Kreta-Frühlings-Tagebuch (1): Sitia und sein stilles Hinterland, ein unbekanntes Paradies


Blick vom Hafen in Sitia auf das Bergmassiv des Prinias. Unser Dorf Kato Drys liegt zwischen den beiden Gipfeln.

Blick vom Hafen in Sitia hinüber zum Bergmassiv des Prinias. Das Bergdorf Kato Drys liegt, etwas unterhalb, zwischen den beiden Gipfeln.

Unser erster Tag in Sitia, im angeblich kargen und steinigen Osten Kretas, hat uns staunen lassen. Unser Standort im Bergdorf Kato Drys, nur wenige Kilometer südlich von Sitia, wird durch ein mächtiges Bergmassiv von etwa 800 Metern vor den starken Ostwinden geschützt. Diese liebliche Region, auch Plativola genannt, wird vom Gipfel des Prinias überragt. Die sonst eher spärlich fließenden Bäche sind momentan sehr gut gefüllt und plätschern fröhlich die Berge hinunter.

Der Winter 2015 brachte für Kreta viel Regen und Schnee, auch die Karwoche war zusätzlich mit Sturm und Dauerregen eher ungewöhnlich kühl. Wir Glücklichen wurden an unserem Ankunftstag, dem giechischen Ostersonntag, von frühlingshaften und sonnig-warmen Wetter empfangen.

Eine erste Wanderung durch die Bergflanke oberhalb unseres Hauses in Kato Drys führt uns in eine Natur die in einem wahren Farbenrausch explodiert. Nur wenige Menschen begegnen uns hier, die kretischen Bauern grüßen wie immer freundlich aus ihren alten Pickups.


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Die gepflegten Terrassen sind dicht mit Olivenbäumen bepflanzt. Darunter erstrecken sich gelbe Blumenteppiche. Verschiedene Ginsterarten sind ebenfalls in voller Blüte und verströmen ihren betörenden Duft. Eine Hand voll wilden Salbei pflücken wir hier oben für unser Abendessen. Die Luft sirrt vor eifrigen Insekten. Raubvögel steigen in das Blau des Himmels auf. Der Panoramablick hier oben reicht zum Meer und nach Sitia hinunter.

Apropos Abendessen. Die Ostertage sind bekanntlich die höchsten Feiertage in Griechenland, klar – die Läden und auch viele Tavernen sind zu. Einige Bäckereien haben zum Glück geöffnet und machen gute Geschäfte. Also schnell hinein und gleich noch ein Glas Marmelade fürs Frühstück dazu.

Im hübschen Nachbardorf Piskokefalo entdecken wir an der Platia ein freundliches Kafenion, die freundliche Beistzerin hilft uns mit Rotwein und Feta aus – die wir auf keinen Fall bezahlen dürfen! Und schon können wir uns mit den Vorräten aus dem Ferienhaus eine Mahlzeit zaubern.


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Denn wir haben eine Packung Spaghetti, Olivenöl und Oregano entdeckt. So bereiten wir uns aus der Pasta, Olivenöl, frischen Salbei vom „Hausberg“ und milden Feta ein wunderbares Abendessen. Auch die Katzen beim Ferienhaus sind davon angetan. Die legendäre Gastfreundschaft der Kreter hat sich bereits an unserem ersten Urlaubstag wieder bestätigt.

Erfahrungen mit einer UMTS-Sim-Karte von Cosmote in Sitia

Wir haben uns eine UMTS-Sim-Karte von Cosmote in Sitia besorgt, da unser Ferienhaus keinen WLAN-Anschluß besitzt. Nach ein bisschen herumprobieren im Ferienhaus, für den besten Standort, können wir sagen, das Netz funktioniert mit 3G gut. Der Bilder-Upload funktioniert zufriedenstellend, ist aber nicht mit WLAN vergleichbar.

Morgens und abends ist meist die beste und stabilste Verbindung, manchmal kommt längere Zeit nur eine 2G-Verbindung zustande, dann ist Zwangspause für den Reiseblog. Wir sind im Germanos-Shop (Odos El. Venizelou 32, Sitia) fachkundig beraten worden. Ihr solltet euren Laptop und Stick mitbringen, dann wird gleich vor Ort alles eingerichtet und geprüft (Der Login-Bereich von Cosmote ist ausschließlich griechisch).


Weitere Berichte unserer Reise nach Ostkreta

Kreta-Frühlingstagebuch (8): Das Felsenkloster Moni Kapsa und seine einsamen Strände im Südosten
Kreta-Frühlingstagebuch (7): Landurlaub im Bergdorf Kato Drys bei Sitia in Ostkreta
Kreta-Frühlingstagebuch (6): Kato Zakros – Ein minoischer Palast am verträumten Strand
Kreta-Frühlingstagebuch (5): Xerokampos – Wilde Berge und kilometerlange Strände
Kreta-Frühlingstagebuch (4): Itanos – Palmen, Sandstrand und Ruinen
Kreta-Frühlingstagebuch (3): Ausflug in das Herz Ostkretas
Kreta-Frühlings-Tagebuch (2): Die perfekte Idylle – Roussolakos und der Chiona-Strand


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3 Kommentare:

  1. kokkinos vrachos

    jassou Monika, das Haus und die Umgebung sind ein Traum. Das sieht nach Frieden aus.

    schöne Grüße aus Hamburg nach Kato Drys, kv

  2. mattijat heiderose

    die bilder sind super ,ich glaube in der gegend war ich schon .leider kann ich nicht mehr persönlich dorthin kommen,da mein mann pflegefall ist und wir nicht mehr in urlaub können.ich bin sehr traurig, da ich heimweh nach kreta habe und wenn wir früher dahin geflogen sind war es für mich als wenn ich nach hause komme

    • Hallo Heiderose. Wie schade, dass eine Reise hierher nicht mehr möglich ist. Wir werden weiter fleißig während unseres Aufenthalts im Osten Kretas berichten, das ist vielleicht ein kleiner Trost…der vierte Teil ist auch fast ferig. Seit heute sind sommerliche Temperaturen, daher wird auch ein Bad im Meer nun möglich sein. Viele Grüße, Monika

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