Buchtipp: Mikis Theodorakis – Ein Leben in Bildern, von Asteris Koutoulas


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Mikis Theodorakis der Komponist, Widerständler und Politiker. Bereits im Jahr 2010 ist ein Bildband von Asteris Koutoulas über Mikis Theodorakis erschienen den ich hier empfehlen möchte. Das Buch ermöglicht tiefe Einblicke in das bewegte Leben der griechischen Symbolfigur. Es ist ein multimediales Buch, sehr umfangreich, mit Musik, Filmmaterial, vielen Fotos und Texten zur Annäherung an den Komponisten.

Am meisten, so erinnert sich Mikis, habe ihn in seiner frühen Kindheit ein weißes Schiff mit dem Namen Alberta beeindruckt, das zweimal in der Woche an seiner Insel vorbeizog. Und dazu das blaue Meer. Das Gefühl einer „unfassbaren Schönheit“ habe dieses Bild in ihm hinterlassen, und noch immer versuche er diese Empfindung in Musik zu verwandeln.

Mikis Theodorakis zählt zweifellos zu den bekanntesten Persönlichkeiten der neueren griechischen Geschichte. Zu seinem 85. Geburtstag erschien ein opulenter Bildband über Leben und Werk des Künstlers. Mikis Theodorakis, der sich selbst als Kreter, Grieche und Europäer zugleich sieht, zeichnet sich nicht nur durch ein vielseitiges musikalisches Œuvre aus, das sowohl Sinfonik als auch Filmmusikklassiker wie Alexis Zorbas und zahlreiche Lieder umfasst, sondern auch durch sein politisches Engagement.

Als Stimme des Widerstands setzte er sich Anfang der 70er Jahre gegen die griechische Militärdiktatur ein und warb für die Wiederherstellung der Demokratie in seiner Heimat. Ungeachtet aller gesellschaftlichen Umstände galt sein Hauptinteresse aber immer der Musik.

Dresden 1984: Mikis Theodorakis und Jannis Ritsos.

Dresden 1984: Mikis Theodorakis und der Schriftsteller Jannis Ritsos.

Doppelseite aus dem Bildband: 500 Konzerte in vier Jahren mit Maria Farantouri und Petros Pandis.

Doppelseite: 500 Konzerte in vier Jahren gab Mikis im Jahr 1972, mit Maria Farantouri und Petros Pandis.

In diesem eindrucksvollen Bildband wird der Lebensweg Theodorakis’ nachgezeichnet. Neben der Dokumentation seiner verschiedenen kompositorischen Schaffensphasen gewähren hunderte Abbildungen, zahlreiche unveröffentlichte Aussagen von Mikis Theodorakis und seinen Wegbegleitern einen Einblick in sein ereignisreiches Leben zwischen Musik und Politik.

Darüber hinaus liegen dem Buch zwei CDs und eine DVD mit einer Aufnahme der chilenischen Erstaufführung des berühmten Oratoriums Canto General bei.

Mikis Theodorakis – Ein Leben in Bildern,
von Asteris Koutoulas:

  • 160 Seiten
  • 300 Abbildungen
  • 1 DVD
  • 2 CDs

Hardcover mit Schutzumschlag,
ISBN 978-3-7957-0713-2 ED 20854


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Der Autor: Asteris Koutoulas, 1960 als Sohn griechischer Emigranten in Rumänien geboren, arbeitet seit seinem Studium der Germanistik und Philosophie an der Universität Leipzig als Musikproduzent, Publizist, Übersetzer und Autor. Als langjähriger Vertrauter und Mitarbeiter von Mikis Theodorakis hat er für ihn nicht nur mehr als zwanzig CDs produziert und weltweit Konzerte organisiert, sondern auch dessen Texte und Schriften übersetzt und herausgegeben.


Mikis Theodorakis und Anthony Quinn am 29. Juli 1995 auf dem Münchner Königsplatz tanzen Sirtaki nach dem Konzert „Zorba-Ballett“.


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2 Kommentare:

  1. kokkinos vrachos

    Kalimera, ich kann auch die Autobiographie von M. Theodorakis „Die Wege des Erzengels“ von Asteris Kutulas. Insel, Frankfurt am Main 1995 sehr empfehlen.

    Beschreibt das Leben von M. Theodorakisein in den ersten 25 Jahren, in die Krieg und Bürgerkrieg fielen 1925-1949).

    Das Buch geht sehr unter die Haut. Es ist heftig, was Theodorakis in seiner Gefangenschaft während der Militärjunta durchgemacht hat, ist aber sehr interessant etwas über seine Jugend, über die Orte in denen er überall gelebt hat zu lesen. Gibt kein Buch was mich mehr bewegt hat.

    vg aus Hamburg, kv

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