Pasta alla Norma – Auberginen-Klassiker aus Sizilien


pasta alla norma sizilien

Pasta alla Norma ist ein klassisches Gericht aus Sizilien.

In Sizilien kennt sie wirklich jeder, die Pasta alla Norma mit gebratenen Auberginen in Tomatensauce. Wir kennen das Gericht schon lange. Die wirklich allerbeste „Norma“ haben wir während einer Reise nach Sizilien, genauer gesagt in der Altstadt von Palermo, gegessen.

An Palermos Piazza Bellini liegt die arabisch-normannischen Chiesa di San Cataldo. Gleich gegenüber befindet sich die Trattoria „Bellini“. Klar, wir bestellten uns die „Norma“. Hier wurde das Gemüse allerdings nicht gewürfelt zubereitet, sondern längs in Streifen geschnitten. Wir können es nicht erklären, aber so schmeckt es uns seitdem am besten.

Angeblich gibt es Pasta alla Norma seit dem 19. Jahrhundert, aber wir glauben dass es sehr viel älter ist. Es wurde nach der Oper Norma, des in Catania geborenen Komponisten Vincenco Bellini benannt. Seine Landsleute sollen angeblich derart von der Schönheit der Oper angetan gewesen sein, dass sie anfingen, den Ausdruck „Una vera Norma!“  „Eine echte Norma!“, als Superlativ zu gebrauchen.

Nach Bellini und Opern folgt das Rezept, denn das Gericht braucht doch ein bisschen Zeit!


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Zutaten für vier Personen

2 große Auberginen
1 EL Oregano
1 EL Sambal Oelek
4-5 große Knoblauchzehen
1 Bund Basilikum
1 EL Weinessig
800 g Eiertomaten (Dose)
500 g Spaghetti oder Rigatoni
150 g gesalzener Ricotta (ist beim Italienischen Feinkosthändler zu bekommen)
Ersatzweise geriebender Pecorino oder geriebender Parmesan
Bestes Olivenöl
Meersalz, Pfeffer

Zuerst die Auberginen vorbereiten. Gemüse waschen, in Fingerdicke, 5-7 cm lange Streifen schneiden. In eine Schüssel geben, Meersalz dazu, gut vermengen und ziehen lassen. Etwa eine halbe Stunde.

Jetzt die Tomatensauce zubereiten. Olivenöl in einem Topf erhitzen, Knoblauch durchdrücken, Sambal und Oregano dazugeben. Ganz kurz anbraten, dann mit den gewürfelten Tomaten (Du kannst natürlich auch frische Tomaten verwenden) ablöschen.

Eine Tasse Wasser dazugießen, salzen und gut vermischen und aufkochen lassen. Ein guter Spritzer Essig und evtl. ein paar TL Zucker peppen die Sauce noch auf! Etwa 20 Minuten köcheln lassen.


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Mittllerweile sind die Auberginen durchgezogen. In einer großen Pfanne nun reichlich Olivenöl erhitzen, die erste Hälfte der Augerinen einfüllen. Hinweis: Um Zeit zu sparen kannst Du auch gleichzeitig mit zwei Pfannen arbeiten. Wichtig ist, dass nicht zuviele Auberginen in der Pfanne sind. Sie sollten nicht „übereinander“ im Olivenöl braten!

Alles sofort gut durchmischen, damit jeder Streifen sein Fett abbekommt. Hitze reduzieren, immer wieder wenden, bis das Gemüse goldbraun wird. Bei Bedarf noch etwas Öl dazugeben. Aus der Pfanne nehmen, warmstellen , evtl. die zweite Fuhre braten.

Viele verlieren beim Auberginenbraten die Geduld und servieren sie halb gar. Wenn manche sagen, sie mögen keine Auberginen, dann meinen sie wahrscheinlich diese. Du solltest es also nicht eilig haben und das Gemüse bei seinem Garprozess Zeit lassen, dann belohnt es Dich mit einer sahneartigen Konsistenz und einem herzhaften würzigen Geschmack.

Die Pasta in einem großen Topf mit Salzwasser kochen. Abseihen, zurück in den Topf geben und die Tomatensauce dazugießen. Alles gut vermischen und ein bisschen durchziehen lassen.

Basilikum grob hacken. Salzen und pfeffern. Pasta in Teller geben, obendrauf die gebratenen Auberginenstreifen setzen. Basilikum und Käse darüberstreuen. Molto bene e buon appetito!


Musikalische Untermalung

Maria Callas mit der Szene „Casta Diva…“ (1958). Hier gelang Vicenzo Bellini eine der eindrucksvollsten Gesangsnummern der gesamten Opernliteratur.


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