Sovana: La Tavernetta – Eine Trattoria mit traditioneller Maremma-Küche im wilden Süden der Toskana

Im familiengeführten La Tavernetta in Sovana, wird mit großer Sorgfalt und Professionalität eine bodenständige Maremma-Küche geboten.

In der Trattoria La Tavernetta in Sovana, wird mit großer Sorgfalt eine bodenständige Maremma-Küche geboten.

Der wilde Süden der Toskana, so wird die Maremma genannt. Während einer Reise hierher sollte man sich die faszinierenden Tuffsteindörfer auf keinen Fall entgehen lassen. Der Ort Sovana ist eines davon und wirkt wie aus dem Bilderbuch. Das Dorf mit seinen Sehenswürdigkeiten, dem romanischen Dom und den berühmten etruskischen Gräbern, kann man gut in einem Tag besichtigen. Den Ausflug nach Sovana schließt ein Abendessen an der Piazza del Pretorio, in der Trattoria-Pizzeria La Tavernetta, ab.

Im familiengeführten Lokal wird mit großer Sorgfalt und Professionalität eine bodenständige Maremma-Küche geboten. Es gibt vor der Trattoria auch Sitzplätze im Freien. Hier kann man den Blick auf die wunderschöne Kulisse der Piazza Pretorio und den umliegenden mittelalterlichen Gebäuden genießen. Der malerische Innenraum der Trattoria ist nicht besonders groß, aber sehr gemütlich und familiär.

Wir hatten das Gefühl, hier in Sovana und im La Tavernatta, das Ziel unserer Toskanareise erreicht zu haben. Angela, die Besitzerin, begrüßt sehr freundlich. Wir wurden zusätzlich bei der Auswahl der Speisen, vom Besitzer und Küchenchef Mauro, fachkundig beraten. Italienischkenntnisse sind dafür natürlich sehr willkommen.

Wir bestellten für zwei Personen:

  • Antipasto della casa
  • Crostini misti
  • Pici all’agliata
  • Creme caramel
  • Vino bianco della casa
  • Mineralwasser
  • Espresso

Die Antipasto della casa wurde mit rohem Schinken, Fenchelsalami, Peccorino und einem pochierten Ei serviert. Die ausgezeichneten Crostini misti wurden mit klassischen Belägen gereicht. Sehr gut sind die Pici mit Knoblauch-Tomatensauce und frisch geriebenem Käse. Pici sind dicke handgerollte Spaghetti aus Hartweizengrieß. Eine Spezialität in der Toskana und Umbrien.

Es werden auch andere Leckereien angeboten, wie Tortelli Maremmani mit Hackfleischsauce, oder Pappardelle mit Ragu di Cinghiale (Wildschwein-Ragout). Einfache, aber hervorragende toskanische Küche. Das La Tavernetta war bei unserem Besuch, an einem Sonntagabend, ausschließlich von Italienern besucht. Eine Auswahl an Fleischgerichten, regionalen Weinen und über ein Dutzend verschiedener Pizzen aus dem Holzofen, runden das Angebot ab.

Das Preis- Leistungsverhältnis geht im La Tavernetta ebenfalls mehr als in Ordnung. Im Vergleich zu anderen Lokalen in der Toskana ist es, aus unserer Sicht, eine wahre Pilgerstätte. Wir haben für zwei Vorspeisen, zweimal Pasta, zwei Creme Caramel, einem halben Liter Weißwein, einer Flasche Wasser und zwei Espressi, etwa 40 Euro bezahlt.

Unser Fazit: Familiärer und freundlicher Service. Traditionelle Maremma-Küche in einem reizvollen und unvergesslichen Rahmen, zu wirklich moderaten Preisen. Die Bestnote für das von Angela und Mauro geführte Trattoria La Tavernetta.

Note *****

Legende:
Spitze *****
sehr gut ****
gut ***
befriedigend **
nicht empfehlenswert *

Adresse: Trattoria di cucina maremmana-Pizzeria La Tavernetta, Via del Pretorio 3, 58010 Sovana, Grosseto, Toskana, Italien

Öffnungszeiten: 12 bis 15 Uhr, 19 bis 22.30 Uhr, Donnerstag Ruhetag, Pizza nur abends, Reseverierung empfohlen.


Sovana: Sehenswürdigkeiten im malerischen Tuffsteindorf

Die jahrtausendealte, mystische Kultur der Etrusker kann in Sovana und der Region ringsum am unmittelbarsten erlebt werden. Die imposanteste Grabanlage Sovanas ist die Tomba Ildebranda, aus dem 3. Jahrhundert v. Chr.: Die Formen eines Tempels, der aus dem Tuffstein geschlagen wurde, lassen sich heute noch gut erkennen. Verputzt und farbig bemalt muss die Anlage einst sehr eindrucksvoll gewesen sein. Die Grabkammern befinden sich unter dem Tempel und sind frei zugänglich.

Etruskische Hohlwege, die sich geheimnisvoll durch den Fels schlängeln, sind sehr eindrucksvoll und auch ein wenig düster. An den Wänden sind teilweise etruskische Schriftzeichen zu finden.

Der romanische Dom St. Peter und Paul, mit dekorativen Steinmetzarbeiten, wurde ab dem neunten Jahrhundert erbaut und könnte nicht besser ins mittelalterliche Bild passen. Kaum moderne Gebäude stören das kleine dörfliche Ensemble von Sovana.


Im ersten Teil unserer Toskana-Reisereportage erzählen wir von der direkten Umgebung um unser Ferienhaus in Manciano. Im Vordergrund wird unser Haus, die angrenzende Weide mit Schafen, Natur und Tierwelt stehen. Ein weiteres eindrucksvolles Erlebnis war unser Besuch der Natur-Therme von Saturnia.

Im zweiten Teil werden wir über die beinahe surreale Schönheit des Tuffsteindorfs Pitigliano schreiben. Wir besuchen Sovana mit seiner berühmten etruskischen Nekropole und den zahlreichen geheimnisvollen Hohlwegen. Ein Ausflug nach Sorano und eine Wanderung zur verlassenen Felsensiedlung von Vitozza schließen den zweiten Teil ab.

Unser Thema im dritten Teil – Die Etrusker, Lehrherren des römischen Reichs: Die Etrusker, brachten die erste Hochkultur Italiens hervor. Rom hätte es ohne die Etrusker nicht gegeben. Dennoch besiegte Rom Etrurien. Am Ende schreibt der Sieger die Geschichte: So ist das Volk der Etrusker nur durch die Brille ihrer Überwinder überliefert – und wurde entsprechend verzerrt.


Infos und Fotos von Sovana bei maremma-tuskany.com (englisch):
maremma-tuscany.com


 

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