Volterra: Die etruskischen Stadtmauern von Santa Chiara


Volterra: Die etruskischen Stadtmauern von Santa Chiara - volterra_santa chiara_etruscan walls Im Borgo San Stefano können die am besten erhaltenen etruskischen Stadtmauern von Santa Chiara erkundet werden. Foto: volterracity.com

Volterra: Im Borgo San Stefano können die am besten erhaltenen etruskischen Stadtmauern bei Santa Chiara erkundet werden. Sie wurden zwischen dem 4. bis 3. Jhd. v. Chr. errichtet. Foto: volterracity.com

Unser Rundgang durch Volterra führt uns diesmal in den Westen der Altstadt, in den Borgo Santo Stefano. Hier erwarten uns die am besten erhaltenen Stadtmauern aus der Zeit der Etrusker die sich in Volterra erhalten haben. Der kurze Spaziergang ist lohnenswert und inspirierend, meist sind kaum Besucher dort. Anwohner führen ihren Hund aus oder nutzen die Strecke für einen Joggingparcour.

Der Zugang zu diesem Teilstück der etruskischen Stadtmauern von Santa Chiara liegt im Borgo Santo Stefano. Angewendet wurde für die antike Stadtmauer die Bautechnik „Opus quadratum“, mit quaderförmigen bearbeiteten Steinblöcken, die ohne Mörtel aufeinander geschichtet wurden. Als Baumaterial wurde Panchina verbaut, ein regionaler Kalksandstein.

Volterra: Die etruskischen Stadtmauern von Santa Chiara - volterra_santa_chiara_etruscan wall_drainage pipe_ol - Die Abbildung zeigt einen Wasserauslauf des antiken Drainagesystems bei Santa Chiara im Westen von Volterra.

Wasserauslauf des etruskischen Drainagesystems bei Santa Chiara im Westen von Volterra.

Diese Technik des Trockenmauerbaus ist typisch für die etruskischen Befestigungen in der etruskischen Stadt Velathri. Es beinhaltete auch ein raffiniertes Drainage-System für Regenwasser, mit Kanälen und Öffnungen in der Stadtmauer. Damit war auch die Bewässerung der Felder innerhalb der Stadtmauern möglich.

Die Mauern in der Bautechnik „Opus quadratum“ wurden in den flachen Bereichen und Sektoren des Geländes verwendet, während das aufwändige Polygonalmauerwerk größere Stabilität entlang der Abhänge sicherstellte.

Die eindrucksvollen Stadtmauern liegen nahe der Kunsthochschule „Istituto Statale d’Arte“, sowie bei der Klosterkirche Santa Chiara und dem dazugehörigen Altenheim. Am Ende der Via Rossetti, an der Gabelung zur Via della Penera, beginnt der ruhige Spazierweg entlang der restaurierten Befestigungsmauern.

Die Via della Penera führte einst zum mittelalterlichen Stadttor Porta della Penera die in die etruskischen Befestigungsmauern eingebaut war. Das Stadttor existiert heute nicht mehr.

Volterra: Die etruskischen Stadtmauern von Santa Chiara - mura etrusche san chiara 1932-ol Die Fotografie aus dem Jahr 1932 zeigt den etruskischen Mauerverlauf bei Santa Chiara.

Die Fotografie aus dem Jahr 1932 zeigt den etruskischen Mauerverlauf bei Santa Chiara.

Datiert werden die Stadtmauern bei Santa Chiara auf das Ende des 4. bis zum Beginn des 3. Jhds. v. Chr. Der gesamte Umfang der Befestigungsmauern war einst 7,1 Kilometer lang. Davon sind heute noch 1,6 Kilometer (rund 22 %) der etruskischen Stadtmauer von Volterra erhalten. Für die Ausführung beim Bau der etruskischen Stadtmauern präzise geplant und in Projekteinheiten gearbeitet.

Erste Renovierungsarbeiten an den Mauern stammen aus dem 20. Jhd., dabei wurde teilweise nur mit Zement abgedichtet. Vor wenigen Jahren wurde die „Mura di Santa Chiara“ erneut restauriert und auch mit Infotafeln ausgestattet. Das erhaltene Teilstück ist etwa 300 Meter lang und auf einem Schotterweg begehbar.

Adresse, GPS-Koordinaten
  • Adresse: Via Rossetti, Ecke Via della Penera, 56048 Volterra.
  • Öffnungszeiten: Frei zugänglich.
  • GPS-Koordinaten: 43.406137, 10.852035

 

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Volterra: Die etruskischen Stadtmauern von Santa Chiara
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Volterra: Die etruskischen Stadtmauern von Santa Chiara
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Volterra: Die etruskischen Stadtmauern von Santa Chiara sind die am besten erhaltenen Befestigungsmauern die sich in Volterra erhalten haben.
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Monika Hoffmann

schreibt seit 2014 auf ihrem Blog Reise-Zikaden. Ihre Passion auf Reisen ist Geschichte und der Besuch historischer Plätze. Monikas Spezialgebiet sind antike Hochkulturen in Griechenland, Italien, Österreich, Deutschland. Sie produziert Foto- und Natur-Reportagen ihrer Heimat: München & Oberbayern. Die Fotografin, Redakteurin, Köchin, Naturfreundin liebt Griechenland & Italien: Von der Antike bis zu Musik, Literatur, Filmkunst.

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