Keftedes scharas: Griechische Hackfleischbällchen vom Grill


reise-zikaden. de - Monika Hoffmann: Keftedes scharas: Griechische Hackfleischbällchen vom Grill - Köstlich-knusprige Keftedes scharas – Griechische Hackfleischbällchen vom Grill sind ein aromatischer Hochgenuss. Sie schmecken uns am besten mit Tzatziki, Salat und Brot.

Keftedes scharas: Griechische Hackfleischbällchen vom Grill – Ein köstlich-knuspriger und aromatischer Hochgenuss. Sie schmecken uns am besten ganz schlicht mit Tzatziki, Salat und Brot.

Wir lieben frisch gegrillte Keftedes, denn ihr Geschmack ist einfach unschlagbar! Schon rein optisch sind Keftedes scharas – Griechische Hackfleischbällchen vom Grill eine Augenweide. Aber knusprig heiß vom Grill sind sie ein aromatischer Hochgenuss. Leicht orientalische Nuancen liefern Zimt und Kreuzkümmel. Unverzichtbar für „Original-Keftedes“ ist die Zugabe von reichlich Minze.

Es gibt in Griechenland so viele Keftedes-Rezepte wie es Köche gibt, dort sie sind einer der Klassiker der Landesküche. Mit unserem Rezept versuchen wir ein „Ur-Rezept“ abzubilden. Keftedes scháras (Κεφτεδες σχαρας) lassen sich als Vorspeise oder als Hauptgang genießen. Die kleinen Fleischbällchen werden in Griechenland oft als Mezedes serviert, dann werden sie Keftedakia (Κεφτεδάκια) genannt.

Die griechischen Keftedes sind den Köfte aus der Türkei und Persien sehr ähnlich. Und überhaupt sind Hackfleischbällchen in unzähligen Varianten in der Küche des Orients von Nordafrika über Südosteuropa bis nach Indien sehr beliebt und weit verbreitet.

Wer Keftedes scharas bei einer Grillparty serviert, kann ganz sicher seine Gäste begeistern. Denn griechische Fleischbällchen mag einfach jeder. Kinder schätzen sie lauwarm als Fingerfood. Wir bereiten immer größere Mengen zu, übrig geblieben ist von den Keftedes noch nie etwas …

Fertig gegarte Keftedes können problemlos zu Sommerfesten mitgebracht werden, denn auch kalt schmecken sie ausgezeichnet. Wer keinen Grill hat kann sie wie Frikadellen in der Pfanne zubereiten. Beim Einkaufen bevorzugen wir mageres Hackfleisch vom Rind, manchmal auch gemischt mit Schweinefleisch. In Griechenland wird meist Lamm, Schwein oder Kalbfleisch verwendet.


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Zutaten für 4 Personen

500 g Hackfleisch vom Rind, Schwein, Lamm oder Kalb
1 kleingehackte Zwiebel
2 – 3 Knoblauchzehen
1 Ei
2 Scheiben Weißbrot oder 2 EL Semmelbrösel
Meersalz, Pfeffer
1 EL Oregano
1 TL Kreuzkümmel (Cumin)
1/2 TL Zimt
2 TL getrocknete Minze oder 4 EL frische Minze, fein gehackt
4 EL frische Petersilie, fein gehackt

Zwiebel sehr fein hacken. Das Weißbrot in Wasser einweichen. Hackfleisch mit der gehackten Zwiebel, Ei, Salz, Pfeffer, Oregano, Kreuzkümmel, Zimt, Minze und Petersilie in eine Schüssel geben. Knoblauchzehen schälen, durch die Knoblauchpresse drücken und dazu geben. Gleichmäßig vermengen. Zuletzt das Weißbrot ausdrücken und unter den Hackfleischteig mischen.

Den Hackfleischteig knete ich am liebsten mit den Händen. Dadurch verteilen sich das Brot und die Gewürze am gleichmäßigsten. „Gutes Essen muss man mit den Händen machen!“ schreibt Eleni Torossi in ihrem Buch „Warum Tante Iphigenia mir einen Koch schenkte“. Ich bin ganz ihrer Meinung.

Die fertige Masse für mindestens eine halbe Stunde zum Ruhen in den Kühlschrank stellen. Danach haben sich die Aromen im Teig gut verteilt und die Bällchen lassen sich besser weiterverarbeiten. Wer mag kann den Fleischteig auch schon am Vortag herstellen – umso besser!

Aus dem Hackfleisch etwa walnußgroße Bällchen formen, die Menge ergibt etwa 20 bis 24 Keftedes. Auf den heißen Rost des vorgeheizten Grills legen. Unter mehrmaligem Wenden von allen Seiten bräunen. Das dauert auf einem offenen Holzkohle-Grill insgesamt etwa fünfzehn Minuten.

Ein Gas-Grill sollte auf 200 Grad vorgeheizt werden. Mit geschlossenem Deckel genügen dann 8 bis 10 Minuten Garzeit, sonst werden die Keftedes zu trocken. Etwa alle zwei Minuten die Keftedes wenden.

Keftedes scharas: Griechische Hackfleischbällchen vom Grill  dazu passen perfekt Tzatziki, Weißbrot, Zitronenachtel und Griechischer Bauernsalat – Choriatiki Salata.


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Buchtipp

eleni torossi warum tante iphigenia mir einen koch schenkteWarum Tante Iphigenia mir einen Koch schenkte: Geschichten meiner griechischen Familie, von Eleni TorossiDeutscher Taschenbuch Verlag, 2011.
Inhalt: Die griechische Großfamilie von Elena lebt über ganz Europa verteilt. Wenn sie zusammenkommt wird gekocht und erzählt, denn das kann nicht voneinander getrennt werden. Während die Tanten ihre Nichte bekochen, sie an den Mann zu bringen versuchen und Geschichten erzählen, wachsen sie uns mit all ihren Marotten ans Herz. Herzerwärmende Liebes- Familien- und Küchengeschichten aus Griechenland mit ausgefallenen Rezepten zum Nachkochen.


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