Peloponnes: Akrokorinth – Festung und Akropolis von Korinth


korinth akrokorinth festung burg peloponnes griechenland Die Festung Akrokorinth beeindruckt bis heute durch ihre riesigen Dimensionen. Die Burgruine ist mit Abstand die gewaltigste Burg Griechenlands.

Die Festung Akrokorinth beeindruckt bis heute durch ihre riesigen Dimensionen und überragt die Region um Korinth auf dem Peloponnes. Die Ruine ist die gewaltigste Burg Griechenlands.

Die Festungsruine Akrokorinth auf dem Peloponnes ist mit Abstand die gewaltigste Burg Griechenlands. Durch die steilen Felsen, auf deren Kante die Burgmauern errichtet wurden, war sie fast uneinnehmbar. Beeindruckend ist das riesige Innengelände, das nicht nur in Krisenzeiten Menschen und ihren Tieren Schutz bot, sondern auch lange Zeit fester Wohnsitz seiner antiken Bewohner war.

Der Standort für eine befestigte Höhensiedlung war perfekt gewählt. Im Lauf der Geschichte wurde Akrokorinth immer weiter ausgebaut, sie diente der Bevölkerung und ihren Herrschern bis ins 19. Jahrhundert. Gleichzeitig war Akrokorinth auch die Akropolis der Stadt Korinth. Übersetzt aus dem griechischen heißt Akrokorinth „Oberes Korinth“. Eine Akropolis ist der zu einer antiken griechischen Stadt gehörige Burgberg, dieser entwickelte später sich auch zum Kultplatz mit Heiligtümern.

Der mächtige Tafelberg von 575 Metern Höhe wird ebenfalls Akrokorinth genannt, er überragt die fruchtbare Region um Korinth auf dem Peloponnes. Eine Besichtigung der Festung bietet dem Besucher eine spannende Zeitreise durch ihre lange Geschichte, aber auch viele eindrucksvolle Erlebnisse für Natur- Landschafts- und Festungs-Freunde.

Der Fernblick zum Meer ist grandios, bis in den Frühsommer blühen im ganzen Areal üppig die Wildblumen. Es sind nur wenige Besucher im Gelände unterwegs. Die Stille hier oben wird lediglich durch Vogelgezwitscher und dem Summen der Insekten unterbrochen.


WERBUNG



Online-Reiseführer über das antike Korinth

korinth apollontempel dorisch akrokorinth peloponnes griechenland Der Apollon-Tempel von Korinth ist einer der ältesten dorischen Ringhallentempel Griechenlands.

Der Apollon-Tempel von Korinth ist einer der ältesten dorischen Tempel Griechenlands.

Unser detaillierter Online-Reiseführer „Peloponnes – Das antike Korinth möchte euch übersichtlich und mit vielen Fotos alle sehenswerten Plätze der antiken Hafenmetropole Korinth zeigen. Wir beschreiben das gesamte Ausgrabungsareal, einschließlich der herausragenden Funde im archäologischen Museum. Besonders interessant und empfehlenswert sind die antiken Monumente und Areale in der Umgebung, wie z. B. das antike Theater, das Odeion, der Diolkos am Isthmus oder der Hafen am Golf von Korinth.


WERBUNG


Akrokorinth: Geschichtlicher Überblick

lechaion acrocorinth panorama Der Blick von den antiken Hafendocks in Lechaion zeigt die Dominanz des fast 600 Meter hohen Tafelsbergs Akrokorinth auf die Region um Korinth und des Isthmus.

Der Blick von den antiken Hafendocks in Lechaion zeigt die Dominanz des fast 600 Meter hohen Akrokorinth in der Region Korinth bis zum Isthmus.

Der Tafelberg Akrokorinth ist seit der Jungsteinzeit besiedelt. Die neolithischen Siedler wählten das Gelände in sicherer Höhenlage, das zusätzlich über mehrere Quellen verfügte, um hier ihre Wohnhäuser zu errichten. Die exponierte Lage des Berges dominierte die Umgebung – von hier aus konnten der Isthmus und die fruchtbare Ebene hervorragend überwacht werden. Vom Ostgipfel war der Blick auf zwei Meere möglich – das Ionische Meer und die Ägäis.

Die bronzezeitliche Siedlung auf der Akrokorinth wurde zu Beginn des 2. Jahrtausends v. Chr., in der Epoche des Mittelhelladikums (2000 bis 1700/1600 v. Chr.), zerstört. Über Jahrhunderte blieb Akrokorinth verlassen, benachbarte Dörfer, wie z. B. Korakou oder Lechaion, existierten weiter.

Die ersten Funde einer Neubesiedelung stammen aus dem 11. Jhd. v. Chr., der letzten Phase der mykenischen Kultur des Späthelladikums im Übergang zur protogeometrischen Zeit. Diese unruhige Ära zog einen starken Bevölkerungsrückgang nach sich. Dies war vermutlich auch der Grund den sicheren Tafelberg erneut zu besiedeln.

Die protogeometrische Periode stellt die erste Epoche der Eisenzeit dar, diese löste die späte Bronzezeit ab. In dieser Phase war allerdings Korinth und auch die Siedlung Akrokorinth nicht selbstständig, sondern von der mächtigen Stadt Argos abhängig. Argos fungierte damals als Zentrum, oder auch Hauptstadt – das dortige Heraion als Kultzentrum für die Region.

Im 8. Jhd. v. Chr. erlangte die inzwischen florierende Stadt Korinth endlich seine Unabhängigkeit. Um 730 v. Chr. wanderten bereits Siedler aus Korinth aus, um die ersten Kolonien und Handelsstädte zu gründen: Kerkyra (Insel Korfu) und Syrakus auf Sizilien.

Periander, son of Cypselus, Corinthian Die Büste zeigt König Periander, er war seit 628 an der Macht und starb 583 v. Chr. Die Marmorbüste ist eine römische Kopie eines griechischen Originals aus dem 4. Jhd. v. Chr. Die Inschrift: ΠΕΡΙΑΝΔΡΟΣ ΚΥΨΕΛΟΥ ΚΟΡΙΝΘΙΟΣ lautet übersetzt - Periander Kypselos’ (Sohn) Korinther.

Die Büste zeigt König Periander, er herrschte seit 628 und starb 583 v. Chr. Periander galt als Prototyp des Tyrannen – hart, aber weitsichtig. Die Marmorbüste ist eine römische Kopie des griechischen Originals aus dem 4. Jhd. v. Chr. Die Inschrift: ΠΕΡΙΑΝΔΡΟΣ ΚΥΨΕΛΟΥ ΚΟΡΙΝΘΙΟΣ lautet übersetzt – Periander Kypselos’ (Sohn) (aus) Korinth. Foto: Wikipedia

Die ersten Befestigungen von Akrokorinth gehen auf König Kypselos (Herrscher ab 657 v. Chr.) und seinen Sohn Periandros (König ab 628 v. Chr.) zurück. Zu dieser Zeit erreichte Korinth seinen Höhepunkt als Handelsmetropole mit seiner wichtigen Handelskolonie auf der Insel Kerkyra. Die Festung Akrokorinth war gleichzeitig auch die Akropolis von Korinth.

Das älteste Gebäude im Ruinengelände von Akrokorinth befindet sich auf dem westlichen und höchsten Gipfel. Hier stand der Tempel der Aphrodite, aus dem 5. Jhd. v. Chr. Die heute noch sichtbaren Elemente stammen von einer kleinen byzantinischen Kirche, die auf den Fundamenten des Tempels erbaut wurde.

Ab 338 v. Chr. fiel die Festung Akrokorinth an Makedonien unter König Phillip II., dem Vater von Alexander dem Großen. Philipp begründete ein Jahr später den Korinthischen Bund, dem alle griechischen Stadtstaaten, auch Korinth, außer Sparta beitraten. Tagungsort dafür war das Heiligtum des Poseidon in Isthmia, der Nachbarstadt von Korinth.

Erst 243 v. Chr. konnte Aratos von Sikyon Akrokorinth zurückerobern, die Makedonen hatten auf der Burg eine starke Garnison stationiert. Korinth schloss sich daraufhin dem Achaiischen Bund an.

Im Jahr 146 v. Chr. wurde die griechische Stadt Korinth und die Festung auf der Akropolis von den Römern vollkommen zerstört. Eine erneute Besiedlung begann erst hundert Jahre später, ab 44 v. Chr. Die neu erbaute römische Stadt Korinth wurde durch den Einfall der Goten 375 und zahlreichen verheerenden Erdbeben immer wieder erschüttert.

Ab 1147 überfielen normannische Truppen den Peloponnes und eroberten die Burg Akrokorinth. 1210 wurde die Festung nach fünfjähriger Belagerung durch die Kreuzfahrer Otto de la Roche und Gottfried von Villehardouin eingenommen. Sein Sohn Wilhelm II. von Villehardouin und später der Englische König Johann Ohneland bauten die Befestigungen dort weiter aus.

acocorinth, second gate, 1928-ol Das zweite Burgtor der Akrokorinth im Jahr 1928, das Foto entstand während der ersten Ausgrabungskampagne der ASCSA. Foto: corinth.ascsa.net

Das zweite Burgtor der Akrokorinth, das Foto entstand während der ersten Ausgrabungskampagne der ASCSA im Jahr 1928. Foto: corinth.ascsa.net

Der byzantinische Gouverneur Theodor I. Palaiologos übernahm 1395 die Festung, verkaufte sie aber kurz danach an die Ritter des Johanniterordens von Rhodos, die Akrokorinth bis 1404 halten konnten. Danach eroberte Byzanz die strategisch wichtige Festung zurück.

Der osmanische Sultan Mehmed II. konnte 1458, nach heftigen Widerstand der byzantinischen Truppen unter ihrem Kommandanten Matthew Asan, Akrokorinth erobern. Unter Mehmed II. wurden vier Moscheen in der Burg erbaut.

Ab 1687 übernahmen die Venezianer die Festung und bauten Akrokorinth weiter aus, 1711 waren die Arbeiten fertiggestellt. Nur wenige Jahre später kapitulierte die venezianische Besatzung, nach einer Belagerung durch die Osmanen.

Die Osmanen sind ab 1715 ein zweites Mal die Burgherren, erst während des griechischen Unabhängigkeitskrieges wurden sie vertrieben. 1823 übergab die türkische Besatzung die Festung an Griechenland. Akrokorinth verlor danach seine strategische Bedeutung und wurde dem Verfall überlassen.

Die American School of Classical Studies at Athens (ASCSA) begann ab 1926, mit dem Archäologen Carl William Blegen, mit ersten archäologischen Ausgrabungen. Während dieser Kampagne wurden die Fundamente des Tempels der Aphrodite, die hellenistischen Gewölbe der Oberen Peirene-Quelle und die Burggräben untersucht.

Acrocorinth_map_new


WERBUNG



Der Aphroditetempel
korinth akrokorinth aphrodite tempel peloponnes griechenland

Die Ruine des berühmten Aphrodite-Heiligtums auf der Akrokorinth sind eher bescheiden. Wer auf den Fundamenten des Tempels sitzt, kann seiner Phantasie freien Lauf lassen und dazu eine atemberaubende Aussicht genießen

Auf dem Gipfel des Akrokorinth lag das in der ganzen griechischen Welt berühmte Aphrodite-Heiligtum. Die Forschung datiert den Tempel auf das 5. Jhd. v. Chr. Angeblich sollen dort die Tempeldienerinnen der Göttin Aphrodite der sakralen Tempelprostitution nachgegangen sein.

Aphrodite ist keine griechische Göttin, sie kam aus Phönizien (Libanon) und Mesopotamien nach Griechenland – ihr Kult verbreitet sich von Zypern aus. In ihr vereinigen sich Züge der Astarte, einer semitischen Fruchtbarkeits-, Liebes- und Himmelsgöttin mit einer Muttergottheit.

Die Tempelprostitution der weiblichen Hierodulen (Heilige DienerInnen) im Kult der Aphrodite in Korinth ist orientalischen Ursprungs. Die Hierodulen sollen sich den Tempelbesuchern, gegen ein der Aphrodite dargebrachtes Geschenk, hingegeben haben. In der Forschung ist die Existenz einer sakralen Tempelprostitution höchst umstritten.

Xenophon: Doppel-Olympiasieger von 464 v. Chr.
Greek vase runners panathenaic games 530bC-1 Diese griechische Vase zeigt den antiken Stadionlauf bei den Panathenäischen Spielen. Datierung ca. 530 v. Chr.

Diese griechische Vase zeigt den antiken Stadionlauf bei den Panathenäischen Spielen. Datierung ca. 530 v. Chr. Foto: Wikipedia

Eine interessante Figur aus dem Korinth der klassischen Zeit ist Xenophon von Korinth. Xenophon war Doppel-Sieger bei der 79. Olympiade im Jahr 464 v. Chr., in den Disziplinen Stadionlauf und Pentathlon (Fünfkampf). Seine Familie war reich und zählte zu den herrschenden Familien in Korinth, sein Vater war Thessalus.

Xenophon gelobte, falls er bei der Olympiade gewinnen würde, hundert Mädchen für die hochverehrte Göttin Aphrodite und ihrem Tempel auf dem Akrokorinth weihen zu lassen. Nach seinem Doppel-Sieg in Olympia, tat Xenophon dies auch. Seine feierliche Rückkehr in die Heimatstadt Korinth wurde unter Einbeziehung des Aphroditekultes vollzogen.

Durch die kostspielige Weihung der vielen Jungfrauen beeindruckte er die Bürger seiner Heimatstadt. Xenophon untermauerte damit die Bedeutung und den Ruhm seiner Familie. Die 13. Olympischen Ode (griech. Epinikion: Preisgesang auf den Sieger) widmete der griechische Dichter Pindar (522 –  466 v. Chr.) Xenophon von Korinth.


WERBUNG



Forschungen zum Aphrodite-Heiligtum
Akrokorinth overview Überblick über die Festung Akrokorinth: Wir befinden und auf dem Westgipfel bei der Ruine der fränkischen Burg. Unter uns liegt das mächtige dritte Tor, etwas oberhalb die Agios Dimitros-Kapelle. Auf dem Ostgipfel befand sich einst der Aphrodite-Tempel (rot umrandet), aus dem 5. Jdh. v. Christus.

Überblick über die Festung Akrokorinth: Wir befinden uns auf dem Westgipfel beim Turm der fränkischen Burg. Unter uns liegt das mächtige dritte Tor, oberhalb die Agios Dimitros-Kapelle. Auf dem Ostgipfel befand sich der Aphrodite-Tempel (rot umrandet), aus dem 5. Jdh. v. Chr. Foto: Wikipedia

Die bisherigen Forschungsansätze zum Aphrodite-Heiligtum auf dem Akrokorinth waren meist spekulativ und verallgemeinernd. Die angeblichen Tempelprostituierten von Korinth sind inzwischen entmythisiert. Die Begriffe „Hierodule“ oder „Hiera somata“ die uns der griechische Historiker Strabon (65 v. Chr. – 23 n. Chr.) überlieferte, werden heute als „verehrungswürdige, freigelassene Sklaven“ interpretiert.

In Korinth war sicherlich profane Prostitution verbreitet, es handelt sich hier schließlich um eine große Hafenstadt. Dennoch existieren keinerlei Beweise für eine Verbindung der religiösen Zeremonien im Aphrodite-Tempel mit solcherleich „Dienstleistungen“. Der Begriff „Tempelprostitution“ ist irreführend, denn eine solche Institution ist mit der griechischen Kultpraxis nur schwer kompatibel.

Die Möglichkeit, dass man dem Aphrodite-Heiligtum Hierodulen stiften konnte, ist nicht auszuschließen. Der Ertrag ihrer Dienste könnte zum Unterhalt des Heiligtums beigetragen haben. Das ganze wurde aber weder vom Aphrodite-Tempel organisiert, noch fand es dort statt. Inzwischen vermuten Forscher, dass die Hierodulen ihre Dienste in Korinth, im zweiten Stock der Südstoa, angeboten haben könnten.

Nach der Schließung und anschließenden Zerstörung des Aphrodite-Tempels, unter Kaiser Theodosius im 4. Jhd., wurde im 5./6. Jhd. auf der Ruine des Heiligtums eine Kirche erbaut. Von dieser sind heute nur noch Spuren erhalten, da sie später wiederum von einem osmanischen Wachturm überbaut wurde.

Wer heute auf den Tempelfundamenten sitzt, kann seiner Phantasie freien Lauf lassen und dazu eine atemberaubende Aussicht genießen: Auf den saronischen Golf mit seinen Inseln, auf Korinth und die gegenüberliegende Region um Megara, sowie auf den Golf von Korinth mit dem Gerania-Gebirge.


WERBUNG




Rundgang durch die Festung Akrokorinth

acrocorinth first gate peloponnese greece Schon der Aufgang vom Parkplatz zum ersten Burgtor der Akrokorinth und seiner Befestigungsmauern ist eindrucksvoll. Links unter uns liegt türkisblau und verlockend der Golf von Korinth.

Schon der Aufgang vom Parkplatz zum ersten Burgtor der Akrokorinth und seiner Befestigungsmauern ist eindrucksvoll. Links unter uns liegt türkisblau und verlockend der Golf von Korinth.

Der Zugang zur Festung ist an der Westseite, hier liegt auch der große Parkplatz. Von hier gelangen wir über den Burggraben und anschließend durch drei Tore ins Innere der Anlage. Die ältesten erhaltenen Mauern von Akrokorinth gehen auf das 4. Jhd. v. Chr. zurück. Die antiken Mauertrakte sind durch ihre großen Buckelquader aus grauen Kalkstein leicht erkennbar. Die Mauern haben eine Gesamtlänge von fast drei Kilometern.

Die venezianischen und türkischen Befestigungen sind durch die Anschrägung der Wände im unteren Mauerbereich auszumachen. Byzantinische und fränkische Festungsteile hingegen sind kaum auseinander zu halten. Die Reste der Bebauung im Inneren der Burg stammen überwiegend aus venezianischer und türkischer Zeit.

Besonders imposant ist der dritte Befestigungsring mit seinem großen Burgtor das durch mächtige rechteckige Bastionen verstärkt wird. Im rechten Turm ist antikes Mauerwerk aus dem 4. Jhd. v. Chr. ausgezeichnet erkennbar. Der linke Turm und die daran anschließenden Mauern stammen aus byzantinischer Zeit.

Wer sich nach dem dritten Tor nach links wendet, erreicht die Agios Dimitros-Kapelle, in der antike und mittelalterliche Teile verbaut wurden. Wir gehen weiter bergauf und erreichen Reste eines Minaretts und einer Zisterne. Etwas oberhalb befindet sich die Ruine einer türkischen Moschee, leider ist inzwischen die Kuppel eingestürzt. Von der Moschee geht der schmale Pfad steil bergauf zum östlichen Gipfel mit dem Aphrodite-Heiligtum – dem Ziel unserer Wanderung.

Die Festung Akrokorinth besitzt zwei Gipfel:

  • Auf dem Ostgipfel befand sich einst der Aphrodite-Tempel, aus dem 5. Jdh. v. Christus.
  • Auf dem Westgipfel steht die Ruine der fränkischen Burg mit Wehrturm aus dem 13. /14. Jahrhundert.

Wer zum fränkischen Turm hinaufgeht, kann von dort ebenfalls eine fantastische Aussicht auf das Hinterland und das Festungsareal genießen. Von hier führt nach Südosten ein weiterer Pfad, an den gut erhaltenen zinnenbekrönten Mauern entlang, bis zur Peirene-Quelle. Diese wurde bereits im 3. Jhd. v. Chr. als unterirdische Kammer angelegt. Unter den Römern wurde das griechische Quellhaus renoviert.

Neben der Peirene-Brunnen finden sich Reste von Kasernen des 19. Jahhunderts die von der bayrischen Garnison unter Otto von Wittelsbach, König von Griechenland, (von 1832 bis 1862) erbaut wurden.


WERBUNG



Tipps zur Besichtigung der Akrokorinth
  • Frühzeitig zur Festung aufbrechen, leider schließt das weitläufige Burgareal bereits um 15 Uhr.
  • In der Festung Akrokorinth führen unbefestigte, schattenlose Pfade durch das Gelände – eine Kopfbedeckung ist empfehlenswert.
  • Die gepflasterten Wege zwischen den Burgtoren sind abgetreten, glatt und rutschig. Festes, geschlossenes Schuhwerk sollte sein. Badenschlappen oder Sandalen sind ungeeignet.
  • Auf beiden Gipfeln bläst ein straffer, kühler Wind vom Meer herüber. Eine Weste oder ein Pulli sind auch im Sommer empfehlenswert.
  • Genügend Trinkwasser und auch ein Imbiss sollte im Gepäck sein.
Adresse, Öffnungszeiten, Eintritt
  • Adresse: Acrocorinth, 200 07 Ancient Corinth, Prefecture of Korinthia.
  • Öffnungszeiten: 8.30 bis 15 Uhr.
  • Eintritt: 2 Euro, ermäßigt 1 Euro.
  • Website: odysseus.culture.gr

WERBUNG



Print Friendly

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.