Kloster Beuerberg: Besuch der Sonderausstellung 2016
„Klausur – Vom Leben im Kloster“


kloster-beuerberg-eurasburg-wolfratshausen-bayern-hof-brunnen-eingang-pforte-titel Kloster Beuerberg wirkt auf den ersten Blick wie aus dem Bilderbuch. Doch die letzten Schwestern verließen 2014 nach fast 170 Jahren ihr Kloster. Noch bis 16. Oktober 2016 zeigt eine faszinierende Sonderausstellung das Kloster im Originalzustand.

Kloster Beuerberg: Eine Klosteranlage wie aus dem Bilderbuchund, ein Ort der Achtsamkeit und Hingabe. Doch die letzten Schwestern verließen vor zwei Jahren ihr Kloster. Ab 17. April 2017 zeigt eine Fortsetzung der faszinierenden Sonderausstellung die Gebäude im Originalzustand.

Das ehemalige Kloster Beuerberg liegt idyllisch, am Hochufer der Loisach, südlich von Wolfratshausen. Von Mai bis Oktober 2016 konnte, in einer faszinierenden Sonderausstellung Klausur – Vom Leben im Kloster, ein Nonnenkloster im Originalzustand besichtigt werden. 2017 wird es eine Fortsetzung dieser Ausstellung, mit einem neuen Konzept, geben: Vom 17. April bis 3. Oktober 2017 (siehe unten).

Der Besuch ermöglicht einen intimen Einblick in das einstige Leben im Kloster der Salesianerinnen. Ein Glücksfall für jeden Interessierten der innere Kraft sucht, oder einfach nur neugierig ist.

Von 1846 bis 2014 waren die Schwestern in Kloster Beuerberg beheimatet und führten ein Mädchenpensionat, später ein Müttergenesungsheim. Im Mai 2014 verließen die letzten hochbetagten dreizehn Schwestern ihr Kloster und zogen in Ordensaltenheime. Das Erzbistum München und Freising übernahm den Gebäudekomplex.

Beuerberg hatte mit der Ausstellung 2016 bereits großen Zulauf bekommen, über 45 000 Besucher haben diese angesehen. Wir beobachteten ganze Familien die mit Oma und Opa herkamen. Kinder können auch 2017 an Workshops oder Aktionen teilnehmen, die zusätzlich angeboten werden.

Beim Durchsteifen der Räume sehen wir die Schwestern fast noch durch die Gänge huschen. In der verlassenen Backstube duftet es noch ein bisschen nach Streuselkuchen. Der Geist der Salesianerinnen ist noch deutlich spürbar.

Wir waren am Ende unseres Rundgangs, im September 2016, doch etwas melancholisch gestimmt. In Beuerberg ist endgültig eine Ära zu Ende. Es verschwindet eine Glaubenskultur der schlichten Toleranz und Menschenfreundlichkeit. Klöstern geht deutschlandweit der Nachwuchs aus, die klassischen Klostertraditionen steht fast alle vor dem Aus.

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Plakat der Ausstellung 2016 „Klausur – Vom Leben im Kloster“ im Zeitraum 15. Mai bis 16. Oktober 2016


Ausstellung 2017: Klausur – Sehnsuchtsort Kloster. Die II. Ausstellung in Beuerberg

logo-beuerberg-2017Es wird 2017 eine Fortsetzung der erfolgreichen Sonderausstellung geben. Unter dem Titel „Klausur – Sehnsuchtsort Kloster. Die II. Ausstellung in Beuerberg“ öffnet Beuerberg, am Ostermontag, den 17. April, die überarbeitete Ausstellung. Die Sonderausstellung läuft bis 3. Oktober 2017. Auch „Die Klosterküche“ hat in dieser Zeit wieder geöffnet. Gespeist wird im Refektorium und Klostergarten.

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag und Feiertags von 10 – 18 Uhr. Eintritt: Erwachsene 4 Euro. Kinder u. Jugendliche bis 18 Jahre frei.


Kloster Beuerberg: Lage und Anfahrt

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Das Kloster Beuerberg liegt im Loisachtal im bayerischen Voralpenland südlich von München, zwischen Isar und Starnberger See. Es befindet sich im gemütlichen Dorf Beuerberg, einem Gemeindeteil von Eurasburg, im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.

Die Anfahrt von München zur Sonderausstellung „Klausur – Vom Leben im Kloster“ mit dem Auto: Über die BAB 95, Ausfahrt Beuerberg, Parkplätze vorhanden. Öffentliche Verkehrtsmittel: S-Bahnlinie S7 bis Wolfratshausen, Bus 372 Richtung Beuerberg, Ausstieg Bahnhofsstraße, dann kurzer Fußweg zum Kloster.


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Rundgang durch die Sonderausstellung 2016

kloster-beuerberg-eurasburg-wolfratshausen-bayern-vorhof Im schönen Vorhof von Kloster Beuerberg laden schattige Bankerl um einen plätschernden Brunnen mit ehrwürdiger Marienstatue zum Entspannen ein.

Im schönen Vorhof von Kloster Beuerberg laden schattige Bankerl um einen plätschernden Brunnen mit ehrwürdiger Marienstatue und Jesuskind zum Entspannen ein.

Wir beginnen nach der Pforte mit den Empfangsräumen für Besucher und gehen weiter in den geschmückten Kreuzgang. Es folgen Apotheke, Schwesternchor, Kreuzgang, Klosterküche, Speisesaal, Vorrats– und Wirtschaftsräume. Orte der Achtsamkeit und Hingabe, für fast zwei Jahrhunderte.

kloster-beuerberg-eurasburg-klosterladen-wolfratshausen-bayern Der Klosterladen verkauft überwiegend alltäglich Dinge aus dem Hausstand der Klosterschwestern von Beuerberg.

Der Klosterladen verkauft alltäglich Dinge aus dem Hausstand der Klosterschwestern von Beuerberg.

Der Klosterladen

Beuerberg hat auch einen Klosterladen, doch es werden hier nicht die üblichen Artikel wie Kerzen oder Ikonen verkauft. Es wurde ein temporärer Museumsladen im Gärtnerhaus eingerichtet. Angeboten werden alltägliche Dinge des Klosterlebens, für die es jetzt keine Verwendung mehr gibt: Heiligenbildchen, Kommoden, Vasen, Tischdecken, Lampen, Bücher, Geschirr, Backformen, Weihnachts-Deko, Weihwasser-Spender…

Der Videoraum

Im Videoraum erzählen in einer Dokumentation mehrere Schwestern aus Beuerberg über ihren Werdegang, Tagesablauf, Arbeit, Alltag sowie die Besonderheiten des Ordens der Salesianerinnen.

kloster-beuerberg-klosterkueche-eurasburg-wolfratshausen-bayern Die Klosterküche von Beuerberg präsentiert eine interessante Speisekarte mit kreativen Gerichten und regionalen Klassikern.

Die Klosterküche von Beuerberg präsentiert eine Speisekarte mit kreativen Gerichten und regionalen Klassikern.

Restaurant „Die Klosterküche“

Ein Kloster ohne Klosterwirtschaft? In Bayern unmöglich! Daher ist bei den Besuchern die Klosterküche sehr beliebt, sie wurde extra für die Ausstellung wieder in Betrieb genommen. Gekocht wird in der Original-Küche der Klosterschwestern. Im Refektorium, Innenhof und Klostergarten werden kulinarische Schmankerl von regionalen Erzeugern sowie aus dem Gemüsegarten angeboten. Vorerst gibt es die Klosterküche nur bis zum Ende der Sonderausstellung.

Der Pavillon im Klostergarten

Ein neu gestalteter Pavillon im Klostergarten ergänzt die Ausstellung, dort werden die hervorragende Fotografien des Münchner Fotografen Thomas Dashuber gezeigt. Der Fotograf hat das Leben der Nonnen kurz vor ihrem Auszug dokumentiert und einen Bildband gestaltet.

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Der Bildband „Klausur. Vom Leben im Kloster“

Als ideale Begleitlektüre empfehlen wir den aufregend-schönen Bildband, der das Leben in neun bayerischen Frauenklöstern zeigt: „Klausur. Vom Leben im Kloster“ von Thomas Dashuber und Christoph Kürzeder, 420 Seiten, Verlag Antje Kunstmann, 35 Euro. Das Buch ist an der Pforte und im Klosterladen erhältlich.

beuerberg-hansi-kaus-lausbubengeschichten-small Kloster Beuerberg war Drehort der "Lausbubengeschichten" mit Hansi Kraus, im Hintergrund die Loisach und der Turm der Marienkirche. Foto: deutsche-filme.com

Kloster Beuerberg war Drehort der „Lausbubengeschichten“ mit Hansi Kraus, im Hintergrund die Loisach und der Turm der Marienkirche. Foto: deutsche-filme.com

Drehort der Lausbubengeschichten mit Hansi Kraus

In den 60er-Jahren wurde die erfolgreiche Filmreihe Lausbubengeschichten, mit dem damals 12-jährigen Hansi Kraus, zu großen Teilen im Kloster Beuerberg gedreht – überwiegend im Klosterhof. Jedes Jahr kam zu der fünfteiligen Staffel ein weiterer Film dazu, von 1964 bis 1969.

In den Filmen spielte die ganze Garde deutscher Volksschauspieler mit: Beppo Brem, Franz Muxeneder, Carl Wery, Harald Juhnke, Ernst Fritz Fürbringer, Rosl Mayr, Michael Verhoeven und Elisabeth Flickenschildt.

Vorlage für die Verfilmungen waren die Kindheitserinnerungen des bayerischen Heimatschriftstellers Ludwig Thoma. Im Jahr 1905 veröffentlichte er die amüsanten Episoden in seinem Buch „Lausbubengeschichten“. In Bayern genießen die Werke von Ludwig Thoma noch immer große Popularität. Grund dafür sind seine Alltagsbeobachtungen auf dem Land, welche er humorvoll überhöht in seinen Büchern festhielt.


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Die Pfarrkirche St. Peter und Paul

kloster-beuerberg-stifskirche-peter-und-paul-fassade-eurasburg-wolfratshausen-bayern Frisch renoviert leuchten die Farben an der Fassade der einstigen Klosterkirche von Beuerberg.

Im Schatten von alten Kastanien leuchten die Farben an der kürzlich renovierten Fassade der Stiftskirche St. Peter und Paul im Kloster Beuerberg besonders schön.

kloster-beuerberg-stifskirche-peter-und-paul-eurasburg-wolfratshausen-bayern Die einstige Stiftskirche St. Peter und Paul wird komplett renoviert und ist im Innenbereich momentan nicht zugänglich.

Die einstige Stiftskirche St. Peter und Paul wird komplett renoviert und ist im Innenbereich momentan nicht zugänglich.

Die einstige Stifts- und heutige Pfarrkirche St. Peter und Paul von 1635 ist ein seltenes Beispiel für die Kunsttätigkeit in Bayern während des Dreißigjährigen Krieges. Der Vorgängerbau, eine dreischiffige Basilika, stürzte 1628 ein.

St. Peter und Paul ist ein rechteckiger Saalbau mit breitem Hauptschiff, überdeckt von einer gewaltigen Halbkreistonne, an deren Seiten je vier Seitenkapellen liegen.

Der eingezogene Chor öffnet sich seitlich vor dem Hochaltar. Die Ausstattung ist reich an Barockkunstwerken, wie beispielsweise der Hochaltar und die Kanzel. Der romanische Unterbau des Turms ist quadratisch, im Aufsatz oktogonal.

Momentan ist die Pfarrkiche leider geschlossen. Dringend notwendige Sanierungsarbeiten werden sei 2011 ausgeführt. Die Dach-, Turm– und Fassadenarbeiten sind inzwischen fertig.

Momentan wird der Innenraum umfangreich renoviert und ist daher mit Gerüsten versehen. Der teilweise feuchte Sockelverputz wurde erneuert, Risse im Mauerwerk wieder geschlossen, Wasserschäden retuschiert sowie die Raumschale getrocknet, gereinigt und neu gefasst. Im November 2016 wurde mit den Malerarbeiten begonnen.


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Die Empfangsräume

kloster-beuerberg-empfangsraum-trenngitter-eurasburg-wolfratshausen-bayern Nur durch dieses Eisengitter konnten die Schwestern von Beuerberg einst Kontakt mit der Außenwelt pflegen – wenn es notwendig war.

Nur durch dieses Gitter konnten die Schwestern einst Kontakt mit der Außenwelt pflegen. Darüber steht: „Wie eng ist die Thür und der Weg der zu dem Leben führet. Und wie wenige sind die ihn finden“.

An der Klosterpforte beginnt unser Rundgang durch die verborgene und unbekannte Welt der Klausur. Einen einst für Besucher nicht einsehbaren Kosmos, in dem die Schwestern gelebt, gearbeitet und gebetet haben. Den Auftakt bilden zwei unterschiedliche Besucherzimmer:

kloster-beuerberg-empfangsraum-eurasburg-wolfratshausen-bayern Im gemütlich eingerichteten Empfangsraum konnten Angehörige die Schwestern besuchen.

Im gemütlich eingerichteten Besucherzimmmer konnten die Schwestern ihre Familien empfangen.

  • Der erste Raum hat ein gewaltiges stählernes Klausurgitter. Nur durch dieses Gitter konnten die Schwestern bis Mitte der 60er-Jahre Kontakt mit der Außenwelt pflegen. Dann wurden die Vorschriften gelockert und das Gitter entfernt. Das in der Ausstellung gezeigte ist eine Rückbaumaßnahme.
  • Der zweite Raum wirkt wie ein Wohnzimmer oder Salon der mit edlen Möbeln eingerichtet wurde: Diwan, Tisch und Stühlen, Teppich, Intarsienschränken, Gemälden und Kronleuchter.

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Der Kreuzgang mit Kreuzhof

kloster-beuerberg-eurasburg-kreuzhof-wolfratshausen-bayern Nach alten Plänen wurde der Kreuzhof von Beuerberg mit Blumenbeeten neu bepflanzt, in seiner Mitte befindet sich ein Brunnen und die Lourdes-Kapelle.

Nach alten Plänen wurde der Kreuzhof von Kloster Beuerberg mit Blumenbeeten neu bepflanzt, in seiner Mitte befindet sich ein Brunnen und die Lourdes-Kapelle.

kloster-beuerberg-kreuzgang-eurasburg-wolfratshausen-bayern An den Kreuzgang sind alle Bauteile des Klosters wie Kirche, Speisesaal, Kapitelsaal und die Wohnräume angeschlossen.

An den Kreuzgang sind alle wichtigen Bauteile und Räume des Klosters angeschlossen.

In den Kreuzgang von Beuerberg hatten nur die Klosterschwestern Zutritt. An den Kreuzgang sind alle wichtigen Bauteile und Räume des Klosters wie Kirche, Speisesaal, Kapitelsaal und die Wohnräume der Schwestern angeschlossen.

Er war einer der wichtigsten Aufenthaltsräume des ganzen Klosters. Der Kreuzgang wurde auch für praktische und liturgische Aktivitäten sowie zum Unterricht der Novizinnen genutzt.

Nach alten Plänen wurde der Kreuzhof mit Blumenbeeten neu bepflanzt, in seiner Mitte befindet sich ein runder Brunnen und die versteckt liegende Lourdes-Kapelle. Die Bezeichnung Kreuzgang wird nicht davon hergeleitet, dass sich hier Gänge kreuzen, sondern dass bei Prozessionen die im Kreuzgang beginnen, ein Kreuz vorangetragen wird.

Heute können unter einer heimeligen Pergola die Ausstellungsbesucher entspannt einen Beuerberger Spritz genießen, eine neue raffinierte Cocktail-Kreation der Küchen-Chefinnen.


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Die Klosterzelle

kloster-beuerberg-zelle-eurasburg-wolfratshausen-bayern Klosterzelle von Beuerberg: In solchen einfachen kleinen Räumen lebten die Ordensschwestern der Salesianerinnen. Die Zelle ist der Gebets- und Schlafraum jedes Einzelnen und darf von anderen nur im Ausnahmefall betreten werden.

Klosterzelle von Beuerberg: In solchen einfachen kleinen Räumen lebten die Salesianerinnen. Die Zelle ist der Gebets- und Schlafraum und darf von anderen nur im Ausnahmefall betreten werden.

Ein großes weißes Himmelbett dominiert die spartanisch eingerichtete Zelle. Daneben findet sich ein kleiner Holztisch und eine Kommode, auf der eine Waschschüssel aus Porzellan steht. Und über alles wacht Jesus, der an einem Kruzifix an der Wand hängt.

In solchen einfachen Zellen wohnten die Schwestern. Die hier gezeigte wurde für die Besucher nachempfunden, da die Brandschutzvorschriften keinen Ausstellungsbetrieb in den oberen Etagen zulassen – dort lagen die Schlafräume. Die Zellen wurden einmal im Jahr neu zugelost.

Die Ordensschwestern mochten ihre Himmelbetten, denn sie hielten in einem kalten Winter wenigstens ein wenig warm. Der Baldachin schützten beim Schlafen auch vor herabfallendem Insekten, wie beispielsweise Spinnen. Vermutlich neigen auch Salesianerinnen bei solchen Begegnungen zur Hysterie.


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Die Klosterapotheke

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Für die Sonderausstellung wurde die historische Klosterapotheke wieder rekonstruiert.

kloster-beuerberg-apotheke-detail-eurasburg-wolfratshausen-bayern Die Geheimnisse einer Klosterapotheke basieren auf der Lehre von den Körpersäften. Diese entfaltet ihre Wirkung in der Anwendung von Heilbädern, Salben und Trinkkuren mit biblischen Heilpflanzen.

Die Geheimnisse einer Klosterapotheke basieren auf der Lehre von den Körpersäften. Diese entfaltet ihre Wirkung in der Anwendung von Heilbädern, Salben und Trinkkuren mit biblischen Heilpflanzen.

Besonders Sehenswert ist die historische Klosterapotheke von 1861. In akribischer Ordnung wurden Kräuter, Öle, Pulver und Pastillen in gläsernen Gefäßen und hölzernen Schubladen aufbewahrt.

Auch alte Gerätschaften zum Aderlassen oder Pillendrehen werden präsentiert. Für die Ausstellung hat die Erzdiözese die Apotheke wieder rekonstruiert. Die einstige Einrichtung mit Zubehör war im Kloster aufgewahrt worden.

Seit Mitte der 1930er-Jahre war die Klosterapotheke öffentlich zugänglich, die Schwestern gaben die Medikamente über eine Durchreiche aus. Eine Entscheidung die nach der Schliessung des Mädchen-Pensionats erforderlich war, auch um finanzielle Einkünfte zu generieren.

Das Begleitprogramm der Ausstellung bietet für interessierte Besucher eine Erkundung der Klosterapotheke zum Thema Kräuterheilkunde mit einer Pharmazeutin an.


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Die Konventskirche und der Schwesternchor

kloster-beuerberg-schwesternchor-eurasburg-wolfratshausen-bayern Für einen Klausurorden wie die Salesianerinnen sind eine Konventskirche mit Schwesternchor notwendig und die wichtigsten Räume im Kloster.

Für einen Klausurorden wie die Salesianerinnen ist ein Schwesternchor notwendig und zählt zu den wichtigsten Räumen im Kloster.

kloster-beuerberg-konventskirche-maria-heimsuchung-wolfratshausen-bayern Die Konventskirche Maria Heimsuchung wurde 1846 in das Kloster Beuerberg eingebaut.

Die Konventskirche Maria Heimsuchung wurde 1846 in das Kloster Beuerberg eingebaut.

Innerhalb des Klosterkomplexes von Beuerberg befindet sich die im Jahr 1846 erbaute Konventskirche Maria Heimsuchung.

Die Schwestern Salesianerinnen von Beuerberg fügten zusätzlich einen von der Konventskirche abgetrenntem Schwesternchor in die vorhandenen Gebäudetrakte der Augustiner-Chorherren ein.

Für einen Klausurorden sind eine Konventskirche mit Chor notwendig, gleichzeitig sind sie die wichtigsten Räume im Kloster.

Wenn die Nonnen eines Klosters zum gemeinsamen Gebet zusammenkommen, spricht man vom Chorgebet. Gebetszeiten sind morgens (Laudes), mittags (Sext), abends (Vesper) und vor dem Schlafengehen (Komplet).


Die Klosterküche im Kapitelsaal

kloster-beuerberg-kapitelsaal-speiseraum-eurasburg-wolfratshausen-bayern Der gedeckte Tisch im Kapitelsaal von Kloster Beuerberg. Das Motiv haben wir dem Bildband „Klausur. Vom Leben im Kloster“ von Thomas Dashuber entnommen.

Der gedeckte Tisch im Kapitelsaal von Kloster Beuerberg. Das Motiv haben wir dem Bildband „Klausur. Vom Leben im Kloster“ von Thomas Dashuber entnommen.

Ein ungewöhnliches Ambiente bietet das hübsche Restaurant „Die Klosterküche“ im Kloster Beuerberg. Was einst den Ordensschwestern vorbehalten war, ist momentan auch für Besucher erlebbar. Das Restaurant auf Zeit hat insgesamt 170 Plätze: 70 im einstigen Refektorium40 im gemütlichen Kreuzhof und 60 im malerischen Garten.

kloster-beuerberg-klosterkueche-eurasburg-wolfratshausen-bayern Kein Zutritt! Die Klosterküche der Schwestern wurde eigens für die Ausstellung wieder in Betrieb genommen.

Kein Zutritt! Die geräumige Klosterküche der Schwestern wurde eigens für die Ausstellung wieder in Betrieb genommen.

Die Klosterküche der Schwestern wurde eigens für die Ausstellung wieder in Betrieb genommen. Gekocht wird mit Kräutern aus dem Klostergarten und Produkten von Bauern und Betrieben aus der Umgebung.

Die beiden Köchinnen Stella Igl und Maxie Denk präsentieren eine interessante Speisekarte mit kreativen Gerichten und regionalen Klassikern.

Neben Wiener Würstchen oder Weißwürsten mit Brezn, wird beispielsweise auch ein exotisch-orientalischer Salat mit Halloumi, Kichererbsen und Aprikosen angeboten.

Wir haben uns zarten Junghirsch-Rollbraten mit aromatischer Pilzfüllung und Kürbis-Kartoffel-Gnocchi schmecken lassen, dazu ein kühles Helles von der Klosterbrauerei Reutberg.

kloster-beuerberg-klostergarten-biergarten-eurasburg-wolfratshausen-bayern Was für ein wundervoller Platz für eine Klosterwirtschaft! Malerisch sitzen die Gäste neben den Gemüse- und Kräuterbeeten von Kloster Beuerberg.

Was für ein wundervoller Platz für eine Klosterwirtschaft! Malerisch sitzen die Gäste neben den Gemüse- und Kräuterbeeten von Kloster Beuerberg.

Inzwischen hat sie sich das Restaurant herumgesprochen, wer mit der ganzen Familie kommen möchte sollte vorher reservieren. Für den Nachmittags-Kaffee werden frisch gebackene Kuchen serviert. Frisch gestärkt lässt sich dann der Durst nach Vergangenem stillen. Info: klosterkueche-beuerberg.de


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Der Löwenzahn-Likörkeller

kloster-beuerberg-likoerkeller-loewenzahn-eurasburg-wolfratshausen-bayern Der Likörkeller des Klosters Beuerberg: Hier setzten die Schwestern ihren berühmten Löwenzahnlikör, den „Kloster Beuerberger Naturkraft“, in Glasflaschen an.

Der Likörkeller des Klosters Beuerberg: Hier setzten die Schwestern ihren berühmten Löwenzahnlikör, den „Kloster Beuerberger Naturkraft“, in Glasflaschen an.

Ein weiterer Höhepunkt ist der Likörkeller der Salesianerinnen mit etwa hundert großen bauchigen Glasflaschen. Hier brauten von 1972 bis 2001 die Schwestern ihren bekannten Löwenzahnlikör, den sie „Kloster Beuerberger Naturkraft“ nannten.

kloster-beuerberg-likoerkeller-loewenzahn-front-eurasburg-wolfratshausen-bayern Das Gewölbe des Likörkellers von Kloster Beuerberg wirkt wie aus einer anderen Welt.

Das Gewölbe des Likörkellers von Kloster Beuerberg wirkt wie aus einer anderen Welt.

Gelobt und geschätzt wird er als wohltuender Arzneitrank, denn Löwenzahn gilt seit jeher als Heilpflanze. Empfohlen wird er als Mittel für Magen und Unterleib, bei Hämorrhoiden, Nierenerkrankungen, Verschleimung der Lunge und bei chronischen Hautkrankheiten.

Das Likörrezept wurde von den Salesianerinnen in Beuerberg streng gehütet, das halbe Dorf half einst mit den Löwenzahn zu pflücken.

Inzwischen ist die Rezeptur verkauft worden, an eine kleine Firma in Rohrdorf bei Rosenheim. Die Zutaten für den Löwenzahnlikör sind: Löwenzahn-Wurzeln, Stiele, Blätter und Blüten, Wasser, Hefe, Blutorange und Zitrone. Der Likör „Kloster Beuerberg Naturkraft“ kann im Webshop unter www.kloster-genuss.de bestellt werden.


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Vorrats- und Wirtschaftsräume

kloster-beuerberg-speisekammer-vorratsraum-eurasburg-wolfratshausen-bayern Die Klosterspeisekammer von Beuerberg muss gefüllt einem Schlaraffenland nahe gekommen sein...

Die Klosterspeisekammer von Beuerberg muss gefüllt einem Schlaraffenland nahe gekommen sein…

kloster-beuerberg-speisekammer-teller-vorratsraum-eurasburg-wolfratshausen-bayern Teller der Erkenntnis: ""Wie man's macht, Ist's falsch."

Teller der Erkenntnis: „Wie man’s macht, Ist’s falsch.“ Ein Sinnspruch der auch im Kloster Gültigkeit hat.

Gleich neben dem Likörkeller liegten die Vorratsräume, für uns ein inspirierender Ort und eine unendliche Fundgrube.

Hier lagern große Mengen an Geschirr, Besteck, Einweckgläser, Gläser, Maßkrüge (!), Backformen, Bratreinen, Modeln, Plätzchenausstecher, Blechdosen, Tonkrüge, große Steintöpfe für Sauerkraut oder Gewürzgurken…

Diese gut gefüllten Vorratsraume müssen dem Überfluss des Schlaraffenlands sehr nahe gekommen sein.

Überhaupt trifft der Besucher in allen Räumen auf einen schier unermesslichen Bestand aus Hausrat. Inzwischen wird das Kloster schon „Haus der 1 000 Vasen, der 1 000 Schachteln und der 1 000 Kerzenleuchter“ genannt.


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Der Klostergarten

kloster-beuerberg-klostergarten-blumen-eurasburg-wolfratshausen-bayern Üppig blühende Blumen im Klostergarten von Beuerberg.

Üppig blühende Blumen im Klostergarten von Beuerberg.

kloster-beuerberg-klostergarten-friedhofskirche-eurasburg-wolfratshausen-bayern Nahe der Klostermauer und der Marienkirche haben sich die Schwestern einen verträumten Sitzplatz eingerichtet.

Nahe der Klostermauer und der Marienkirche haben sich die Schwestern einen verträumten Sitzplatz eingerichtet.

Im weitläufigen, liebevoll angelegten Klostergarten wurde früher alles zur Verpflegung des Klosters angebaut. Nach alten Plänen wurde der Garten für die Ausstellung neu bepflanzt.

Heute ist der Garten wunderschön zum Entspannen, man entdeckt Gemüse- und Kräuterbeete, die gleich daneben in der Klosterküche zu wunderbaren Gerichten für die Besucher verarbeitet werden.

Üppig blühen die Blumenbeete. An den Bienenstöcken sind Bienen eifrig mit Nektar sammeln beschäftigt. Ein runder Holzpavillon mit Heiligenfigur und liebevoller Innendekoration steht im Garten. Nahe der Klostermauer mit Blick zur Marienkirche, haben sich die Schwestern eine schattige Terrasse mit Sitzgruppe angelegt. Schöne ruhige Plätze zum Träumen.


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Die Mädchenschule mit Pensionat

kloster-beuerberg-maedchenpensionat-eurasburg-wolfratshausen-bayern Die Mädchen der Klosterschule von Beuerberg spielen im Kreuzhof.

Die Mädchen der Klosterschule von Beuerberg spielen im Kreuzhof.

Von 1846 bis 1938 betrieb das Kloster Beuerberg eine angesehene Mädchenschule mit Pensionat, in dem ausschließlich Französisch gesprochen und unterrichtet wurde. Anfang des 20. Jahrhunderts lebten hier etwa 50 Schwestern und 70 bis 80 Schülerinnen, darunter auch Kinder aus adeligen Familien.

Die Bezeichnung Pensionat leitet sich vom Begriff „Pension“ ab, dass die Eltern eines Internatszöglings bezahlten. Wegen dieses Schulgeldes war das Mädchenpensionat vor allem für reiche Familien eine Option und wurde als Alternative zu öffentlichen Schulen gern in Anspruch genommen.

Mitte des 19. Jahrhunderts kamen auch Schülerinnen aus Tirol zur Ausbildung nach Beuerberg. Wegen der großen Anzahl an Bewohnerinnen hatten die Schwestern einen Ökonomiehof und mehrere Grundstücke dazugekauft, sowie den Viehbestand vergrößert.

Bis 1938 konnte der Schulbetrieb aufrecht erhalten werden. Als die Klöster nach der Machtübernahme Hitlers keine Staatszuschüsse mehr bekamen, mussten die Schule und auch das Internat schließen. Um finanziell zurecht zu kommen, machten die Schwestern die Klosterapotheke für die Dorfbewohner zugänglich und betrieben Steppdecken- und Wäsche-Schneidereien.


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Die Friedhofskirche St. Maria

kloster-beuerberg-marienkirche-eurasburg-wolfratshausen-bayern Eigentlich sollte die Marienkirche in Beuerberg während der Säkularisation abgerissen werden, das konnte glücklicherweise verhindert werden. Im Hintergrund der Turm der Stiftskirche Peter und Paul.

Eigentlich sollte die Marienkirche in Beuerberg während der Säkularisation abgerissen werden, das konnte glücklicherweise verhindert werden. Im Hintergrund der Turm der Stiftskirche Peter und Paul.

Neben dem Kloster steht auf einem Hügel noch ein zweites Gotteshaus, die Marienkirche von 1643. Hier stand bereits vor dem Bau des Klosters eine kleinere Kirche. Im Jahr 1791 war ihre Ausstattung im Spätrokoko fertigegestellt.

Eigentlich sollte St. Maria während der Säkularisation im Jahr 1803 abgerissen werden, dies konnte vom damaligen Augustiner-Chorherren und späteren Pfarrer Possidius Sterzer verhindert werden. Seitdem ist St. Maria Friedhofskirche für die Dörfer Beuerberg und Herrnhausen.


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Die Geschichte von Kloster Beuerberg

kloster-beuerberg-postkarte-eurasburg-wolfratshausen-bayern Postkarte vom Kloster Beuerberg aus dem 19. Jahrhundert. In der Mitte ist der Josefstrakt, rechts davon die Klosterpforte. Im Hintergrund der Turm der Stiftskirche Peter und Paul und die Marienkirche.

Historische Postkarte vom Kloster Beuerberg aus dem 19. Jahrhundert. In der Mitte ist der Josefstrakt, rechts davon die Klosterpforte. Im Hintergrund der Turm der Stiftskirche Peter und Paul und die Marienkirche. Die kleine Zeichnung zeigt den Marienbrunnen im Vorhof.

Ab 1120 ließ Otto von Iringsburg (heute Eurasburg) ein Stift für Augustiner-Chorherren errichten und es Peter und Paul weihen. Die Gründung erfolgte zum Seelenheil für seinen Vater Adalbert, der noch dem gefürchteten Kirchenbann belegt, verstorben worden war.

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Der Stammvater der Iringsburger und die alte Iringsburg (Eurasburg), Detail einer alten Stammtafel in Form eines Obelisken.

In einer bereits bestehenden Kirche im Loisachtal lebte der Eremit Heinrich, der Propst des neu gegründeten Stifts wurde.

Im 16. Jahrhundert war Kloster Beuerberg hoch verschuldet und die verantwortlichen Chorherren wurden versetzt. Bis vor dem Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) besaß das Kloster eine dreischiffige Basilika. Bei Umbaumaßnahmen stürzte 1628 die Kirche bis auf den Chor in sich zusammen.

Ein frühbarocker Neubau entstand von 1630 bis 1635, die oberen Teile vom Turm 1659. Ab 1729 entstanden neue Klostergebäude. Danach entwickelte sich Beuerberg zu einem Zentrum der Wissenschaften mit umfangreicher Bibliothek. Die Augustiner-Chorherren mussten mit der Säkularisation 1803 die Beuerberger Anlagen verlassen.

kloster-beuerberg-professbild-eurasburg-wolfratshausen-bayern Professbild einer Nonne: Neben Kreuz und Brevier trägt diese Ordensfrau des 18. Jahrhunderts bei ihrer Profess als Zeichen ihrer spirituellen Vermählung mit Jesus Christus eine prachtvolle barocke Brautkrone.

Professbild einer Nonne: Neben Kreuz und Brevier trägt diese Ordensfrau des 18. Jahrhunderts bei ihrer Profess, als Zeichen ihrer spirituellen Vermählung mit Jesus Christus, eine prachtvolle barocke Brautkrone.

Im Jahr 1835 erwarben Salesianerinnen aus Dietramszell das ehemalige Stift. Im September 1846 zogen die ersten Schwestern ein. Von 1846 bis 1938 war hier eine Mädchenschule untergebracht. Anfang des 20. Jahrhunderts lebten in Beuerberg etwa 50 Schwestern und rund 70 Schülerinnen.

Anfang der 50er-Jahre wurde ein Müttergenesungsheim eingerichtet, 1965 ein Altenheim. Das Müttergenesungsheim wurde 1972, das Altenerholungsheim 1989 geschlossen. Die letzte Profess (Ordensgelübde) einer Schwester fand 1962 statt.

Ab 2011 begannen die Sanierungsarbeiten an der Stiftskirche St. Peter und Paul. Nachdem die letzte Oberin im Dezember 2013 gestorben war wurde das Kloster Beuerberg aufgegeben. Die zuletzt dort noch lebenden Schwestern wurden 2014 verabschiedet und zogen in Altenheime. Die Anlage wurde vom Erzbistum München und Freising übernommen.

Umbauarbeiten im Josefsflügel begannen 2015, ab Herbst 2016 soll damit eine Nutzung als Flüchtlingsunterkunft möglich werden. Weitere Gebäudeteile sollen durch kirchliche Organisationen und der Gemeinde genutzt werden.

kloster-beuerberg-feldarbeit-salesianerinnen-eurasburg-wolfratshausen-bayern Die Klosterschwestern von Beuerberg bei der Feldarbeit im 19. Jahrhundert.

Die Klosterschwestern von Beuerberg bei der Feldarbeit im 19. Jahrhundert.

Die Regeln der Salesianerinnen

franz-von-sales-_johanna-franziska-chantal Franz von Sales und Johanna-Franziska von Chantal mit Visitantinnen, Altarbild in der Visitantinnenkirche in Fribourg in der Schweiz. Foto: Ökumenisches Heiligenlexikon

Franz von Sales und Johanna-Franziska von Chantal mit Visitantinnen, Altarbild in der Visitantinnenkirche in Fribourg in der Schweiz. Foto: Ökumenisches Heiligenlexikon

Der Orden von der Heimsuchung Mariens, auch Salesianerinnen genannt, wurde im Jahr 1610 vom Hl. Franz von Sales (1567 – 1622) und der Hl. Johanna Franziska von Chantal (1572 – 1641) gegründet. Bei Fastenpredigten in Dijon im Jahr 1604 lernte Bischof Franz von Sales die Witwe Johanna Franziska von Chantal kennen.

Diese trug sich mit dem Gedanken Nonne zu werden, bei dem aktive Tätigkeit und beschauliches Leben miteinander verbunden werden. Eine solche Gemeinschaft existierte damals nicht, weshalb die beiden sich dazu entschlossen, einen eigenen Orden zu gründen.

Die in Klausur lebende Gemeinschaft sollte im Gegensatz zu den bestehenden Orden auch älteren und gebrechlichen Frauen offen stehen. Daher verzichtete die Ordensregel der Salesianerinnen auf die ansonsten üblichen strengen Bußwerke.

Mit der Bezeichnung „Heimsuchung“ sollte die Tätigkeit des Neuen Ordens ausgedrückt werden. Die Schwestern suchten Arme, Kranke und Bedürftige daheim auf, um sie zu unterstützen. Quelle dafür sollte das Gebet sein, die Liebe zu Gott sollte durch die Nächstenliebe sichtbar werden.

Der Orden der Salesianerinnen lebt zurückgezogen, in Klausur. Gebete gehören zu den wichtigsten Aufgaben der Nonnen. Bescheidenheit und Demut sind wichtige Werte, tagsüber herrscht Schweigen. Unnötige Gespräche sind unerwünscht, denn sie Verwässern die guten Vorsätze der Gebete.


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Die Zukunft von Kloster Beuerberg

kloster-beuerberg-josefsfluegel-eurasburg-wolfratshausen-bayern Kloster Beuerberg: Der Josefsflügel wird seit 2015 renoviert. Ursprünglich sollte der Trakt in eine Flüchtlingsunterkunft umgebaut werden, inzwischen hat die Regierung von Oberbayern keinen Bedarf mehr dafür und so wurden die Arbeiten dafür gestoppt.

Kloster Beuerberg: Der Josefsflügel wird seit 2015 renoviert. Ursprünglich sollte der Gebäudetrakt in eine Flüchtlingsunterkunft umgebaut werden. Inzwischen hat die Regierung von Oberbayern keinen Bedarf mehr dafür, daher wurden die Arbeiten dafür gestoppt.

Die Sonderausstellung Klausur – Vom Leben im Kloster von 2016, schaffte es jedem Besucher einen tiefen Blick in eine fast 170-jährige Klosterwelt zu vermitteln. Zur weiteren Nutzung laufen verschiedene Studien des Erzbischöflichen Ordinariats.

Der Josefsflügel wird momentan bereits renoviert. Die übrigen Gebäude könnten zum Klostermuseum, Klostercafe, Tagungshaus und Klosterladen umgestaltet werden. Das Standesamt von Eurasburg könnte ebenfalls seinen Platz im Areal finden (Stand: September 2016).

Über 45 000 Besucher besuchten die Sonderausstellung 2016. Für das Diözesanmuseum ist sie eine der erfolgreichsten Ausstellungen, die auch die meisten Führungen beansprucht hat. Es wird ab Frühjahr 2017 eine überarbeitete Fortsetzung der Ausstellung geben. Auch die Klosterköchinnen Stella Igl und Maxie Denk werden 2017 wieder dabei sein.

Die Fortführung der Ausstellung muss im Landratsamt beantragt und genehmigt werden. Denn es handelt sich um einen Gebäudekomplex, bei dem der Brandschutz den modernen Anforderungen nicht entspricht. Daher war die Sonderausstellung 2016 auf das Erdgeschoss beschränkt.


Fazit

Absolut empfehlenswert! Hier wurde, von Mai bis Oktober 2016, eine gelungene und feinfühlige Sonderausstellung präsentiert. Tiefe Einblicke in das klösterliche Leben waren hier möglich, denn das Leben in einem Kloster ist immer ein Gegenentwurf zum Üblichen. Auch wichtig: Kulinarische Genüsse kamen in Beuerberg nicht zu kurz!


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5 Kommentare:

  1. Elisabeth Wittmann

    Ich bin ganz begeistert von Ihrem web-Auftritt!!
    Wit planen einen Ausflug nach Beuerberg zu der Ausstellung „Klausur“; beim Recherchieren habe ich Sie gefunden. So professionelle Fotos – genial!
    Anmerkung: Die Ausstellung wird dieses Jahr noch einmal geöffnet und sie hat es verdient viele Besucher zu bekommen.
    Vielleicht mögen Se das in Ihrem Bericht ergänzen.
    Bestimmt „suche“ ich Sie auf diesem Weg öfter „auf“!
    Vielen Dank für die schöne Website.
    Gruß, Elisabeth Wittmann

    • Liebe Frau Wittmann,

      vielen lieben Dank für Ihren netten Kommentar. Ich kann Ihnen in der Tat den Besuch in Beuerberg nur wärmstens empfehlen. Auch die “Die Klosterküche” ist unbedingt einen Besuch wert. Es stimmt, der II. Teil der Ausstellung beginnt bereits am 17. April – das werde ich umgehend im Bericht von 2016 ergänzen. Es wird sicherlich auch darüber eine Reportage veröffentlichen.

      Viele Grüße und ein schönes Wochenende!

      Monika Hoffmann

  2. Monika M. Walz

    Als Beuerberger würden wir uns eine Dauerausstellung wünschen. Wir waren schon im vergangenen Jahr begeistert und „schleppten“ alle Verwandten und Freunde ins Kloster und das – besonders bei schönem Wetter – gemütliche Garten-Cafe, in dem man richtig abschalten kann! Natürlich werden wir auch heuer wieder ganz viel Reklame machen. Kompliment auch zum neuen Klosterladen – er ist richtig edel geworden!

  3. Die Ausstellung im Kloster ist berührend. Der Geist der Salesianerinnen ist noch immer spürbar. Eine wohltuende Ruhe umfängt den Besucher, alles wird gut weitergepflegt, der Pavillion im Garten fügt sich in seiner Modernität ganz ins Alte ein, die Klosterküche bietet Feines aus dem Garten… So viel Schönheit – wer kann da nicht an einen guten Gott glauben?

    • Hallo, vielen Dank für den wunderbaren Kommentar. Unsere Eindrücke in Beuerberg waren ganz ähnlich. Die Ruhe und Schönheit der Anlage, auch im Garten, ist ausgezeichnet erhalten geblieben.
      Viele Grüße, Monika Hoffmann

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