Filmtipp: Djam – Ägäis-Odyssee mit Rembetiko, von Tony Gatlif


Filmtipp: Djam – Ägäis-Odyssee mit Rembetiko, von Tony Gatlif - DJAM_01_ol - Djam (Daphné Patakia, links) und Avril (Maryne Cayon) Reisen durch die Ägäis voller Musik, wundervoller Begegnungen und der Freude am Teilen. Foto: Princes Production

Djam (Daphné Patakia, links) und Avril (Maryne Cayon) Reisen durch die Ägäis voller Musik, wundervoller Begegnungen und der Freude am Teilen. Foto: Princes Production

Ein Highlight für Kinofans ist das Drama „Djam“ (2017) des französischen Regisseurs Tony Gatlif, der Streifen wird ab 26. April 2018 in den deutschen Kinos gezeigt. Die Geschichte spielt in Griechenland und der Türkei. Tony Gatlif gelingt eine faszinierende Verbindung von Sinnlichkeit, traditioneller Musik und der unstillbaren Sehnsucht nach Freiheit – inmitten der Landschaften der Ägäis.

Erzählt wird ein tragisches, aber auch komisches Roadmovie, das gemeinsam mit der Musik des griechisch-osmanischen Rembetiko, eine Liebeserklärung an das Leben ist. Sicherlich ein Fest für alle Fans des traditionellen Rembetiko aus Griechenland. Gleichzeitig ist der Film ein fröhlicher und auch charismatisch-wilder Aufruf, sich von nichts und niemandem unterkriegen zu lassen.

Weltpremiere feierte „Djam“ 2017 auf den Filmfestspielen in Cannes. In Deutschland wurde er erstmals auf den 51. Hofer Filmtagen gezeigt. Jetzt läuft er in deutschen Kinos an. Die Schauspielerin Daphné Patakia, in der Rolle der Djam, ist eine Entdeckung. Sie brachte sich das Spielen auf der Baglamas über YouTube bei. Auch orientalische Tänze und Singen wurde durch monatelanges Üben erarbeitet.


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Inhalt: Djam, von Tony Gatlif

Filmtipp: Djam – Ägäis-Odyssee mit Rembetiko, von Tony Gatlif - Djam (Daphné Patakia),Kakourgos (Simon Abkarian) - Djam (Daphné Patakia, links) wird von ihrem Onkel Kakourgos (Simon Abkarian), einem Seemann und Rembetiko-Fan, von der Insel Lesbos nach Istanbul geschickt. Foto: Princes Production

Djam (Daphné Patakia, links) wird von ihrem Onkel Kakourgos (Simon Abkarian), einem Seemann und Rembetiko-Fan, von Lesbos nach Istanbul geschickt. Foto: Princes Production

Die junge Griechin Djam (Daphné Patakia) wird von ihrem Onkel Kakourgos (Simon Abkarian), einem ehemaligen Seemann und passionierten Rembetiko-Fan, von der Insel Lesbos nach Istanbul geschickt. Kakourgos benötigt dringend ein Ersatzteil für sein Schiff, das soll Djam dort besorgen.

Vom Onkel hat sie Geld mitbekommen. Djam weiß wer dieses Ersatzteil anfertigen kann, auch das Hotel in Istanbul ist gebucht. Doch es kommt anders, als sie denkt. Sie trifft sie auf die Französin Avril (Maryne Cayon), die sich als Freiwillige in der Türkei aufhält, um in der Flüchtlingshilfe zu arbeiten.

Ohne Geld und Kontakte ist die junge Avril verloren in Istanbul. Djam ist zwar frech und freiheitsliebend, aber gleichzeitig auch großherzig und unberechenbar. Sie nimmt Avril unter ihre Fittiche. Selbst Finanzkrise und Flüchtlingsproblematik werden zu Kulissen ihrer Bühne. Dies ist der Beginn einer Reise voller Hoffnung, wundervoller Begegnungen, großartiger Musik und der Freude am Teilen.

Musik der Ungeliebten, der Menschen, die darauf stolz sind, wer sie sind.
Subversive Musik, deren Texte Worte sind, die heilen können.“

Tony Gatlif über den Musikstil Rembetiko

Eine wichtige Rolle in „Djam“ spielt der Rembetiko. Dieser Musikstil entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den Subkulturen von Athen, Piräus und Thessaloniki. Rembetiko ist eine Verbindung der griechischen Volksmusik und der osmanischen Musiktraditionen.

Filmtipp: Djam – Ägäis-Odyssee mit Rembetiko, von Tony Gatlif - DJAM_02_ol - Djam (Daphné Patakia) in Istanbul. Die junge Griechin hat hat Temperament, ist freiheitsliebend und unbeschwert, aber auch ein wenig aufmüpfig und widerständig. Foto: Princes Production

Djam (Daphné Patakia) in Istanbul. Die junge Griechin hat hat Temperament, ist freiheitsliebend und unbeschwert, aber auch ein wenig aufmüpfig und widerständig. Foto: Princes Production


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Kurzbiografie Tony Gatlif

Tony Gatlif, Princes Productions

Tony Gatlif. Foto: Princes Productions

Tony Gatlif wurde 1948 als Michel Dahmani in Algerien geboren. Sein Vater war Kabyle, und stammt aus einem Berberstamm in der Region Kabylei in Nordost-Algerien. Seine Mutter war eine Roma. Beide Kulturen beeinflussen sein künstlerisches Schaffen und sind Triebkraft seiner Filme.

In den 1960er Jahren ging Tony Gatlif nach Frankreich, studierte Kunst und nahm Schauspielunterricht. Über das Theater gelangte Gatlif schließlich zum Film. 1975 drehte er „La Tête en ruine“, sein Erstlingswerk als Regisseur.

Der Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler und Komponist wurde durch seinen Film „Gadjo Dilo – Geliebter Fremder“ bekannt. Mit „Exils“ gewann er bei den Filmfestspielen von Cannes 2004 den Regiepreis. Weitere Weltpremieren in Cannes waren „Transylvania“ (2006) und „Djam“ (2017).


Filminfos: Djam, von Tony Gatlif

Filmtipp: Djam - Ägäis-Odyssee mit Rembetiko, von Tony Gatlif - DJAM_03_ol - Mit der Freundschaft von Diam (Daphné Patakia, Mitte) und Avril, ändern sich ihre Erfolgschancen und auch der Ton des Films. Immer mehr spielen sich Musik, Tanz und Lebensfreude in den Vordergrund. Foto: Princes Productions

In der Freundschaft von Diam (Daphné Patakia, Mitte) und Avril spielen sich immer mehr Musik, Tanz und Lebensfreude in den Vordergrund. Foto: Princes Productions

  • Originaltitel: DJAM
  • Regie, Buch: Tony Gatlif
  • Land: Frankreich, Griechenland, Türkei, 2017
  • Darsteller: Daphné Patakia, Simon Abkarian, Maryne Cayon, Kimon Kouris, Solon Lekkas
  • Musik: Evangelos Paschalidis, Konstantinos Velliadis, Kyriakos Gkouventas, Vasileios Kasouras, Despoina Pagioula, Cem Koklukaya, Ozan Coban, Burhan Hasdemir, Onur Yusufloglu, Ozan Tura, Mamed Dzhafarov, Melike Sahin
  • Länge: 97 Minuten
  • Verleih: MFA+
  • Kinostart: 26. April 2018
  • Format: DCP, Blu-ray
  • Webseite: www.mfa-film.de

Trailer: Djam, von Tony Gatlif


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Filmtipp: Djam – Ägäis-Odyssee mit Rembetiko, von Tony Gatlif
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Filmtipp: Djam – Ägäis-Odyssee mit Rembetiko, von Tony Gatlif
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Ein Highlight für Kinofans ist unser Filmtipp: Djam – Ägäis-Odyssee mit Rembetiko, von Tony Gatlif. Im Film gelingt eine Verbindung von Sinnlichkeit, Musik und der Sehnsucht nach Freiheit in der Landschaft der Ägäis.
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Monika Hoffmann

schreibt seit 2014 auf ihrem Blog Reise-Zikaden. Ihre Passion auf Reisen ist Geschichte und der Besuch archäologischer Stätten. Monikas Spezialgebiet sind antike Hochkulturen: Minoer, Achaier (Mykener), Ionier, Dorer, Etrusker, Römer, Kelten, Germanen. Reiseziele: Griechenland, Italien, Deutschland und ihre Heimat München in Oberbayern. Die Fotografin, Redakteurin, Köchin und Naturfreundin liebt Griechenland & Italien: Von der Antike bis zu Musik, Literatur und Filmkunst.

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