Bronzezeit auf Kreta: Die Paläste der Minoer waren Basis ihrer Städte


Bronzezeit auf Kreta: Die Paläste der Minoer waren Basis ihrer Städte reise-zikaden.de, griechenland, kreta, phaistos, minoer, palast, messara, panorama Der minoische Palast von Phaistos liegt auf einem Bergrücken über der Messara-Ebene im Süden von Zentralkreta. Hier wurde der berühmte "Diskos von Phaistos" (16./17. Jhd. v. Chr.) gefunden, einer Tonscheibe mit einem unentzifferten Text in Hieroglyphen-Schrift. Foto: Reise-Zikaden, M. Hoffmann

Der minoische Palast von Phaistos liegt auf einem Bergrücken über der Messara-Ebene im Süden von Zentralkreta. Hier wurde der berühmte „Diskos von Phaistos“ (16./17. Jhd. v. Chr.) gefunden, einer Tonscheibe mit einem unentzifferten Text in Hieroglyphen-Schrift. Foto: Reise-Zikaden, M. Hoffmann

Die grandiosen Paläste der Minoer im bronzezeitlichen Kreta waren einzigartig in Architektur und Zweck. Sie verbanden politische, religiöse, wirtschaftliche und administrative Aufgaben in einem Gebäude. Woher und wann kamen die Ideen zum Bau derartiger Paläste nach Kreta?

Im 3. Jahrtausend v. Chr. stand Kreta im engen Kontakt zu Ägypten, Mesopotamien und Vorderasien. In den meisten Kulturen dieser Epoche waren Paläste und Tempel getrennte Einheiten für Wirtschaft, Verwaltung, Herrschersitz und Kultbetrieb. Die Tempelwirtschaft im sumerischen Mesopotamien war als Theokratie mit staatskapitalistischer Wirtschaft in einem multifunktionalen Zentralgebäude organisiert.

Knossos_Fresko_Dreigliedriger_Schrein_03 Das minoische Fresko stammt aus Knossos und stammt aus einer dreigliedrigen Kapelle mit Kulthörnern. Datierung: 1.600 - 1.450 v. Chr. Ausstellungsort: Archäologischen Museum Iraklion. Foto: Wikipedia, Olaf Tausch

Das „Tribünenfresko“ wurde im Westflügel von Knossos in einer Kapelle mit Kulthörnern am Zentralhof gefunden. Datierung: 1.600 – 1.450 v. Chr. Ausstellungsort: Archäologisches Museum Heraklion. Foto: Wikipedia, Olaf Tausch

Diese Hochkulturen im Orient und Afrika könnten für die Minoer in der Bronzezeit eine Vorbildfunktion zu Strukturen mit Zentralverwaltung gewesen sein. Zweifellos waren auf Kreta die Entwicklungen in Ägypten, Mesopotamien oder Vorderasien bekannt.

Minoische Paläste waren trotz aller Inspirationen aus dem Ausland, das Resultat einer Entwicklungsdynamik die innerhalb der Insel Kreta stattfand. Der Palastkomplex war Kennzeichen eines Umbruchs. Alle Paläste auf Kreta entstanden in bereits florierenden Siedlungen, die sich anschließend zu Städten weiterentwickelten.

Das Ausmaß derartiger Palastbauten war sicherlich für die gesamte Gesellschaft im bronzezeitlichen Kreta revolutionär. Alle Paläste der Minoer wurden sorgfältig geplant und stellten beträchtliche Investitionen in Form von großen Mengen an Materialien und vielen Arbeitskräften dar. Die Dominanz der Paläste belegt auf der Insel die Existenz mächtiger Eliten.

Palaststädte waren die charakteristische soziale und politische Einheit der Minoer. In Kreta war regionales Bewusstsein und Eigenständigkeit typisch, die mit Palästen nicht endete. Es entstand auch kein Kontrollsystem. Von Beginn an war Knossos die größte und kunstvollste aller Palaststädte. Heute sind die Ausgrabungen von Knossos eine der bekanntesten archäologischen Stätten der Welt.


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Ursprung minoischer Paläste liegt im 3. Jahrtausend v. Chr.

Bronzezeit auf Kreta: Die Paläste der Minoer waren Basis ihrer Städte knossos, model, wikipedia, corvax Der Modellbau der Palaststruktur von Knossos zeigt wie hochentwickelt Architektur und Staatswesen im minoischen Kreta gewesen ist. Das Modell aus Eichenholz befindet sich im Archäologischen Museum von Heraklion. Foto: Wikipedia, Corvax

Der Modellbau der Palastanlage von Knossos zeigt wie hochentwickelt Architektur und Staatswesen im minoischen Kreta war. Ausstellungsort: Arch. Museum, Heraklion. Foto: Wikipedia, Corvax

Bis zur Entstehung der ersten Hochkultur Europas in Kreta war ein langer Weg. Die Vorpalastzeit (FM – MM, 3.100 – 2.000/1.900 v. Chr.) dauerte über tausend Jahre. Neuerungen beendeten das Neolithikum. Mit der Altpalastzeit (2.000 – 1.700 v. Chr.) setzte ein neues technologisches Zeitalter ein: Die Bronzezeit. Die Metallbearbeitung setzte Fortschritte in Gang, die alle Lebensbereiche erfasste.

Voraussetzung für die Entstehung der Palastgesellschaft auf Kreta war die Bildung einer Elite. Diese ist mit Grabbeigaben (Dolche, Schmuck, Steingefäße) belegt. Fundorte (Mochlos, Platanos, Odigitria, Koumasa, Kalathiana, Archanes) zeigen Spezialisierungen im Kunsthandwerk und überseeischen Handel. Die Paläste banden mit ihrer zentralen Funktion das gesamte Umland an sich.

Bronzezeit auf Kreta: Die Paläste der Minoer waren Basis ihrer Städte Pini-plombe, Jaspis Siegel, kretischen Hieroglyphen, 1800 v. Chr Der Siegelstein aus grünem Jaspis wurde mit kretischen Hieroglyphen beschriftet und datiert auf um 1.900/1.800 v. Chr. Das vierseitige Prismasiegel wird Pini-Plombe genannt. Foto: Wikipedia, Ingo Pini

Der Siegelstein aus grünem Jaspis wurde mit kretischen Hieroglyphen beschriftet und datiert auf 1.900 – 1.800 v. Chr. Das vierseitige Prismasiegel wird Pini-Plombe genannt. Foto: Wikipedia, Ingo Pini

Kreta war in der Mittelminoischen Epoche (MM I A, 2.000 – 1.900 v. Chr.) hierarchisch gegliedert. Von großer Bedeutung war der Gebrauch von Siegelsteinen, die für eine erste bürokratische Administration sprechen. Siegelabdrücke belegen eine organisierte Warenwirtschaft, außerhalb des familiären Rahmens.

Die Entwicklungen auf Kreta waren gegen Ende der Mittelminoischen Periode in Organisation und Architektur soweit fortgeschritten, dass sich der Schritt zur Palastgesellschaft vollziehen konnte. Ihren Gipfel erreichten die Machthaber um 2.000 v. Chr. (MM I A) mit dem Bau der ersten Paläste. Diese Gebäude waren administrative, ökumenische und religiöse Zentren und die Basis minoischer Städte.

In Zentralkreta wurden fast gleichzeitig erste Paläste in Knossos, Malia und Phaistos erbaut. Ein minoischer Palast vereinte politisch-administrative Funktionen: Politik, Militär, Archiv, Administration, Ökonomie (Handwerk und Vorratshaltung), religiöser Kult, Wohnräume des Herrschers. Der Palast von Knossos war vier bis fünf Stockwerke hoch und bot pro Ebene etwa 13.000 qm Fläche.


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Paläste der Minoer ähnelten Tempelbauten in Mesopotamien

Bronzezeit auf Kreta: Die Paläste der Minoer waren Basis ihrer Städte Alter_Orient_2500BC_wikipedia_Enyavar Die Karte zeigt den Alten Orient im Zeitraum um 2.500 v. Chr. Machtzentren im Norden waren Ebla und Mari. Im Süden die Gebiete von Sumer und Elam. Im Westen das Alte Reich in Ägypten. Im Nordwesten die Minoer auf Kreta und die Kykladenkulturen der Ägäis. Foto: Wikipedia, Enyavar

Die Karte zeigt den Alten Orient im Zeitraum um 2.500 v. Chr. Machtzentren im Norden waren Ebla und Mari. Im Süden die Gebiete von Sumer und Elam. Im Westen das Alte Reich in Ägypten. Im Nordwesten die Minoer auf Kreta und die Kykladenkulturen der Ägäis. Foto: Wikipedia, Enyavar

Leider ist bislang ungeklärt welche politische Regierungsform im minoischen Kreta angewandt wurde. Es ist unbekannt, ob es von einem König, einem Oberpriester, einer Oberpriesterin oder einem Priesterkollegium geleitet wurde. Nur eines ist sicher: Kreta wurde von Palästen regiert.

Eine Verbindung von administrativ-ökonomischen und sakralen Bereichen in einem Gebäudekomplex war jedoch nicht neu. Im altorientalischen Reich der Sumer in Mesopotamien gab es im 3. Jtsd. v. Chr. eine ausgereifte Tempelwirtschaft. Das Reich war in mehrere Stadtstaaten verteilt an deren Spitze ein Gouverneur stand. Dieser bekleidete zugleich das Amt eines Oberpriesters in seiner Stadt.

Die Tempelanlagen der Sumer beinhalteten Kult- und Wohnräume, Werkstätten und Lagerbereiche in denen Priester und Handwerker arbeiteten und auch wohnten. Das gesamte Gebäude diente als Umverteilungszentrum für die Wirtschaft des Stadtstaates, sowie für das gesamte soziale Leben.

Eine Ähnlichkeit der Tempelanlagen aus Mesopotamien mit den Palaststrukturen der Minoer auf Kreta ist offenkundig. Ein gutes Beispiel ist die Handelsstadt Mari mit Königspalast Zimri-Lim am Oberen Euphrat, im heutigen Syrien. Daher ist anzunehmen, dass die Funktionen der Paläste von Knossos, Phaistos, Malia und Zakros diesen altorientalischen Strukturen sehr ähnlich gewesen sind.

Bronzezeit auf Kreta: Die Paläste der Minoer waren Basis ihrer Städte mari_royal palace_Zimri-Lim Grundriss des Königspalastes Zimri-Lim von Mari am oberen Euphrat im heutigen Syrien. Interessant ist die Baustruktur mit dem Zentralhof. Die Anlage könnte die Minoer auf Kreta inspiriert haben. Foto: Brown University, Rhode Island

Grundriss des Königspalastes Zimri-Lim in der mesopotamischen Stadt Mari am oberen Euphrat im heutigen Syrien. Interessant ist die Baustruktur mit Zentralhof die verblüffend an Knossos erinnert. Mari könnte die Minoer auf Kreta inspiriert haben. Foto: Brown University, Rhode Island

Dass im minoischen Kreta über die Stadtstaaten Monarchen geherrscht haben, lässt sich mit dem archäologischen Material schwierig in Einklang bringen. Weder in den Ruinen der Paläste noch im Kunstschaffen der Minoer finden sich Hinweise auf die Existenz von monarchischen Königsdynastien.

Bessere Übereinstimmungen liefern die Befunde mit der Annahme einer Theokratie, also einer priesterlichen Herrschaft. Diese wurde nicht nur von einer Person ausgeübt, sondern von einem Gremium, das sich offenbar aus Priesterinnen zusammen setzte. Fresken legen diese These nahe.

Funde aus Tempeln und Heiligtümern lassen gemeinsame religiöse Vorstellungen auf ganz Kreta vermuten. Jedoch ist eine endgültige Aussage, ohne die Entzifferung von Texten kaum möglich. Dennoch war offensichtlich Religion die wichtigste verbindende Kraft in der minoischen Gesellschaft.

Multifunktionelle Palaststrukturen gab es lange vor den Palästen der Minoer: z. B. in Mari (Tell Hariri, Nordsyrien, Oberer Euphrat), Beycesultan (Südwest-Anatolien) und Alalakh (Südost-Türkei, bei Antakya).

Bronzezeit auf Kreta: Die Paläste der Minoer waren Basis ihrer Städte mari_site_hill_palace Der mesopotamische Stadtstadt Mari liegt in Syrien am Westufer des Euphrat und wir heute Tell Hariri genannt. Mari war ein bedeutendes Kulturzentrum im 3. Jtsd. v. Chr. mit einer großen Palastanlage. Fotos: Wikipedia, Zukaa

Der mesopotamische Stadtstaat Mari lag am Westufer des Euphrat. Das Areal liegt im heutigen Syrien und wird Tell Hariri genannt. Mari war seit dem 3. Jtsd. v. Chr. bis zum 18. Jhd. v. Chr. ein bedeutendes Kulturzentrum. Die Palastanlage von 120 x 140 Meter (Schutzdach) und 300 Räumen verfügte über Höfe, Magazine, Werkstätten und Verwaltung. Seine Lage an den Handelsrouten des Euphrat machte es zu einem Vermittler zwischen Mesopotamien und der Levante im Westen. Fotos: Wikipedia, Zukaa


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Agia Fotia bei Sitia: Prototyp eines minoischen Palastes

Bronzezeit auf Kreta: Die Paläste der Minoer waren Basis ihrer Städte reise-zikaden.de, Monika Hoffmann, griechenland, greece, kreta, lasithi, ostkreta, crete, sitia, agia fotia, gagia photia, minoan settelement Agia Fotia: Auf dem Koufota-Hügel, einem Felsplateau über dem Meer, liegt eine palastähnliche Siedlung aus Mittelminoischer Zeit (2.100 – 2.000 v. Chr.) die zusätzlich mit einer Wehrmauer umgeben war. Einst lebte hier offenbar ein Familienclan in einer befestigten Siedlungsgemeinschaft.

Auf dem Koufota-Hügel östlich von Sitia liegt, oberhalb der Nordküste von Kreta, die palastähnliche Siedlung von Agia Fotia aus Mittelminoischer Zeit. Der Komplex wurde um 2.000 v. Chr. erbaut und zusätzlich mit einer Wehrmauer umgeben. Einst lebte hier offenbar eine Familiengruppe in einer befestigten Siedlungsgemeinschaft. Foto: Reise-Zikaden, M. Hoffmann

Als Vorläufer minoischer Paläste, gilt der Gebäudekomplex in Agia Fotia (Αγία Φωτιά) bei Sitia in der Region Lasithi. Die rechteckige Anlage mit Zentralhof und Zugang im Westen stammt aus der Mittelminoischer Zeit (MM I A). Die Anlage war mit Mauern und Bastionen befestigt. Fast vierzig Wohnräume und Werkstätten gruppierten sich um den Hof. Magazine mit Pithoi wurden nicht gefunden.

Der Komplex von Agia Fotia, sowie der verbreitete Gebrauch von Siegeln zur Administration auf Kreta, setzte die die Existenz einer zentralisierten Wirtschaft voraus. Durch Sammlung und Verarbeitung von verschiedenen Produkten war das Ziel eine Überschussproduktion, die über die Subsistenzwirtschaft hinausging. Gefunden wurden im Areal Stein- und Bronzewerkzeuge, Keramik, Obsidian und Bimsstein.

Agia Fotia zeigt, dass die vorpalastzeitliche Gesellschaft in Kreta am Ende von MM I A (2.000 – 1.900 v. Chr.) bereits erweiterte Kenntnisse in Architektur und Organisation besaß, um den Schritt zu Palaststädten vollziehen zu können. Daraus entwickelte sich in den nachfolgenden Jahrhunderten die mächtigen Hauptstädte der minoischen Kultur: Knossos, Phaistos und Malia.


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Die Architektur eines minoischen Palastes

Bronzezeit auf Kreta: Die Paläste der Minoer waren Basis ihrer Städte reise-zikaden.de, griechenland, kreta, knossos, palast, heraklion, stierhörner, südseite Palast von Knossos: Blick auf den Südpropyläen. In der Halle mit vier Säulen und drei Flügeltüren sah der Archäologe Arthur Evans eine gewaltige Toranlage. Seine Teilrekonstruktion zeigt eine Kopie des Prozessionsfreskos der Rythonträger. Rechts daneben ein Kulthorn. Foto: Reise-Zikaden, J. Hoffmann

Palast von Knossos: Blick auf den Südpropyläen. In der Halle mit vier Säulen und drei Flügeltüren sah der Archäologe Arthur Evans eine gewaltige Toranlage. Seine Teilrekonstruktion zeigt eine Kopie des Prozessionsfreskos der Rythonträger. Rechts daneben ein Kulthorn. Foto: Reise-Zikaden, J. Hoffmann

Typische Merkmale der Architektur eines minoischen Palastes war ein Zentralhof der sich meist in Nord-Süd-Richtung orientierte. Um den Hof lagen einzelne Flügel des Komplexes, die unregelmäßig zu den Randbereichen vorstießen. Daher wirkte die Außenfront nur teilweise geschlossen und monumental.

Wieviel technisches und architektonisches Wissen in den Palästen der Minoer steckte, war an der Außenfassade für einen damaligen Besucher sicherlich nur zu vermuten. Ausgeführt wurden die Anlagen mit erdbebensicheren Quadermauerwerk. Luft- und Lichtschächte mit Treppenhäusern innerhalb der Paläste waren eine weitere Innovation in der minoischen Architektur.

reise-zikaden.de, griechenland, kreta, knossos, minoer, nordeingang Der Haupteingang von Knossos lag offenbar im Norden. Durch ein Doppeltor kam der Besucher in eine Halle mit Säulen und danach über eine gepflasterte Rampe zum Zentralhof. Foto: Reise-Zikaden, M. Hoffmann

Der Haupteingang von Knossos lag offenbar im Norden. Durch ein Doppeltor kam der Besucher in eine Halle mit Säulen und danach über eine gepflasterte Rampe zum Zentralhof. Foto: Reise-Zikaden, M. Hoffmann

Die Palastdächer waren flach, ihre Ränder mit Kulthörnern verziert. Dieses Aussehen überliefern minoische Fresken. Im Palast von Knossos war der Ostflügel vier oder fünf Stockwerke hoch.

Ein großes Treppenhaus mit Lichthof verband die einzelnen Etagen. Die beiden tiefsten Stockwerke lagen unterhalb des Niveaus des Zentralhofes und glichen das Gefälle aus.

Auf Kreta wurden bislang acht große Palaststädte und vierzehn Städte mit kleineren Palastanlagen entdeckt. Von den Städten mit großem Palast liegen sechs an der Küste, nur zwei im Bergland.

Insgesamt liegen fast alle Palaststädte in Zentralkreta und in der Region Lasisthi im Osten. Nur eine wurde bislang in Westkreta gefunden, die Stadt Kydonia – das heutige Chania.

Bei den kleineren Palaststädten waren nicht immer alle architektonischen Elemente vorhanden. Ihr Anspruch ergab sich aus ihrer Funktion und zentralen Lage.

Dazu zählte auch die Kontrolle des Warenverkehrs mit Verwaltungsystemen, auch dort mit Siegelsteinen und Schriftsystemen. Offenbar standen die kleineren Paläste unter der Herrschaft der größeren Palaststädte.


Polythyra: Mulifunktionale Klimaanlagen in Palästen und Villen

Bronzezeit auf Kreta: Die Paläste der Minoer waren Basis ihrer Städte reise-zikaden.de, griechenland, kreta, phaistos, minoer, palast, Ein hervorragendes Beispiel für ein Polythyron (Vieltürer) ist das "Megaron des Königs" im Palast von Phaistos. Diese Tür-Pfeiler-Wand teilte die Halle in zwei Hälften. Der Boden wurde mit Alabasterplatten mit Fugen aus rotem Stuck ausgelegt. Die Wände waren mit Fresken verziert. Foto: Reise-Zikaden, M. Hoffmann

Dieses Polythyron (Vieltürer) lag im „Megaron des Königs“ im Nordflügel des Palastes von Phaistos. Die Konstruktion teilte die Halle in zwei Hälften. Der Boden wurde mit Alabasterplatten, sowie roten Stuckfugen ausgelegt. Die Wände waren mit Fresken verziert. Foto: Reise-Zikaden, M. Hoffmann

Ein Polythyron (Vieltürer) war eine deckenhohe, doppelflügelige Türe. Polythyra verbanden mehrere Räume miteinander, oder trennten sie wieder. Diese Flügeltüren waren zwischen Holzpfeilern so ausgeführt, dass ein oder mehrere Räume damit miteinander verbunden werden konnten.

Der Vorteil lag darin, dass bei geöffneten Türen die Luft zirkulierte und für ein angenehmes Klima in den heißen Sommermonaten sorgte. Im Winter wurden die Türen geschlossen, um die Wärme der Kohlebecken in den Zimmern halten zu können. Eine wichtige Funktion der Polythyra war die Möglichkeit einzelne Räume zu einer großen Halle erweitern zu können.

Gebäudeteile mit Polythyra werden als Räume oder Hallen mit öffentlichen oder halböffentlichen Veranstaltungen oder Empfängen gedeutet. Die ältesten Polythyra stammen aus dem Palast von Monastiraki im Amarital und aus Akrotiri auf der Insel Santorin. In Knossos wurden ebenfalls Polythyra gefunden. In der „Halle der Doppeläxte“ wurden derartige Flügeltür-Konstruktionen nachgebaut.


Architekturgeschichtlich einzigartig: Die minoische Säule

Bronzezeit auf Kreta: Die Paläste der Minoer waren Basis ihrer Städte reise-zikaden.de, griechenland, kreta, knossos, minoer, minoische säule, kretische säule, column Ein weiträumiger L-förmiger Portikus mit rekonstruierten minoischen Säulen liegt vor der "Halle der Doppeläxte" im Ostflügel von Knossos. Foto: Reise-Zikaden, J. Hoffmann

Ein weiträumiger L-förmiger Portikus mit rekonstruierten minoischen Säulen liegt vor der „Halle der Doppeläxte“ im Ostflügel von Knossos. Foto: Reise-Zikaden, J. Hoffmann

Weiteres Merkmal der kretischen Palastarchitektur war der Einsatz der minoischen Säule, die in der Fachwelt auch „kretische Säule“ genannt wird. Minoische Säulen dienten zur Abstützung, aber auch als Zierelemente der Räume. In der Architekturgeschichte einzigartig ist, dass sich minoische Säulen nach unten verjüngen.

Ihr Durchmesser ist an den Basen kleiner als am Kapitell. Sie werden von einem wulstförmigen Kapitell und einer Abakus-Platte abgeschlossen. Säulen und Kapitelle in minoischen Palästen und Villen wurden aus Holz angefertigt. Es haben sich nur ihre flachen Steinbasen erhalten.

Der geknickte Treppenlauf von Treppenhäusern mit Lichtschächten wurde durch minoische Säulen gestützt, die auf gestuften Brüstungen standen. Minoische Treppenhäuser zählen zu den grandiosesten Leistungen bronzezeitlicher Architektur. Im Ostflügel des Palastes von Knossos, nahe des Zentralhofes, kann ein solches Treppenhaus bestaunt werden.


Lustralbassin: Der Kultraum wird als Adyton gedeutet

Bronzezeit auf Kreta: Die Paläste der Minoer waren Basis ihrer Städte Knossos_lustral basin_olaf tausch Das Lustralbassin von Knossos wurde vom Archäologen Arthur Evans rekonstruiert. Foto: Wikipedia, Olaf Tausch

Das Lustralbassin im Nordflügel von Knossos wurde vom Archäologen Arthur Evans komplett rekonstruiert. Drei minoische Säulen stützen die abgestufte Balustrade. Eine Treppe führt zwei Meter nach unten. Wände und Boden waren mit Gipsplatten verkleidet. Foto: Wikipedia, Olaf Tausch

Wichtiges Element in den Palästen und Villen der Minoer war das sogenannte „Lustralbassin“, das sicherlich kultische Funktionen hatte. Derartige Konstruktionen fanden sich nur auf den Inseln Kreta und Santorin. Zu diesen eingetieften rechteckigen Räumen führten abknickende Treppen hinab.

Durch eine Balustrade mit Säulen wurden die Kulträume von angrenzenden Räumlichkeiten getrennt. Die Wände eines „Lustralbassins“ wurden mit Gipsplatten verkleidet und bemalten Stuckschichten verziert. Gegen ihre Nutzung als sakrales Bad spricht das völlige Fehlen von Wasserabflüssen.

Offenbar imitierten die Anlagen Kulthöhlen und dienten als bronzezeitliches Adyton, zur Aufnahme von Gaben an die Götter der Unterwelt. In diesen minoischen Adyta fanden sich verschiedene Kultgegenstände und Gefäße. Fundorte waren z. B. Malia, Phaistos, Zakros, Knossos und Akrotiri auf Santorin.


Raffinierte minoische Wassertechnik in den Palästen

Bronzezeit auf Kreta: Die Paläste der Minoer waren Basis ihrer Städte reise-zikaden.de, griechenland, kreta, knossos, minoer, wasserabfluss, drainage, ostflügel Der Palast von Knossos verfügte über ein gut organisiertes Wassersystem, um sauberes Wasser zu verteilen und Abwasser abzuführten. Regenwasserkanäle schützten vor Überflutungen. Die abgebildeten Kanäle haben wir im Drainagesystem des Ostflügels von Knossos entdeckt. Foto: Reise-Zikaden, M. Hoffmann

Der Palast von Knossos verfügte über ein ausgereiftes Wassersystem, um Frischwasser zu verteilen und abzuführen. Wasserkanäle schützten vor Überflutungen durch Starkregen. Die abgebildeten Drainagesysteme haben wir im Ostflügel von Knossos entdeckt. Foto: Reise-Zikaden, M. Hoffmann

Die Wasserverteilungssysteme in minoischen Palästen und Siedlungen sind bemerkenswert. Im Neolithikum war dieses Wissen noch teilweise unbekannt. Die Minoer erbauten Aquädukte, Zisternen, Brunnen, Sammel- und Verteilungsanlagen (Druckrohrsysteme), Filtersysteme und Springbrunnen. Die fortschrittlichen minoischen Wassermanagement- und Sanitärtechniken beeindrucken bis heute.

Die hydraulischen und architektonischen Funktionen der Wassersysteme waren eines der herausragenden Merkmale der minoischen Zivilisation. Die Systeme waren so fortschrittlich, dass sie mit moderner Wassertechnik verglichen werden können, die sich erst ab Mitte des 19. Jhds. etablierte.

Beispielsweise wurde bei der Kalksteinquelle „Mavrocolymbos“, etwa vierhundert Meter südwestlich von Knossos, ein offenes Aquädukt aus minoischer Zeit gefunden. Die Quelle liegt auf etwa 150 Meter Höhe und transportierte Frischwasser zum Palast in Knossos, der auf einer Höhe von 85 Meter liegt. Tonleitungen und Filter wurden mit Aquädukten an Gebäuden oder mit Zisternen verbunden.


Die Flügelbauten der minoischen Paläste und ihre Funktionen

Bronzezeit auf Kreta: Die Paläste der Minoer waren Basis ihrer Städte Arthur J. Evans - The Palace of Minos: a comparative account of Knossos Knossos ist der minoische Palast auf Kreta. Der britische Archäologe Sir Arthur John Evans (1851 - 1941) begann im Jahr 1900 mit den Ausgrabungen auf dem Kephalahügel im Norden von Heraklion. Der Plan von Knossos stammt aus der Grabungspublikation von Evans von 1921 mit dem Titel "The Palace of Minos: a comparative account of the successive stages of the early Cretan civilization as illustred by the discoveries at Knossos (Band 1): The Neolithic and Early and Middle Minoan Ages". Quelle: Uni Heidelberg, Digitale Bibliothek: digi.ub.uni-heidelberg.de

Knossos war der größte minoische Palast auf Kreta. Der britische Archäologe Sir Arthur John Evans (1851 – 1941) begann im Jahr 1900 mit den Ausgrabungen auf dem Kephalahügel im Süden von Heraklion. Der Plan von Knossos stammt aus der Grabungspublikation von Evans von 1921 mit dem Titel „The Palace of Minos: a comparative account of the successive stages of the early Cretan civilization as illustred by the discoveries at Knossos (Band 1): The Neolithic and Early and Middle Minoan Ages“. Quelle: Uni Heidelberg, Digitale Bibliothek: digi.ub.uni-heidelberg.de

Die Räume in minoischen Palästen waren nicht entlang einer erkennbaren Achse gegliedert, noch folgten sie symmetrischen Prinzipien. Auf Monumentalität wurde im Palast völlig verzichtet. Diese Palastbauten unterschieden sich fundamental von heutigen Vorstellungen eines Herrschersitzes. Denn in den Anlagen waren sowohl Werkstätten, Magazine, wie auch Heiligtümer integriert.

Westflügel und Zentralhof: Religiöses Zentrum und Magazine
Bronzezeit auf Kreta: Die Paläste der Minoer waren Basis ihrer Städte Knossos_Zentralhof_tausch Den Zentralhof im Palast von Knossos ist auf das Gipfelheiligtum auf dem Berg Jouchtas ausgerichtet. Foto: Wikipedia, Olaf Tausch

Der große gepflasterte Zentralhof im Palast von Knossos wurde in Nord-Süd-Richtung angelegt. Von dort fiel der Blick auf das Gipfelheiligtum auf dem Berg Jouchtas im Süden. Die Ausmaße des Hofes mit rund 53 x 27 Meter sind bis heute beeindruckend. Foto: Wikipedia, Olaf Tausch

Im Westen eines minoischen Palastes lagen Heiligtümer und Magazine. In großen Pithoi (Tongefäßen) wurden Olivenöl, Wein, Getreide, Honig und Wolle gelagert. Diese Magazine dienten jedoch auch rituellen Zwecken. Dies belegen eingemeißelte „Heilige Symbole“ an den Wänden, wie z. B. die Doppelaxt, sowie die Lage der Magazine in direkter Nachbarschaft zu Kulträumen.

Bronzezeit auf Kreta: Die Paläste der Minoer waren Basis ihrer Städte reise-zikaden.de, griechenland, kreta, phaistos, minoer, palast, linear a, symbol, magazine Dieses Symbol entdeckten wir an einem Steinpfeiler des Westmagazins im Palast von Phaistos. Was es wohl bedeuten könnte? Foto: Reise-Zikaden, M. Hoffmann

Dieses Symbol entdeckten wir an einem Steinpfeiler des Westmagazins im Palast von Phaistos. Was es wohl bedeutet? Foto: Reise-Zikaden, M. Hoffmann

Religiöse Räumlichkeiten wurden ebenfalls mit sakralen Symbolen versehen, die sich z. B. an Steinpfeilern befanden. Die Fassade einer Kapelle im Westflügel von Knossos lag am Zentralhof und war auch von außen zugänglich. Zentralhöfe dienten zur Versammlung der Gemeinde bei religiösen Festen.

Die Orientierung des Zentralhofes in Knossos war nicht zufällig. Der Nordeingang führte in die Stadtviertel. Die südliche Sichtachse des Hofes war bewusst geöffnet und auf das Gipfelheiligtum auf dem Berg Jouchtas (Γιούχτας) ausgerichtet. Das Bergmassiv ist bis heute ein topographischer Bezugspunkt der gesamten Region. Jouchtas war offenbar das wichtigste Bergheiligtum im minoischen Kreta.

Im Obergeschoss der Westfassade von Knossos lag offenbar ein „Erscheinungsfenster“. Dort zeigte sich eine Priesterin beim Vollzug einer Epiphanie den Gläubigen auf dem großen Platz. In allen Zentralhöfen der minoischen Paläste befanden sich Altäre, auf denen auch Opfer vollzogen wurden. Vermutlich wurde auf dem großen Platz auch das Ritual des minoischen Stiersprungs abgehalten.

Die Zentralhöfe der Paläste durchzogen erhöhte Prozessionswege. Auf diesen „Heiligen Wegen“ wurden Gaben zu den Opfer-Altären gebracht. Zusätzlich wurden durch den Verlauf dieser Wege die Festteilnehmer nach Männern und Frauen separiert. Diese rituellen Nutzungen minoischer Prozessionswege überliefern Fresken.

Bronzezeit auf Kreta: Die Paläste der Minoer waren Basis ihrer Städte reise-zikaden.de, griechenland, kreta, phaistos, minoer, palast, messara, westmagazin Die Hauptmagazine liegen im Palast von Phaistos zwischen West- und Zentralhof. Genauso wie in Knossos und Malia. Interessant ist, dass die Magazine über eine Vorhalle direkt in den kultisch wichtigen Zentralhof verbunden waren. In der Vorhalle wurde das Palastarchiv mit Tontafeln mit Linear A-Schrift und tausende Siegelabdrücke entdeckt. Foto: Reise-Zikaden, M. Hoffmann

Die Magazine im Palast von Phaistos lagen zwischen dem West- und Zentralhof, wie in Knossos und Malia. Links und rechts des Korridors lagerten große Pithoi. Die Magazine waren über eine Vorhalle mit dem kultisch wichtigen Zentralhof verbunden. In der Vorhalle wurde das Palastarchiv mit Tontafeln in Linear A-Schrift und Siegelabdrücken entdeckt. Foto: Reise-Zikaden, M. Hoffmann

Nord- und Ostflügel: Kultplatz, Werkstätten und Wohnräume
Bronzezeit auf Kreta: Die Paläste der Minoer waren Basis ihrer Städte reise-zikaden.de, griechenland, kreta, knossos, minoer, theaterbezirk, nordwesten, l-form Beeindruckend gut erhalten ist der "Theaterbezirk" im Palast von Knossos im Nordwesten des Areals. Sicherlich haben hier Festtage und sakrale Zeremonien mit Beteiligung großer Menschenmengen stattgefunden. L-förmige Sitzreihen und gepflasterte Prozessionswege durchziehen den Platz. Foto: Reise-Zikaden, M. Hoffmann

Beeindruckend gut erhalten ist der „Theaterbezirk“ von Knossos im Nordwesten. Sicherlich fanden hier sakrale Zeremonien an Festtagen statt, mit Beteiligung großer Menschenmengen. L-förmige Sitzreihen und gepflasterte Prozessionswege gliedern den Platz. Foto: Reise-Zikaden, M. Hoffmann

Im Norden eines minoischen Palastes lagen meist Bereiche die Theaterbauten ähneln. In den Palästen von Knossos und Phaistos waren diese gestuften Versammlungsplätze in den Kult integriert. Welche Feste und Zeremonien feierten die Minoer? Die minoische Religion war mit der Natur tief verbunden. Daher wurden vermutlich Vegetationsfeiern, wie z. B. Frühlings- und Ernstefeste abgehalten.

Im Nordtrakt schlossen sich an den Zentralhof große Hallen und Wirtschaftsräume an, die vermutlich zu repräsentativen Zwecken genutzt wurden, z. B. Bankette oder Staatsempfänge. Im Nordosten lagen die Werkstätten der Kunsthandwerker, hier arbeiteten Steinschneider, Schmiede und Töpfer. Die weiteren Bereiche im Osten und Süden der minoischen Paläste lassen keine einheitliche Deutung zu.

Offenbar lagen dort weitere Lagerräume und die Wohngemächer der Herrscher und ihrer Familien. Doch lagen diese offenbar meist in den oberen Stockwerken der Palastanlagen. Aus erhaltenen Darstellungen, wie Fresken, Siegeln oder Modellen, ist die Vielfarbigkeit der Paläste und Wohntrakte überliefert. Dies bestätigen beispielsweise Reste von bemaltem Stuck im Palast von Phaistos.

Bronzezeit auf Kreta: Die Paläste der Minoer waren Basis ihrer Städte reise-zikaden.de, griechenland, kreta, knossos, minoer, megaon der königin, delphinfresko Das berühmte "Megaron der Königin" in Knossos war mit prächtigen Fresken ausgemalt, die Delphine, Tänzerinnen, Rosetten und Spiralen abbilden. In den rückwärtigen Räumen lieg das Bad und die Wasserspülung ausgestattet Toilette. Foto: Reise-Zikaden, M. Hoffmann

Das berühmte „Megaron der Königin“ im Ostflügel von Knossos war mit prächtigen Fresken ausgemalt, die Delphine, Tänzerinnen, Rosetten und Spiralen abbilden. In den rückwärtigen Räumen lag das Bad mit bemalter Sitzbadewanne und die mit Wasserspülung ausgestattete Toilette. Der Raum ist eine Rekonstruktion von Arthur Evans und Piet de Jong. Foto: Reise-Zikaden, M. Hoffmann


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Buchtipps & Online-Quellen

  • Dartmouth College, Online Publikation, Aegean Prehistoric Archaeology, Lesson 12: Minoan Architecture, The Palaces, Vorlesungsunterlagen von Prof. Jeremy B. Rutter, www.dartmouth.edu
  • Online Publikation, The Evolution of Water Supply Technologies in Ancient Crete, Greece, von E. G. Dialynas und Α. Ν. Angelakis, Website: worldwatermuseum.com
  • Oxford University Press, The Oxford Handbook of the Bronze Age Aegean, von Eric H. Cline, 2012.
  • Dumont Verlag, Kunst Reiseführer Kreta, von Lambert Schneider, 368 Seiten, 4. Auflage, 2011.
  • Theiss Verlag, Die Minoer, von Lesley J. Fitton, 208 Seiten mit 118 Abbildungen, Skizzen und Karten,
    1. Auflage 2004.
  • Biering & Brinkmann, Im Labyrinth des Minos. Kreta – die erste europäische Hochkultur, von Harald Siebenmorgen, Ausstellungskatalog des Badischen Landesmuseums 2001.
  • Minoan Crete, Online Publikation, Ayia Photia, von Ian Swindale, Website: minoancrete.com

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Zuletzt aktualisiert am 1. April 2020 um 14:46 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

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Reiseberichte aus Griechenland, Italien, Österreich, Deutschland
Bronzezeit auf Kreta: Die Paläste der Minoer waren Basis ihrer Städte
Thema:
Bronzezeit auf Kreta: Die Paläste der Minoer waren Basis ihrer Städte
Beschreibung:
Minoische Paläste verbanden Politik, Religion, Wirtschaft und Verwaltung in einem Gebäude. Bronzezeit auf Kreta: Die Paläste der Minoer waren Basis ihrer Städte.
Autor:
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Reise-Zikaden - Reiseblog
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Monika Hoffmann

Monika Hoffmann

schreibt seit 2014 auf ihrem Blog Reise-Zikaden Foto-, Natur- und historische Reportagen aus Griechenland, Italien, Österreich, Deutschland mit Schwerpunkt München und Bayern. Ihre Passion auf Reisen ist Geschichte und der Besuch archäologischer Plätze. Spezialgebiete: Ur- und Frühgeschichte & Antike Hochkulturen. Die Fotografin, Redakteurin, Köchin, Naturfreundin liebt Griechenland, Italien und ihre Heimat Oberbayern: Über die Geschichte bis zu Musik, Literatur, Filmkunst.

4 Kommentare:

  1. das abgebildete symbol (‚was das wohl bedeutet?‘)wird von den amazigh(berbern)nordafrikas verwendet

    • Hallo Georg,

      interessante These. Bin in Wikipedia unter Berbersprachen fündig geworden, deren Sprache nennt sich ⵜⴰⵎⴰⵣⵉⵖⵜ Tamaziɣt. Im berberischen Alphabet kommt das minoische Symbol vor. Doch löst das vermutlich nicht das für mich unklare „Zeichen“ auf dem Foto, das im Palast von Phaistos gefunden wurden. Vermutlich stammt es aus der kretischen Schrift Linear A. Diese Frage wird nur ein Spezialist in diesem Gebiet beantworten können.

      Vielen Dank für den Hinweis und viele Grüße, Monika

  2. das mit der schrift kann auch nicht stimmen, da die amazigh eigentliich nie eine schrift hatten, die ist erst vor 30 jahren ‚erfunden‘ worden, damit die sprache nicht verloren geht und heute auch wieder unterrichtet werden kann…
    die berberflagge in der heutigen version stammt auch erst aus den 70er jahren des letzten jahrhunderts
    aber sie haben ein altes symbol benutzt, dessen bedeutung ich nicht kenne

  3. Pingback:Heraklion auf Kreta | Tipps und Sehenswürdigkeiten

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