.

Feinkostgeschäft „Agraria“ in Riva del Garda

Garda Trentino, Agraria Riva del Garda, Riva del Garda Die Agraria Riva del Garda vermarktet in einem attraktiven Ladengeschäft die regionalen Produkte des Garda Trentino.

In den Verkaufsräumen der „Agraria Riva del Garda“ werden die Produkte des Garda Trentino verkauft. Ein Muss für jeden Freund italienischer Feinkost. Foto: www.agririva.it

Die Agraria Riva del Garda ist eine Genossenschaft für Landwirte in der Region Garda Trentino. Auf 800 Quadratmetern moderner Verkaufsfläche vermarktet die Genossenschaft die Produkte der Region. Im Bereich „Corte del Tipico“ bieten kleine Hersteller der Umgebung ihre Produkte an.

Im Feinkostladen werden Weiß- und Rotwein, Schaumwein, natives Olivenöl Extra Garda Trentino DOP und Bio- zertifiziertes Olivenöl, Grappa, Käse, Nudeln, frisches Obst und Gemüse, eingelegte Oliven, Oliven- und Brokkoliaufstrich, Panettone, Kaffee, Torrone angeboten.

Die Agraria ist kein „Touristenfänger“, hier kaufen viele Einheimische die Lieblings-Produkte aus ihrer Heimat. Wer einen eigenen Kanister dabei hat, kann sich „seinen“ Wein selber abzapfen. Wein und Olivenöl kann an einer Degustationsbar verkostet werden.

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 8.30 – 12.30 Uhr und 15 – 19 Uhr.  Adresse: Agraria Riva del Garda Società cooperativa, Loc. S. Nazzaro 4, 38066 Riva del Garda. Am Kreisverkehr der Hauptstraße Viale Trento, zwischen Riva und Arco. Parkplatz vor dem Haus. Website: store.agririva.it/DE


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Kaffeerösterei „Omkafè“ in Arco

garda trentino omkafe arco gardasee italien ol In der traditionsreichen Kaffeerösterei Omkafè in Arco können die verschiedenen Sorten auch probiert werden.

In der traditionsreichen Kaffeerösterei Omkafè in Arco können die Kaffeesorten probiert werden.

Die traditionsreiche Kaffeerösterei Omkafè in Arco ist seit 1947 ein Familienbetrieb. Heute wird sie in der dritten Generation von der Familie Martinelli geführt. Liebhaber von italienischen Kaffeespezialitäten die im Norden des Gardasees unterwegs sind sollten hier vorbeischauen.

Markenzeichen bei Omkafè ist die Qualität der Kaffeebohnen und ihre perfekte Mischung. Die Rösterei selbst ist ein modernes Gebäude mit eigenem Verkaufsgeschäft. Dort gibt es nicht nur Kaffeebohnen, sondern auch vielerlei Dinge rund um den Kaffeegenuß.

An der Bar können alle Kaffeesorten probiert werden. Unser Tipp: Der Espresso „Omkafe Diamante, Selezione Superbar“ (92 % Arabica, 8 % Robusta), mild und feinwürzig. Außerdem kann im ersten Stock ein kleines Kaffeemuseum besichtigt werden, das Interessantes zur Kaffeeherstellung erzählt.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8 – 12 Uhr und 14.30 bis 18.30 Uhr, Samstag 8 – 12 Uhr. Adresse: Omkafè, Via Aldo Moro 7, 38062 Arco. Im Industriegebiet gelegen zwischen Riva del Garda und Arco. Website: www.omkafe.com/de

Bauernmärkte in Riva del Garda und Arco

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Bauernmarkt in Riva. Foto: Wikipedia, Glen Edelson.

Auf den Bauernmärkten in Riva und Arco, am nördlichen Gardasee, werden typische regionale Produkte und Spezialitäten angeboten: Gemüse, Obst, Käse, Salami, Speck, Schinken, Olivenöl, Eier, Honig, Marmeladen und Säfte aus dem Garda Trentino. Die Bauernmärkte bieten außerdem frische, hausgemachte Produkte an, bei denen man die Qualität schmeckt.

  • Bauernmarkt in Riva del Garda, ganzjährig. Freitag, von 8 bis 13.30 Uhr in der Viale Roma.
  • Bauernmarkt in Arco, von Mai – Dezember. Dienstag, von 7.30 bis 13.30 Uhr in der Viale delle Palme.

Extra-Tipp: Cassone di Malcesine am Gardasee-Ostufer

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Jeder kennt am Gardasee das berühmte Malcesine – wer Ruhe und Ursprünglichkeit sucht, sollte das kleine, beschauliche Nachbardorf Cassone di Malcesine besuchen.

Das berühmte Malcesine mit seiner Skaligerburg kennt jeder, es zieht das ganze Jahr über Touristen-Massen an und ist manchmal völlig überlaufen. Wer Ruhe und Ursprünglichkeit sucht, sollte das kleine, beschauliche Nachbardorf Cassone di Malcesine besuchen.

Auf der ersten Blick hat Cassone nicht sehr viel zu bieten – aber das macht seinen Charme aus. Es besteht aus einem malerischen alten Hafen und einer verwinkelten Häusergruppe. In einem großen Wasserbecken quillt eine tiefgrüne starke Quelle hervor, die danach in den Gardasee mündet. Am Hafenbecken wacht der ehrwürdiger mittelalterlicher Hafenkran über das Geschehen.

An den Kieselstränden südlich vom Dorf ist in der Nebensaison wenig los. Hauptsächlich frequentieren italienische Wochenendausflügler die Strände. Wochentags bleiben die „Cassoner“ unter sich.

► Lest dazu unseren Beitrag über Cassone, plus Restaurant- und Strand-Tipps, Wander- und Mountainbike-Empfehlungen: Gardasee: Cassone di Malcesine – Ruhig und ursprünglich


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Anfahrt nach Riva del Garda am Gardasee

Brennerautobahn, Autostrada A22, Suedtiroler Unterland, wikipedia Der Süden ruft! Unterwegs auf der Brennerautobahn A22 im Südtiroler Unterland. Foto: Wikipedia

Der Süden ruft! Unterwegs auf der Brennerautobahn – Autostrada A22 im Südtiroler Unterland. Foto: Wikipedia

Von München kommend die A8 Richtung Salzburg. Ab Inntaldreieck auf der A93 bis zum ehemaligen Grenzübergang Kiefersfelden/Kufstein.

Weiter auf der Inntal-Autobahn A12 nach Innsbruck. An der Anschlussstelle „Innsbruck-Süd, Brenner, Italien“ auf die Brenner-Autobahn A13 fahren. In Italien wird die Brenner-Autobahn zur A22, die bis Modena führt.

Auf der Autostrada A22 vorbei an Sterzing, Bozen und Trento, Richtung Verona. Abfahrt an den nördlichen Gardasee bei der Autobahnausfahrt Rovereto Sud/Lado di Garda-Nord. Nach der Abfahrt, weiter auf der SS240, am Lago di Loppio vorbei, nach Nago. Weiter auf der SS240 hinunter nach Torbole, am Gardasee entlang durch Linfano, bis nach Riva del Garda.

Anreise mit Flugzeug oder Bahn

  • Der am nächsten gelegene Flughafen ist der Airport Valerio Catullo in Verona, etwa 85 Kilometer von Riva del Garda entfernt.
  • Der nächstgelegene Bahnhof ist in Stadt Rovereto, auf der Brenner-Linie, etwa 20 Kilometer von Riva del Garda entfernt.

Mautkosten für PKW (Stand: März 2017)

Für die Autobahnfahrt von München nach Riva del Garda ist die österreichische Vignette erforderlich. Zusätzlich fallen Mautgebühren für die Brenner-Autobahn und für die Autobahn in Italien an.

  • 10-Tages-Vignette für Österreich: 8,80 Euro
  • 2-Monats-Vignette für Österreich: 25,70 Euro
  • Brennerautobahn A13, Sondermautstrecke: 9 Euro
  • Brennerautobahn bis Rovereto Nord: 12,10 Euro

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Video vom Garda Trentino: Macht Lust auf mehr!

Tourismusbüro in Riva del Garda befindet sich in der Largo Medaglie d’Oro al Valor Militare 5.
Öffnungszeiten: Mai – September: täglich von 9 bis 19 Uhr, Oktober – April: von Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr, Wochenende von 9.30 bis 12.30/14 bis 18 Uhr. Ab 21. März: täglich von 9 bis 18 Uhr.

Mehr Infos Online unter: www.gardatrentino.it


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Buchtipps für den Gardasee

  • DuMont Kunst-Reiseführer Gardasee-Verona-Mantua-Trentino
    von Walter Pippke und Ida Leinberger, Dumont Reiseverlag, 5. Auflage 2011.
  • Michael Müller Verlag, Reiseführer Gardasee
    von Eberhard Fohrer, 8. Auflage 2016.
  • Bruckmann Verlag, 99 x Gardasee wie Sie ihn noch nicht kennen
    von Monika Kellermann und Thilo Weimar, 2. Auflage 2016.
  • Michael Imhof Verlag, Gardasee: Natur- und kulturhistorische Ausflüge
    Bildband von Lothar Mayer, 1. Auflage 2015.
  • Edition Limosa, Gardasee – Kochen, Küche & Kultur: Kulinarischen Geheimnissen auf der Spur
    von Monika Kellermann, 1. Auflage 2015.
  • Michael Müller Verlag, Wanderführer – Gardasee MM-Wandern
    von Florian Fritz, 228 Seiten + Karte, 2. Auflage 2015. Auch als App für Android und iOS.

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2 Kommentare:

  1. Hallo Monika, ich liebe den nördlichen Gardasee und freue mich über die vielen hervorragend recherchierten Ausflugsideen. Wir möchten auf jeden Fall wieder einen Trip zum Gardasee machen. Da haben wir jetzt die Qual der Wahl 😉 Besonders toll finde ich Deine Fotos, die ich auch immer wieder auf Instagram bewundere. Liebe Grüße, Ricarda

    • Hallo Ricarda,
      herzlichen Dank für Deinen Kommentar. Als Reiseziel ist der Norden vom Gardasee gerade für uns Münchner perfekt. Besonders schön ist es dort auch Anfang Oktober, falls Du in diesem Jahr noch dorthin möchtest. Wir sind ja ohnehin auf Instagram „verbandelt“, sehe dort gerade dein aktuelles Foto aus Albanien. Jetzt bin ich schon gespannt auf den Blogpost darüber. Viele Grüße, Monika

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