Städtereise Rom: Trastevere – Das Dorf in der Stadt


Die Piazza Santa Maria in Trastevere ist das Herz von Trastevere. Am Abend verwandelt sich der Platz in den Mittelpunkt der römischen Movida, wenn die Lokale ihre Tische im Freien aufstellen.

Die Piazza Santa Maria in Trastevere ist das Herz des Viertels und zählt zu einem der schönsten und romantischsten Plätze der Stadt. Abends ist hier das Zentrum des Nachtlebens.

Rom, einst die Hauptstadt der Welt, ist heute so faszinierend wie seit Jahrtausenden. Die Stadt einmal besuchen und ganz viel Zeit für die Menschen und die schier unendlich vielen Bauwerke und Sehenswürdigkeiten zu haben, das war einer unserer ewigen Reiseträume.

Römische Luft zu atmen und zugleich ein wenig den Alltag mit den Römern zu teilen, war unser Wunsch. Unsere Wahl fiel auf den stimmungsvollen Stadtteil Trastevere mit seinem fast dörflichem Charme. Hier mieteten wir uns für zwei Wochen eine kleine Wohnung, direkt unterhalb des Gianicolo-Hügels.

Trastevere – Der älteste Stadtteil von Rom

Trastevere ist jenes Viertel in Rom, das „trans“, also jenseits des Tibers liegt. Seine Bewohner rühmen sich, ihr Bezirk sei älter als die Sieben-Hügel Stadt. Eines ist sicher, Trastevere ist anders als Rom.

Es erstreckt sich vom südlichen Tiberknie bis zum Gianicolo-Hügel, auf dem rechten, westlichen Ufer des Tibers. Es ist der XIII. Stadtteil (Rione) Roms. Das ehemalige Arbeiterviertel hat sich seine eigene Persönlichkeit erhalten können.

Mittlerweile gilt Trastevere als Künstlerviertel, und ist bei den Römern sehr beliebt. Sein Nachtleben ist legendär, und unzählige Bars, Pizzerien, Restaurants und Geschäfte ziehen die Besucher in ihren Bann. Uns gefällt an Trastevere, neben seiner zentralen Lage, vor allem seine Lebendigkeit, und die Vielfalt der traditionsreichen Geschäfte und Restaurants.


WERBUNG





Stadtplan mit den Besichtigungspunkten in Trastevere

Zur einfacheren Orientierung haben haben wir alle Besichtigungspunkte in eine interaktive Karte (Google Maps) eingebaut. Beim Klick auf das rote Fähnchen öffnet sich ein Infofenster.


Unser Tipp – Reisezeit & Wetter für Rom

Besser ist es im Frühling oder Herbst nach Rom zu kommen. In der Hauptsaison, ab Mitte Mai bis (mindestens) Anfang Oktober, ist Rom und natürlich auch Trastevere von Touristen völlig überlaufen. Wir waren in den ersten beiden Novemberwochen hier, die Preise für unser Apartement waren moderat, in den Bars und Pizzerien saßen überwiegend Römer. Das Wetter war herbstlich, aber sonnig und mild mit 15-20 Grad, für uns perfekt.


WERBUNG


Trastevere war schon immer ein recht buntes Viertel. Hierher kamen Einwanderer aus aller Welt, Arbeiter und viele einfache Leute. Schmale Gassen, holpriges Kopfsteinpflaster, winkelige Straßenzüge und romantische kleine Plätze mit ehrwürdigen Kirchen haben sich hier erhalten. Malerisch bröckelt an verwitterten Palazzis der Putz.

Etwas neues zu Entdecken gibt es immer. Von der großen Metropole Rom ist hier nicht viel zu spüren. Die Stimmung des Viertels ist tagsüber eher beschaulich, abends unaufdringlich quirlig. Wir sind zu Fuß unterwegs, nur für die weiter vom Zentrum entfernten Ziele benötigen wir die öffentlichen Verkehrsmittel, die problemlos in wenigen Minuten erreichbar sind.

Mittlerweile haben natürlich neben den Arbeitern und Studenten, die lange Zeit das Viertel geprägt haben, auch viele Touristen diese „ur-römische“ Ecke Roms aufgestöbert. Dennoch findet man hier nach wie vor Lokale mit echter, römischer Küche, alteingesessene Handwerkerläden und kleine Bäckereien.

In der Via della Scala hängen die Hausfrauen noch immer ihre Wäsche auf – das Motiv ist bestimmt eines der meistfotografiertesten der Stadt.

Trastevere erreichte Kultstatus durch Filme wie „Fahrraddiebe“ von Vittorio de Sica, „Fellinis Roma“ von Federico Fellini und dem 2012 erschienenen „To Rome with Love“ von Woody Allen. Der raue und wilde Charme des Stadtteils konnte die Herzen vieler Menschen erobern.


Unser Tipp – Essen & Einkaufen: La Norcineria Iacozzilli

Wir haben das kleine, historische Lebensmittelgeschäft La Norcineria Iacozzilli eher zufällig entdeckt. Es fiel uns schon in einiger Entfernung auf, weil eine Schlange wartender RömerInnen auf dem Gehweg davor anstand. So stellten wir uns auch gleich mit in die Reihe – und haben es NICHT bereut! „Scheint eine kulinarische Pilgerstätte zu sein!“

Schon alleine der Duft der Schinken- und Wurstwaren ließ uns das Wasser im Munde zusammenlaufen. Auf den ersten Blick ist es eine Metzgerei. Das Geschäft wirkt außen und innen ein wenig wie in den 30er-Jahren.

In der Norcineria gibt es Schinken in allen nur vorstellbaren Varianten: San Daniele, Parma oder di Montagna. Porchetta, Salami, Salsicce, Culatello oder Speck. Alles wird liebevoll und perfekt von Hand frisch geschnitten. Zusätzlich gibt es Büffel-Mozzarella, Ricotta und reifen Käse, alles von bester Qualität.

Frisches Brot aus dem Holzofen, Paninis und Pizza al taglio und eine Auswahl an Wein runden das kulinarisch umwerfende Angebot ab. Bezahlt wird an der separaten Kasse, die in den routinierten Händen der betagten Patronin des Geschäfts ist. Wir wurden Wiederholungstäter, so wie die Römer in der Warteschlage alles Stammkunden waren.

Adresse und Öffnungszeiten: La Norcineria Iacozzilli, Via Natale del Grande 15, nahe der Piazza San Cosimato (Sonntag Ruhetag).
Blog-Artikel über das La Norcineria und die Kunst der Schinken-Bestellung (englisch):


Die Piazza Santa Maria in Trastevere

Die Piazza Santa Maria in Trastevere zählt zu den malerischten Plätzen der Stadt.

Die Piazza Santa Maria in Trastevere zählt zu den malerischten Plätzen der Stadt.

Die Piazza Santa Maria in Trastevere ist ohne Zweifel das Zentrum des römischen Nachtlebens in diesem Stadtteil. Mit dem achteckigen Brunnen, von Carlo Fontanas aus dem Jahr 1694, und der Kulisse der gleichnamigen Kirche, zählt die Piazza zu den malerischten und romantischsten Plätzen der Stadt.

Kinder spielen auf der Straße, Römer genießen ihren Cappuccino in einem der Cafes, Touristen studieren ihre Stadtpläne. Hier pulsiert das Leben von Trastevere. Direkt hinter dieser idyllischen italienischen Szene ragen die Mauern einer der eindrucksvollsten Basiliken Roms auf: Santa Maria in Trastevere.


Die Marienbasilika Santa Maria in Trastevere

Santa Maria in Trastevere: Ihr größter Schatz die Mosaiken im Inneren der Basilika.

Santa Maria in Trastevere: Ihr größter Schatz sind die Mosaiken der Apsis.

Santa Maria in Trastevere ist die älteste Marienkirche der Stadt und wurde über einer Ölquelle erbaut. Diese soll dreißig Jahre vor Christi Geburt aufgetreten sein und wurde als Zeichen für das Nahen des Erlösers gesehen.

Die Aufschrift Fons Olei (lateinisch: Ölquelle), an einer Chorschranke in der Nähe des Altars, markiert die Stelle. Heute ist die Ölquelle versiegt. Die frühen Christen sollen an diesem Ort ihre ersten öffentlichen Gottesdienste abgehalten haben.

Schon im 3. Jahrhundert soll an dieser Stelle eine erste Hauskirche gestanden haben. Hundert Jahre später wurde eine größere Anlage erbaut. Im 12. Jahrhundert wurde die alte Kirche durch die heutige dreischiffige Basilika ersetzt. Die mittelalterliche Fassade wird von einem Mosaik der Gottesmutter und zehn weiblichen Heiligen geschmückt.

Rechts des Hauptschiffs erhebt sich der schlichte romanische Glockenturm. Bevor man durch Haupteingang eintritt, kann man unter der barocken Säulenvorhalle zahlreiche antike und christliche Kunstwerke bewundern.

Ihr größter Schatz sind die Mosaiken im Inneren der Basilika. Die Arbeiten in der Apsis wurden im 12. Jahrhundert ausgeführt. Auf überirdischem Goldgrund wird Christus, zusammen mit Maria, auf dem Thron gezeigt, umrahmt von Heiligen. Unter einem Fries mit Lämmern sind Szenen aus dem Leben Marias abgebildet.

Die zweiundzwanzig antiken ionischen Säulen, die das Mittelschiff gliedern, stammen aus den Caracallathermen. Gut erhalten ist auch der Marmorfußboden. Ein Blick nach oben lohnt, eine vergoldete Holzdecke krönt den Innenraum der Basilika.

Wir hatten eher den Eindruck in einer orthodoxen Kirche zu sein. Eine Christus-Ikone, am Altar und zwei weitere vor dem Altarraum aufgestellte Ikonen, sowie die dünnen Opferkerzen, die in mit Sand befüllte Behälter gesteckt werden, verstärken den oströmischen Eindruck zusätzlich.

Die Laienorganisation Sant Egidio

Eine wichtige Organisation für Menschen in Not ist die Laienorganisation Sant Egidio. Sie hat in Santa Maria in Trastevere ihren Sitz und widmet sich der Sorge um die Armen und dem Frieden in der Welt. Die Gemeinschaft ist in Rom ein fester Anlaufpunkt für Bedürftige. Mitglieder der Gemeinschaft treffen sich täglich zum Abendgebet in der Kirche, ohne Priester und Messe.

Es werden auch Psalmen gesungen und Texte aus der Bibel vorgelesen. Wir sind abends einmal zufällig dazugestoßen und waren, nach einem langen anstrengenden Städtetourentag, von den wunderbaren Gesängen ganz ergriffen.

Zu Weihnachten findet im Kirchenraum ein Weihnachtsessen für die Obdachlosen und bedürftigen Bürger Roms statt. Während unseres ganzen Aufenthalts in Rom übte die Basilika eine beinahe magische Anziehung auf uns aus, so dass wir ihr fast täglich einen kleinen Besuch abstatteten.


Unser Tipp – Bar & Panini: Bar Long Island Night Cafe

Die moderne aber sehr gemütliche Bar Long Island Night Cafe hat uns gut gefallen. Wir haben uns hier auch mehrmals frisch gemachte Paninis für unsere Besichtigungstouren in der Stadt mitgenommen. Sehr gute Qualität. Eigentlich ist es eine Aperitif- und Cocktailbar mit einer freundlichen und angenehmen Atmosphäre. Es gibt auch noch weitere Speisen und eine gute Weinkarte. Abends wird zusätzlich ab 17 Uhr ein Vorspeisenbüffet angeboten. An einem warmen Abend kann man angenehm im Freien stitzen.

Adresse: Long Island Night Cafe, Via della Lungharetta 56 (Ecke Via die San Gallicano)
Öffnungszeiten:  täglich von 7 – 2 Uhr
Website (italienisch): trastevere.romeverywhere.com


Unser Tipp – Essen und Einkaufen: Mercato Piazza San Cosimato

An der Piazza San Cosimato ist täglich (außer Sonntag) Markt, der Mercato di Piazza San Cosimato. Es gibt Obst, Gemüse, Käse, Eier, Fisch und Fleisch zu kaufen, alles in bester Qualität. Die Marktstände sind unter freiem Himmel. Zusätzlich werden Blumen und Haushaltsartikel verkauft.

Wie überall in Italien ist ein Marktbesuch ein kulinarisches Erlebnis und Inspiration für Hobbyköche. Jedes Viertel von Rom hat seinen eigenen Markt. Meist kaufen die umliegenden Trattorien und Ristorante, aber natürlich vor allem die Einheimischen, hier ein.
Adresse: Piazza San Cosimato, Trastevere
Öffungszeiten: Montag bis Samstag von 6 bis 13.30 Uhr


Der Gianicolo-Hügel

Den vielleicht spektakulärsten Blick über Rom verdient man sich, indem man den Gianicolo hinaufsteigt – den Hügel, der sich in Trastevere beginnend wie ein Riegel bis zum Vatikan schiebt.

Das spektakulärste Panorama über Rom genießt man vom Gianicolo-Hügel.

Den vielleicht spektakulärsten Blick über Rom verdient man sich, indem man den Gianicolo hinaufsteigt – den Hügel, der sich in Trastevere beginnend wie ein Riegel bis zum Vatikan schiebt. Von hier aus hat man alle sieben klassischen Hügel der Stadt im Blick.

Wir starten natürlich von Trastevere aus, gleich hinter unserem Apartement geht die Passeggiata di Gianicolo den Hügel hinauf. Der Weg führt an San Pietro in Montorio mit dem Tempietto di Bramante und der Fontana Paola vorbei. Wenn ihr nicht laufen wollt, es fährt auch ein Bus hinauf zur Piazzale Giuseppe Garibaldi.

Obwohl der Giancolo Hügel nicht zu den berühmten sieben Hügel Roms zählt, ist er einer der beliebtesten bei den Einwohnern und Touristen und der zweithöchste der Stadt. Er ist besonders für seine wunderschöne natürliche Umgebung und seine atemberaubende Aussicht über die italienische Hauptstadt beliebt.

Ein Traum für Hobbyfotografen! Der lange Spaziergang von Trastevere bis zum Vatikan lohnt sich unbedingt.

Die Mythologie überliefert den Gott Janus als Namensgeber des Hügels. Man nimmt man an, dass die Priester des Janus-Kultes auf dem Gipfel des Hügels Ausschau nach Zeichen der Götter hielten. Hier oben soll auch die antike Ortschaft Ianiculum gelegen haben.

Der riesige barocke Brunnen, die Fontana Paola, wurde zu Beginn des 17. Jhs. geschaffen und bildet den Abschluss des Trajans-Aquädukts. Die großartige Wasserschaufront hat die Form eines Triumphbogens mit drei großen und zwei kleineren Öffungen und ist mit Säulen aus dem alten Petersdom geschmückt.

Mit dem Brunnen, den Papst Paul V. errichten ließ, konnten nach über tausend Jahren auch wieder der römische Stadtteil Trastevere und der Vatikan mit Wasser versorgt werden. Die Fontana Paola ist der Endpunkt der antiken Aqua Traiana. Ein Aquädukt das unter Trajan im Jahr 109 n. Chr. errichtet wurde. Zusätzlich zu den schon bestehenden neun Aquädukten versorgte sie das rechte Tiberufer, also auch Trastevere, mit Wasser.

Auch im Lauf der Neuzeit war der Gianicolo-Hügel die Bühne vieler bedeutender Ereignisse für Italien: Als 1848 die französische Armee Italien unter Garibaldi angriff, begann hier oben die Verteidigung der Stadt, tobten die heftigsten Kämpfe, die dann zur Niederlage der Franzosen führten.

Der beste Platz, um das Panorama zu genießen, ist die Terrasse vor dem Garibaldi-Denkmal. Die Piazzale Giuseppe Garibaldi ist der höchste Punkt des Hügels, dort können wir auch das Reiterstandbild Garibaldis bewundern.

Von hier wird täglich mittags ein Kanonenschuss abgefeuert, angeordnet von Papst Pius IX im Jahr 1847, um die Turmuhren der Kirchen Roms zu synchronisieren. Beim Abstieg zum Petersplatz sind unter den Bäumen Marmorstatuen italienischer Patrioten zu sehen.


Unser Tipp – Picknick & Aussicht: Gianicolo-Park

Der Gianicolo-Park ist ein idealer und beliebter Platz für ein Picknick über den Dächern der Stadt. Zunächst in Trastevere im Alimentari einkaufen (am besten bei „La Norcineria Iacozzilli“, siehe Tipp Essen & Einkaufen) und dann erst hochlaufen. Die Stadt in goldenem Licht mit untergehender Sonne geniessen. Der perfekte Ort für ein Picknick. Viele Römer machen dies am Abend, besonders gerne auch an den Wochenenden. Wir haben selten einen so angenehmen Sonnenuntergang in Großstadt erlebt wie hier oben. Unvergesslich!


WERBUNG


Der Botanische Garten

Der Botanische Garten von Rom - Ein Traum für Gartenliebhaber, Fotofreunde und Papageienliebhaber: Die hübschen Alexandersittiche sind hier das ganze Jahr über zu bewundern.

Der Botanische Garten von Rom – Ein Traum für Pflanzen- und Fotofreunde aber auch für Papageienliebhaber. Alexandersittiche sind hier das ganze Jahr über zu bewundern.

Rom ist laut, richtig laut! Ein Spaziergang durch den ruhigen Botanischen Garten ist die pure Erholung. Er liegt eingebettet zwischen Gianicolo und dem Tiber, am Rand von Trastevere und hat eine Ausdehnung von zwölf Hektar Parkgelände. Dazu rund 2.000 Quadratmeter Gewächshäuser und ist einer der größten Italiens.

Etwa 7000 Pflanzenarten aus allen fünf Kontinenten mit Wasserpflanzen, fleischfressenden Pflanzen, Orchideen und eine große Sammlung an wunderschönen Palmen, Mammutbäumen, Orchideen, Bromelien und Ginkgos. Ein japanischer und mediterraner Garten, der Rosengarten und der Bambuswald, alles schön angelegt und gepflegt, ist Balsam für Geist und Seele.

Ursprünglich war er ein Teil des Palazzo Corsini, gehört seit 1883 zur Universität von Rom. Man sollte also nicht außer Acht lassen, dass es sich um einen botanischen Garten der Universität handelt. Bei unserem Spaziergang auf den Aussichtsterrassen des Gianicolo haben wir schon von oben in den Park hineingespäht. Der Eingang liegt an der Via Corsini, einer kleinen Seitenstraße der Via della Lungara, welche wiederum parallel zur Lungotevere della Farnesina verläuft.

Im Schatten vieler hoher Bäume kann man sich dort von der hektischen Stadt erholen und für Gartenliebhaber und Fotofreunde gibt es natürlich auch sehr viel Interessantes zu sehen. Besonders schön und exotisch fanden wir die Schwärme der grünen Alexandersittiche, die kreischend in den Baumwipfeln turnten. Sie sind Nachkommen des einstigen vatikanischen Zoos.

Download: Broschüre mit Karte des Botanischen Gartens (pdf): Orto di Botanico Roma
Adresse: Orto Botanico, Largo Cristina di Svezia, 24 (nahe der Via Corsini)


Immer Sonntags: Flohmarkt an der Porta Portese

An der Porta Portese ist, immer Sonntags, Roms größter und bekanntester Flohmarkt.

An der Porta Portese ist, immer Sonntags, Roms größter und bekanntester Flohmarkt.

An der Porta Portese ist Roms größter – und mit dem Campo de Fiori – bekanntester Flohmarkt: Der Mercato di Porta Portese. Es gibt nichts, was es hier nicht gibt. Eine wahre Fundgrube. Hier wird mit den Händlern gefeilscht, es ist sehr lebendig und authentisch hier.

Grundkenntnisse der italienischen Sprache sind von Vorteil, da die meisten Aussteller kaum Fremdsprachenkenntnisse besitzen. Denn gefeilscht werden muss um die Ware auf jeden Fall. Aber auch das Zusehen an den Verkaufsständen ist alleine schon interessant. So stellen wir uns das Gewimmel in einer antiken römischen Agora vor.

Es gibt Lederwaren, Handtaschen, Schmuck, Ölgemälde, Antiquitäten, Geschirr, Möbel, Radios, Musikinstrumente und viele weitere Sammlerwaren. Alleine schon das Herumstöbern macht einen Riesenspaß. Der Flohmarkt zieht sich über eine Länge von mehreren Kilometern hin.

Ein wengig störend wirken manchmal die Verkäufer „beinahe echter“ Gucci-Gürtel und Chanel-Taschen zum Preis von fünf Euro. Ein bisschen auf Taschendiebe zu achten ist ebenfalls nicht schlecht.

Für Antiquitäten ist der Markt um die Piazza Ippolito Nievo ideal. Dort im hinteren Teil des Marktes findet ihr jede Menge Stände mit gebrauchten und antiken Waren, Porzellan, Kristall, Messing, Kunstgegenstände aller Art. Als Besonderheit auch Stände mit Ersatzteilen für alte Lampen, Kronleuchter und viele andere Antiquitäten. Für Haushaltswaren und Kleidung solltet ihr es am Flussufer der Piazzale Portuense versuchen.

Traditionell stärkt man sich auf dem Markt mit dem römischen Porchetta, ein würziges Spanferkel, dessen Duft man in all dem Gewimmel herrlich herausschmeckt. Und Rom wäre nicht Rom, wenn man nicht alle paar Meter auf Stände träfe, die eine Vielfalt an weiteren Delikatessen anbieten.

Ihr solltet allerdings frühzeitig kommen (ab 6 Uhr morgens gehts los), denn im Laufe des Vormittags wird der Flohmarkt zu einem riesigen Menschengedränge, so dass man sich kaum noch in Ruhe umsehen kann.

Adresse: Mercato di Porta Portese, Piazza di Portaportese und Piazza Ippolito Nievo, Trastevere
Öffnungszeiten: Sonntag von 6 bis 14 Uhr


Die Tiberinsel: Insel der Heiligtümer

Die Tiberinsel ist von zentraler Bedeutung für Rom und war einer der wichtigsten Faktoren für die Entstehung der Stadt.

Die Tiberinsel ist von zentraler Bedeutung für Rom und durch ihre strategische Lange einer der Faktoren für die Entstehung der Stadt.

Wie ein riesiges Schiff liegt die Isola Tiberina zwischen dem Kapitolinischen Hügel und Trastevere. Die Tiberinsel diente schon immer als natürliche Brücke und Übergang. Die Insel ist ein vulkanischer Fels, wie das Capitol, und wurde durch Schwemmland vergrößert.

Beim Überschreiten der Brücke auf die Insel beginnen wir eine Zeitreise in die Antike. Die Brücke Pons Cestius, aus dem Jahr 46 v. Chr., führt direkt von Trastevere auf die Insel hinüber. Im Zuge der Kanalisierung des Tibers wurden zwischen den Jahren 1888 und 1892 die antiken Brückenbögen durch Öffnungen mit größerer Spannweite ersetzt.

Die Tiberinsel ist von zentraler Bedeutung für die Stadt Rom. Da sie die Überquerung des Flusses erleichtert, war es möglich, an dieser Stelle die Straßen weiterzuführen, die die nördliche tyrrhenische Küste mit der südlichen verbanden. Dies machte diese Insel zu einem strategisch wichtigen Punkt, der wohl einer der wichtigsten Faktoren für die Entstehung Roms war.

An der Stelle, wo heute die Basilika San Bartolomeo steht, befand sich seit dem Jahr 293 v. Chr. das Asklepiusheiligtum der Isola di San Bartolomeo. Um eine verheerende Seuche in den Griff zu bekommen, hatten die Römer den im griechischen Epidaurus beheimateten Heilgott Asklepios (in Gestalt einer Schlange) nach Rom gebracht.

Asklepios zu Ehren auf der Insel einen Tempel und einen heiligen Bezirk errichtet. Es war das erste Krankenhaus Roms, auch heute noch nimmt die Hälfte der Insel ein Krankenhaus ein.


Unser Tipp – Restaurant „Sora Lella“

Auf der Tiberinsel könnt ihr auch einkehren, ins kleine Restaurant Sora Lella. Traumhaft gelegen, direkt an der kleinen Tiberbrücke. Hier gibt es alles was die römische Küche zu bieten hat. Pasta, Fisch und Fleischgerichte. Die Weinauswahl ist gut, die Kellner sind sehr höflich. Uns hat das Restaurant Sora Lella sehr gut gefallen, weil es dort altmodisch, aber sehr römisch gediegen zugeht. Die Preise noch moderat.


Die Wahl des Ortes entsprach auch dem Verlangen der Menschen, die Kranken zu isolieren. Damals gab es noch keine Brücken zum Festland. Im Innenraum der Kirche San Bartolomeo, am Aufgang zur Apsis, steht heute ein kleiner hübscher Marmorbrunnen aus der Gründungszeit der Kirche, direkt über der Quelle des antiken Asklepios-Tempels.

Der „Insel der Heiligtümer“, gab man in republikanischer Zeit, durch Errichtung von Mauern und Bearbeitung des Felsens, die Form eines fahrenden Schiffes. Die beiden Brücken wurden erst gegen Ende der Republik errichtet. Sie sind Ausdruck städtebaulicher Neuplanungen von Pompeius und Caesar.

Zum gegenüberliegenden Ufer direkt ins Forum Boarium und zum Marsfeld, führt der Pons Fabricius eine Bogenbrücke mit Keilsteingewölbe, aus dem Jahr 62 v. Chr. Die Römer nennen sie auch Ponte dei Quattro Capi, da sie mit zwei vierköpfigen antiken Stelen geschmückt ist, die Herkules oder Janus darstellen. Pons Fabricius ist die älteste noch funktionstüchtige Brücke im Stadtgebiet Roms.


WERBUNG


Tipps für einen perfekten Aufenthalt in Rom

  • Unterkunft: Beim Anbieter „O-Solemio“ haben wir unser Apartement in Trastevere gebucht:
    www.o-solemio.com
  • Linien-Flug mit Allitalia (z.B. München – Rom für 100 Euro, Stand: Januar 2016) www.alitalia.com
  • Taxifahren: Für die Fahrt mit dem Taxi in die Innenstadt gelten Festpreise. Es gibt auch zahlreiche nicht offizielle (illegale) Anbieter, die Fahrten vom und zum Flughafen anbieten. Für diese Taxis gelten natürlich keine Festpreise, Sicherheitsvorschriften usw. Wir empfehlen diese Anbieter nicht zu nutzen. Info: www.flughafen-airport.info
  • Onlineportal Rom: Antike, Reise-Infos, Rom-Forum mit Community, Bücher & Medien und große Fotogalerie mit über 200 000 Fotos unter www.roma-antiqua.de

Weitere Reiseberichte über Rom

Städtereise Rom: Antike Sehenswürdigkeiten am Tiber-Ufer
Highlights in Rom: Pantheon, Piazza Navona, Engelsburg
Die Etrusker – Lehrherren des römischen Reichs

Restaurant- und Bar-Tipps in Rom

Pizzeria ”Ivo a Trastevere”, Via di San Francesco a Ripa, Trastevere
Ristorante-Pizzeria “Casetta di Trastevere”, Piazza de Renzi, Trastevere
Dachterrassen-Cocktailbar “La Terraza Paradiso”, Via Vitelleschi, Borgo
Pizzeria „La Focaccia“, Via della Pace, Parione


Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

4 Comments:

  1. Pingback: Wohin verreisen im August? - Reiseaufnahmen

    • Hallo Tanja, vielen Dank für die Verlinkungen und die Erwähnung der Reise-Zikaden in Deinem Blogeintrag „Wohin verreisen im August?“ zum Thema Rom und dem Stadtteil Trastevere. Das freut uns sehr!
      Viele Grüße und noch einen geruhsamen Sonntag, Monika

  2. Pingback: Dolce Vita in Rom. Im Art Déco Hotel: Weekend-Top-Tipp 172

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *