Schlosspark Nymphenburg: Audienz bei Waldkauz Kasimir


waldkauz-kasimir-nymphenburg-muenchen-bayern-deutschland Münchens prominentester Waldkauz: Kasimir beim Nachmittagsschläfchen vor seiner Höhle in der alten Linde im Schlosspark Nymphenburg. Das Foto entstand im November 2016.

Münchens prominentester Waldkauz: Kasimir beim Nachmittagsschläfchen vor seiner Höhle in der alten Linde im Schlosspark Nymphenburg. Das Foto entstand im November 2016.

Der Schlosspark Nymphenburg in München verführt uns immer wieder zu ausgiebigen Spaziergängen durch die Parklandschaften. Besonders die Vogelwelt im Park ist das ganze Jahr spektakulär. Ein unendlicher Fundus für Naturfotografen. Die geringe Fluchtdistanz der an Menschen gewöhnten Tiere macht eine gute Foto-Ausbeute möglich.

Ein besonderes Highlight sind die gut getarnten Waldkäuze (Strix aluco), sie leben in mehreren Kolonien im Park. Der bekannteste von allen ist Waldkauz Kasimir, in „seiner“ alten Linde an der Brücke bei der Badenburg. Kasimir ist stadtbekannt und vielfach fotografiert, fast schon ein Prominenter der Münchner. Inzwischen ist er in ganz Bayern zu einer Berühmtheit geworden.

Der Landesbund für Vogelschutz hat zusammen mit weiteren Naturschutzverbänden den Waldkauz zum Vogel des Jahres 2017 ausgerufen, als „Botschafter der Nachtnatur“. Die Naturschützer möchten damit deutlich machen, dass in den meisten Wäldern naturnahe Altholzbestände fehlen, in denen die putzigen Eulen Brutmöglichkeiten finden können.


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Wir führen mit anderen Naturfreunden fachkundige Unterhaltungen. Die Kauz-Kolonie an der Badenburg hatte auch 2015 wieder erfolgreich gebrütet (siehe unten). Es gibt im Schlosspark Nymphenburg noch weitere Waldkauz-Familien. Wer sie alle kennenlernen möchte, der sollte im Spätherbst, wenn die Balz der Waldkäuze stattfindet, eine Führung mit dem Landesbund für Vogelschutz München mitmachen.

Ein Waldkauz hat ein grau-braun-gesprenkeltes Gefieder. Daher hebt sich Kasimir in seiner Schlafhöhle kaum von der Umgebung ab. Wir hatten Glück und konnten ihn gut beobachten. Wirklich tief geschlafen hat er nicht: Immer hatte er ein wachsames Auge was denn unter „seiner“ Linde los war.

Übrigens: Sobald es dunkel ist, werden Waldkäuze aktiv, dann stehen vor allem Nagetiere und Vögel auf der Speisekarte der Eulen. Sie sind standortstreu und bleiben auch im Winter in ihrem Revier im Nymphenburger Schlosspark.

Das besondere an städtischen Käuzen ist, dass sie früher brüten als ihre Verwandten auf dem Land. Dadurch lassen sich bereits ab April Jungtiere (Ästlinge genannt) beobachten. Der flaumige, cremefarbige Waldkauz-Nachwuchs hat dann bereits seine Bruthöhle verlassen und sitzt in den Bäumen um von den Eltern gefüttert zu werden.


Zum Weiterlesen – Unsere Natur-Reportage vom Schlosspark:
Der Schlosspark Nymphenburg: Einzigartiges Naturparadies mitten in München


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Herbst im Schlosspark Nymphenburg

Unser Herbstspaziergang führte uns weiter über Wiesen mit blühenden Herbstzeitlosen und dann hinüber zu den Gewächshäusern des Nymphenburger Schlossparks. Die bunte Blütenpracht läßt noch einmal unser Fotografen-Herz höher schlagen. Fleißige Insekten bevölkerten die üppig bepflanzten Beete vor dem Eisernen Haus. Die weißen gemütlichen Sitzbänke in der Sonne machen den Blumengarten und die Gewächshäuser zu einer erholsamen Oase.


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Unsere Tipps

  • Fotos vom Waldkauz-Nachwuchs, vom April 2015, findet Ihr unter canoncam.de
  • Führungen durch Nymphenburg vom Landesbund für Vogelschutz München unter LBV-München

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