Die Etrusker – Lehrherren des römischen Reichs


Die Tomba dei Leopardi ist ein freskiertes Grab in Tarquinia. Im Bildfries sind mehrere Personen beim Bankett dargestellt. Diener bringen Getränke. Beeindruckend ist die Leuchtkraft der Farben aus dem 5. Jhd. v. Chr.

Hochkultur der Etrusker: Die Tomba dei Leopardi von Tarquinia ist ein freskiertes Grab aus dem 5. Jhd. v. Chr. Mehrere Personen sind beim Bankett dargestellt, Diener bringen Getränke.

Die antike Landschaft der Etrusker in Italien umfasst die heutigen Provinzen Toskana, Umbrien und Latium. Hier war das Stammland der Etrusker, jenes Volkes, das noch vor den Römern die erste Hochkultur in Italien hervorbrachte. Sie entfaltete sich zwischen dem 9. und 1. Jhd. v. Chr., überspannte also einen Zeitraum von etwa 800 Jahren und erreichte ihren Höhepunkt zwischen dem 6. und 5. Jhd. v. Chr.

Die zwölf Städte Etruriens

Die Etrusker verwalteten nie einen Flächenstaat, sondern einen kultisch überwölbten Zwölfstädtebund mit Stadtstaaten. Alle diese Orte existieren bis heute:

Arezzo
Ceveteri
Chiusi
Cortona
Orvieto
Perugia
Populonia
Tarquinia
Veji
Vetulonia
Volterra
Vulci

Durch den Zwölfstädtebund waren es den Etrusker möglich bei wichtigen Entscheidungen gemeinsam zu handeln. Das galt für große Unternehmungen, wie die Besiedelung der Poebene oder auch Feldzüge gegen äußere Gegner.


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Erster Teil unserer Reisereportage: Die Maremma: Streifzüge durch eine unbekannte Region in der Toskana handelt von der direkten Umgebung um unseren Standort nahe der Kleinstadt Manciano. Im Vordergrund steht unser Ferienhaus, die angrenzende Weide mit Schafen, Natur und Tierwelt. Ein weiteres eindrucksvolles Erlebnis war ein Besuch der Natur-Therme von Saturnia.

Im zweiten Teil berichten wir über die Tuffsteindörfer Pitigliano, Sovana und Sorano schreiben. Wir besuchen Sovana mit seiner berühmten etruskischen Nekropole und den zahlreichen geheimnisvollen Hohlwegen. Ein Ausflug nach Sorano und eine Wanderung zur verlassenen Felsensiedlung Vitozza, dem „Pompeji aus Tuffstein“, schließen den zweiten Teil ab.


Wer waren die Etrusker?

Alles was man heute über dieses Volk weiß, außer was aus Grabfunden erschlossen werden kann, stammt aus römischen oder griechischen Quellen. Es sind keine längeren Texte von etruskischen Schriftstellern erhalten geblieben. Die Sieger schreiben bekanntlich die Geschichte und das war das römische Reich über Etrurien.

So kommt es, dass die erste Hochkultur Italiens, nur durch die Brille Roms überliefert ist – und entsprechend verzerrt wurde. Bei lateinischen Autoren lesen wir von blutgierigen Göttern und obszönen Frivolitäten bei den Etruskern. Die Forschung hat gezeigt, dass da viel Hass und Vernichtungswille am Werk waren. Vereinfacht gesagt – das römische Reich hat seine Vorbilder entsorgt.

Mit Wirkung bis heute. Noch immer gelten die Etrusker als geheimnisvolle und mystische Vorläufer der Römer. Der britische Schriftsteller David H. Lawrence besuchte Etrurien im Jahr 1927. Auch er sprach diesen Punkt bereits an: „Sind wir nicht in den Vorurteilen der Rivalen und Feinde der Etrusker befangen?“ Mittlerweile sind jedoch auch viele wesentliche Dinge über dieses Volk und ihre Kultur entschlüsselt.

Eine der wenigen Ausnahmen war der römische Kaiser Claudius (10 v. Chr. – 54 n. Chr.). Der Schriftsteller Sueton berichtet, dass Claudius vor seiner Kaiserzeit, ein Buch mit zwanzig Kapiteln über die Etrusker geschrieben habe. Leider ist dieses Werk verschollen, nur Auszüge und Zitate daraus sind erhalten geblieben.

Etruskische Könige gründeten Rom

Es hätte Rom, ohne die Etrusker nicht gegeben. Fast zweihundertfünfzig Jahre herrschten etruskische Könige über die Stadt. Zwischen dem 7. und 6. Jahrhundert v. Chr. fiel das Gebiet von Rom in den Machtbereich der Etrusker, die die kleinen Dörfer auf den sieben Hügeln zu einer ersten zivilisierten Stadt zusammenfassten und ein Königreich gründeten.

Beispielsweise legten etruskische Wasserbau-Ingenieure Kanalsysteme an, die der Entwässerung der Senke zwischen Palatin und Kapitol dienten (dem späteren Forum Romanum). Besser bekannt ist die Kanalanlage als „Cloaca Maxima“. Die neugegründete Stadt nannten sie Roma, nach dem etruskischen Geschlecht der Ruma. Der mythische Stadtgründer Romulus war also ein gebürtiger Ruma. Das alles geschah im Zeitraum zwischen 753 bis 510 v. Chr.

Herkunft der Etrusker

Sie selbst nannten sich Rasenna, bei den Griechen hießen sie Thyrsener, die Römer nannten sie Tusci oder Etrusci. Sie waren ein eher friedliches und hoch zivilisiertes Volk. Ihre Herkunft ist bis heute nicht endgültig geklärt. Glaubt man den antiken Überlieferungen, dann kamen sie von Kleinasien nach Italien. Nach dem griechischen Historiker Herodot löste eine Hungersnot im kleinasiatischen Lydien die Völkerwanderung Richtung Italien aus. Die Flüchtlinge kamen von Smyrna (heute Izmir, Türkei) mit Schiffen in die von Umbrern besiedelte Toskana und fanden hier ideale Bedingungen. Dort gründeten die Einwanderer erste eigene Städte. Der Zeitraum direkt nach dem trojanischen Krieg (13. bis 12. Jh. v. Chr.) gilt hier als der wahrscheinlichste.

Landwirtschaft und Handel der Etrusker

Die Etrusker waren geschickte Seefahrer, Handwerker, Landwirte und Händler. Sie pflegten mit anderen Mittelmeerkulturen einen florierenden wirtschaftlichen und kulturellen Austausch. Im fruchtbaren Mittelitalien bauten sie Oliven, Wein und Getreide an, züchteten Pferde, Rinder, Schafe und Ziegen. Sie verstanden sich auf die Bewässerung der Felder und erzielten so üppige Erträge.

Die dichten Wälder waren ideale Jagdgebiete und die Seen (Bolsena-, Bracciano-, Trasimenischer See) waren voller Fische. Etruskische Städte hatten befestigte Straßen, eine Wasserversorgung und Kanalisation. Insgesamt pflegten sie einen höheren Lebensstandart als Römer oder Griechen, liebten fröhliche Feste mit Musik und üppigen Festmählern. Besonders beliebt waren auch verschiedene Wettkämpfe und Spiele.

Etrurien war ein Land, das riesige Metallvorkommen besaß: Eisen, Kupfer und Blei. Auf der Insel Elba wurden Eisenerze abgebaut, in einer organisierten Industrie. Als auf Elba das Brennholz ausging, wurde auf dem Festland weiterverhüttet. Dazu wurde eigens eine Stadt gegründet: Populonia ist die einzige etruskische Stadt die direkt am Meer lag. Populonia war das größte Zentrum der Eisenverarbeitung des gesamten Mittelmeerraumes.

Griechenland importierte die Metalle, die Etrusker wurden durch den Erzhandel reich und konnten sich eine luxuriöse Lebensweise leisten. In den Nekropolen der Etrusker wurden unzählige griechische Tongefäße gefunden, die in Griechenland direkt für den etruskischen Markt produziert worden waren.


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Städtebau der Etrusker

Typisch für beinahe alle etruskischen Siedlungen ist ihre Lage auf strategisch günstigen, hoch gelegenen Plateaus. Wichtig war die unmittelbare Nähe von Flüssen oder Süßwasserseen. Aufgrund dieser Lage der Siedlungen waren Befestigungsmauern meist nicht notwendig. Einzig die Zufahrtswege oder einzelne Abschnitte wurden mit Mauern gesichert. Die Bevölkerung hatte einfache Häuser aus Lehm oder Tuffstein, mit zwei oder drei Räumen. Wo die etruskischen Städte und Dörfer lagen ist heute bekannt. Meist haben sie in römischer Zeit weiterexistiert, viele über das Mittelalter hinaus bis in die heutige Zeit. Die bekanntesten sind Arezzo, Ceveteri, Perugia, Orvieto, Tarquinia und Volterra.

Schrift und Sprache der Etrusker

Die etruskische Schrift hat sich aus einem frühen griechischen Alphabet entwickelt, wird von rechts nach links geschrieben und kann leicht abgelesen werden. Die Texte sind wegen des spärlichen Materials nicht vollständig entschlüsselt, können jedoch übersetzt werden. Nur wenige längere Schriftstücke in etruskischer Schrift sind erhalten. Gegenwärtig ist ein Vokabular von zweihundert Wörtern bekannt. Aus Gräbern, Heiligtümern und auf Tongefäßen haben sich etwa 7500 Schriftzeugnisse erhalten. Sie enthalten die Namen der Verstorbenen, deren Abstammung, Alter und Ämter. Offizielle Schriftdokumente oder Literatur sind kaum oder gar nicht erhalten geblieben.

Die Zugehörigkeit des Etruskischen zu einer Sprachfamilie ist weiterhin unklar. Eine Verwandtschaft mit der Sprache der ägäischen Insel Lemnos konnte nachgewiesen werden. Durch diese sprachliche Verbindung mit Lemnos, konnte die Hypothese gestützt werden, dass die Etrusker tatsächlich aus dem agäisch-kleinasiatischen Raum nach Mittelitalien eingewandert sind.


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Religion der Etrusker

Die Religion der Etrusker war eine Offenbarungs-Religion, die stark im Gegensatz zu allen anderen vorchristlichen Religionen stand, die alle aus Naturmythen entstanden waren. Alle monotheistischen Religionen sind Offenbarungs-Religionen: Das Judentum, das Christentum und der Islam. Die etruskische Religion verkündet die totale Unterwerfung des Menschen unter den göttlichen Willen, dem gegenüber der Mensch ein Nichts ist.

Für die Etrusker war die Religion von zentraler Bedeutung und reichte bis tief in die individuelle Lebensführung. Vorlage und Regularien waren die disciplina etrusca genannten heiligen Bücher. Diese wurden von den Priestern als Geheimwissen streng gehütet und enthielten genaueste Anweisungen. Damals waren diese disciplina etrusca, die Lehren von der Interpretation göttlicher Signale und des korrekten Umgangs mit der Götterwelt, über Etruriens Grenzen hinaus berühmt.

Die Leberschau (Haruspizium), die Interpretation des Vogelfluges (Auspizien) und der Blitze (Fulguraldisziplin) waren dabei ebenso Teil dieser Lehre wie das korrekte Vorgehen bei der Landvermessung, der Verwaltung oder dem Bau von Wasserleitungen. Die originalen Texte der Disziplinen waren teilweise schon zur Zeit des römischen Reichs weitgehend verloren gegangen.

Totenkult der Etrusker

Die Tomba dei Rilievi (4.-2. Jhd. v. Chr.) diente mehreren Generationen als letzte Ruhestätte. Bemalte Stuckrefliefs mit Gegenständen des täglichen Gebrauchs. Banditcaccia-Nekropole, Ceveteri.

Die Tomba dei Rilievi (4. – 3. Jhd. v. Chr.) diente mehreren Generationen als Grab. An den Wänden bemalte Stuckrefliefs mit Gegenständen des täglichen Gebrauchs. Banditcaccia-Nekropole, Ceveteri.

Besonders wichtig war den Etruskern der Glaube an ein Leben nach dem Tod. Deshalb ehrten sie ihre Toten mit Zeremonien, brachten ihnen Opfer dar und legten ihnen Beigaben in die Gräber. Die Wände und Decken der Grabanlagen wurden mit reichen Malereien verziert. Die luxuriöse Gestaltung der Nekropolen hatte einen Grund: Die Furcht, die Toten könnten zu den Lebenden zurückkehren. Um dies zu verhindern, musste man ihnen eine Umgebung bieten, in der sie bleiben wollten und nicht auf den Gedanken kamen, die Lebenden zu peinigen, eine sehr alte orientalische Vorstellung.

Diese Umsetzung in den Nekropolen ist sehr diesseitig, es ist das Bildprogramm der damaligen reichen Aristokraten. Man gab den Toten alle Dinge mit ins Grab, die man für das alltägliche Leben brauchte. Die Gräber waren wie Häuser gestaltet, teilweise mit nachgebildeten Möbeln aus Stein. Auf den Steinsärgen war auf dem Deckel der Tote selbst als lebensgroße Plastik dargestellt.

Die pompösen Leichenfeiern mit Theateraufführungen und Gladiatorenspielen gab es nur für die reiche Aristokratenschicht, die damit ihren Reichtum und hohen sozialen Status demonstrieren wollten. Die ältesten Gräber stammen aus dem 7. Jhd. v. Chr., es ist wahrscheinlich, dass in dieser Zeit bereits Städte existiert haben.

Kunst der Etrusker

Überwältigend ist die Fülle der entdeckten Werke der Architektur, Tempel, Grabanlagen, Bildhauerei und Wandmalerei, sowie der Reichtum der Keramik und Bronzefunde, die überwiegend aus den Nekropolen stammen. Die Kunst der Etrusker wurde vom Orient und Griechenland beeinflusst, ist aber dennoch eigenständig.

Die typischen Merkmale sind ab dem 8. Jhd. v. Chr. zu finden, allerdings mit regionalen Unterschieden. Nicht vergessen werde sollte, dass die Etrusker den Römern die technischen Voraussetzungen für die Urbanisierung Roms verschafft haben, zusammen mit den ersten größeren Kultbauten, also den Tempeln und deren künstlerische Ausgestaltung, einschließlich der dazugehörigen Kultbilder und Dachterrakotten.

Die etruskischen Rundgräber von Ceveteri, waren für die römischen Kaiser Augustus und Hadrian Vorbild für ihre eigenen Grabmäler.

Die etruskischen Rundgräber in Ceveteri waren für die Kaiser Augustus und Hadrian Vorbild für ihre eigenen Grabmäler.

Der schleichende Untergang Etruriens

Die Niederlage gegen eine griechische Flotte in der Seeschlacht von Kyme (474 v. Chr.) schwächte die Seeherrschaft Etruriens nachhaltig. Das war der Tiefpunkt der etruskischen Macht. In Kampanien brach ihre Herrschaft infolge von Kriegszügen der ortsansässigen Bevölkerung völlig zusammen. In diesem Zusammenhang nutzte der römische Adel die Gelegenheit und stürzte die Monarchie der etruskischen Könige in Rom. Die Befreiung von der Herrschaft der Etrusker kam zu dieser Zeit in zahlreichen Städten des etruskischen Siedlungsgebiets vor.

Die etruskische Stadt Veji wurde (396 v. Chr.) von Rom erobert und komplett zerstört. Wenig später überrannten die Gallier das etruskische Siedlungsgebiet im Norden; sie besetzten es nicht dauerhaft, doch trug das zur Schwächung der Etrusker bei. Bis 265 v. Chr. wurde das südliche Etrurien Zug um Zug von Rom erobert.


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Die Städte im Norden (Arezzo, Volterra, Perugia, Cortona) schlossen Bündnisverträge mit Rom ab und erreichten damit eine weniger dramatisch verlaufende Assimilation ins Römische Reich. Als letzte Stadt kapitulierte Volterra (79 v. Chr.), wenige Jahrzehnte später war Etrurien endgültig romanisiert. Mit Untergang des etruskischen Reiches verschwand nach und nach ihre Sprache und Schrift.

Dieses Ende kam für die Etrusker nicht überraschend: Sie waren davon überzeugt, dass jede Kultur einen ähnlichen Lebenszyklus aus Geburt, Wachstum und Tod durchmachen muss, wie alle Lebewesen. Ihr eigenes Volk sollte dabei nach einer alten Überlieferung etwa achthundert Jahre überleben – eine Schätzung, die verblüffend gut mit der Herrschaftszeit vom 9. bis zum 1. Jhd. v. Chr übereinstimmt.

Versinnbildlicht wird das Aufgehen der etruskischen Kultur im Römischen Reich etwa durch die Person des Maecenas, der aus einer altadligen etruskischen Familie stammte und ein Vertrauter des römischen Kaisers Augustus war.

Das Etruskische Erbe

Die Römer übernahmen wichtige Elemente der etruskischen Baukunst: Steinbau, Gewölbe- und Bogenbautechnik. Den Bau von Straßen, Brücken, Kanälen und Wasserleitungen. Ohne die Kenntnis des Rundbogens mit keilförmigen Steinen, die eine etruskische Erfindung ist, hätten die Römer nicht ihre Aquädukte, Brücke und Triumphbögen errichten können.

Die beiden Gräbmäler der Kaiser Augustus und Hadrian haben etruskische Königsgräber zurück zum Vorbild. Auch die Anlage von römischen Städten und Militärlagern wurde nach etruskischen Vorbildern durchgeführt, ebenso die Einteilung der Städte in Stadtbezirke.

Im folgenden eine Auswahl der Elemente die vom römischen Reich übernommen wurden:

      • Politische und religiöse Ämter: Der etruskische Amtstitel Pontifex Maximus bedeutet Oberster Priester. Dieses Amt übernahmen später die römischen Kaiser, es ging schließlich auf die römisch-katholischen Päpste über.
      • Liktorenbündel: Das sind Rutenbündel (Fasces), in dem ein Beil steckt. Fasces waren das Amtssymbol der höchsten Machthaber des Römischen Reichs und wurden diesen von ihren Amtsdienern (Liktoren) vorangetragen, weshalb sie auch Liktorenbündel genannt werden.
      • Ein Lituus ist ein gekrümmter oder spiralförmig endender Stab. Ursprünglich war der Lituus Amtsinsigne der etruskischen Könige. Später wurde er zum Zeichen imperatorischer Macht und zum Wahrzeichen des Princeps. Der heutige Krummstab als eines der Amtsinsignien eines römisch-katholischen Bischofs geht ebenfalls auf den Lituus zurück.
      • Rechtswesen, Volksbräuche und Begriffe des täglichen Lebens.
      • Der künstlerische und handwerkliche Sektor, vor allem Metallbearbeitung, Bildhauerei und die Portraitkunst.

Es sollte uns heute nicht verwundern, dass die Toskana das Geburtsland der Renaissance wurde. In den künstlerischen Entwicklungen dieser Zeit lebte viel Etruskisches wieder auf. Auch die Kuppel des Doms von Florenz ist im Grundgedanken eine Konstruktion nach Vorbild der etruskischen Kuppelgräber, aber bis ins Gigantische gesteigert.

Die Etrusker-Museen in Italien

In Rom sind die landesweit umfangreichsten Sammlungen im Etruskischen Nationalmuseum der Villa Giulia. Das zweitgrößte Etruskermuseum Italiens ist das Archäologische Nationalmuseum in Florenz. Beide Museen haben wir besucht und können sie uneingeschränkt empfehlen.

      • Arezzo – Museo Archeologico Mecenate: Urnen, Keramiken, Bronzen und Statuen.
      • Cerveteri – Museo Nazionale: Gefäße, Sarkophage, Terrakotten, Grabbeigaben.
      • Chiusi – Museo Nazionale Etrusco: Keramik, Aschenurnen, Sarkophage und Bronzen.
      • Cortona – Museo dell’Accade: Goldschmiedekunst, Keramiken, Bronzen
      • Florenz – Museo Archeologico Centrale dell’Etruria: Funde aus der Toskana, die ursprünglich in den Uffizien aufbewahrte wurden: Skulpturen, Bronzen, Keramiken, Goldschmiedekunst, Münzen, rekonstruierte etruskische Monumente.
      • Grosseto – Museo Archeologico: Grabbeigaben, Urnen, Statuen, Bronzen, Münzen.
      • Orvieto – Museo Faina: Fundstücke aus den Nekropolen von Orvieto, Vasen.
      • Orvieto – Museo dell’Opera del Duomo: Grabbeigaben.
      • Perugia – Museo Archeologico Nazionale dell’Umbria: Urnen, Bronzebleche, Grabbeigaben.
      • Populonia – Museo Gasparri: Vasen, Sarkophagfragmente, Grabausstattungen.
      • Rom – Museo Nazionale Etrusco di Villa Giulia: Skulpturen, Keramiken, Bronzen, Goldschmiedekunst, Grabausstattungen.
      • Rom, Vatikanstadt – Museo Gregoriano Etrusco: Skulpturen, Keramiken, Bronzen, Goldschmiedekunst, Grabbeigaben.
      • Siena – Museo Archeologico Nazionale: Urnen, Sarkophage, Skulpturen, Keramiken.
      • Tarquinia – Museo Nazionale Etrusco: Sarkophage, Abgelöste Fresken, Vasen, Basreliefs, Grabbeigaben.
      • Volterra – Museo Etrusco Guarnacci: Aschenurnen, Bildhauer- und Goldschmiedekunst, Münzsammlungen.

Museums-Tipp: Die etruskische Sammlung der Staatlichen Museen in Berlin (Altes Museum) zeigen als Dauerausstellung Antike Welten. Griechen, Etrusker und Römer einen faszinierenden Gesamtüberblick der Kunst der antiken Welt, nicht nach Gattungen getrennt, sondern inhaltlich und ästhetisch arrangiert.


Reiseberichte über Rom und Florenz

Städtreise Rom – Trastevere das Dorf in der Stadt
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Florenz: 12 Sehenswürdigkeiten abseits der Touristenpfade


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