Stifado – Rinderschmortopf mit Zimt, Kreuzkümmel und Zwiebeln


reise-zikaden.de, Stifado - Rinderschmortopf mit Zimt, Kreuzkümmel und Zwiebeln - Stifado - Rinderschmortopf mit Zimt, Kreuzkümmel und Zwiebeln Stifado – Rinderschmortopf mit Zimt, Kreuzkümmel und Zwiebeln ist ein ausgezeichnetes Beispiel für die Kunst der griechischen Küche mit einfachen Zutaten ein köstliches Ergebnis zu erzielen. Foto: Reise-Zikaden, M. Hoffmann

Stifado – Rinderschmortopf mit Zimt, Kreuzkümmel und Zwiebeln zeigt die Kunst der griechischen Küche: Mit einfachen Zutaten werden köstliche Ergebnisse erzielt. Foto: Reise-Zikaden, M. Hoffmann

Wenn griechisches Stifado – Rinderschmortopf mit Zimt, Kreuzkümmel und Zwiebeln im Backofen schmort, strömen wunderbare Düfte durch die Küche. Für uns ist Stifado der typische Geschmack Griechenlands. An die Aromen des Orients erinnern Zimt, Kreuzkümmel, Oregano, Lorbeer, Nelken.

Sicher ist es keine Übertreibung, Stifado als eines der griechischen Nationalgerichte zu bezeichnen. Der Name Stifado (στιφάδο) stammt vom italienischen Wort „Stufato“. Die Venezianer führten im 13. Jahrhundert ihre Rezepte für Schmorbraten in Konstantinopel ein – damals noch ohne Tomaten.

Im klassischen Stifado wird die gleiche Menge Zwiebeln wie Fleisch geschmort. Am besten ist die Verwendung von Perlzwiebeln. Auch gut sind kleine weiße Zwiebeln oder Schalotten. In Griechenland wird zum Schmoren gerne der rote Süßwein Mavrodaphni verwendet, muss aber nicht sein.

Traditionell wird griechisches Stifado entweder mit Rind-, Lamm- Kalb- oder Schweinefleisch zubereitet. Auch Hühnchen, Kaninchen, Wild oder Meeresfrüchte schmurgeln in den Töpfen.

Sämtliche Zutaten garen über mehrere Stunden im Backofen in einem Schmortopf. Der Vorteil dieser schonenden Zubereitung im Ofen ist, dass dabei weder Fleisch noch die Zwiebeln zerfallen.

Stifado ist ein ausgezeichnetes Beispiel für die Kunst der griechischen Küche, mit verblüffend einfachen Zutaten-Kombinationen ein köstliches geschmackliches Ergebnis zu erzielen.


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Zutaten für 4 Personen

1 kg Rindfleisch (Schulter oder Nackenstück)
2 EL Mehl
1 kg kleine Zwiebeln oder Schalotten
6 EL Olivenöl
400 ml trockener Rotwein, oder 200 ml Mavrodaphni (griechischer Süßwein)
1 TL Zucker, bei Verwendung von Süßwein weglassen
1 EL Tomatenmark
4 mittelgroße Tomaten oder 1 Dose Tomaten (400g)
4 – 6 Knoblauchzehen, durchgepresst
2 – 3 Lorbeerblätter
1 – 2 Nelken, im Mörser zerkleinern
1 TL Oregano
1 TL Kreuzkümmel, gemahlen oder im Mörser zerkleinern
1 TL gemahlener Zimt, oder 1 Stange Zimt
3 – 4 EL Balsamico oder Rotwein-Essig
Meersalz, Pfeffer
300 bis 600 ml Wasser oder Brühe
1 TL Speisestärke zum Binden
4 EL gehackte Petersilie

Stifado - Rinderschmortopf mit Zimt, Kreuzkümmel und Zwiebeln Zu den angebratenen Fleischwürfeln Wein, Tomaten und Gewürze zufügen und eine Stunde im Backofen schmoren. Schalotten und Essig kommen erst später dazu. Foto: Reise-Zikaden, M. Hoffmann

Zu den angebratenen Fleischwürfeln Wein, Tomaten, Knoblauch und die vorbereitete Meersalz-Gewürzmischung geben. Die Zutaten für das Stifado-Würz-Salz werden in einem Mörser zerkleinert (kleine Abbildung oben). Foto: Reise-Zikaden, M. Hoffmann

Rindfleisch in Stücke von 3 – 4 Zentimeter Kantenlänge schneiden. Für die Würzmischung Kreuzkümmel, Meersalz, Nelken und Oregano im Mörser fein zerreiben. Fleischwürfel mit diesem Stifado-Würz-Salz gleichmäßig einreiben und vor dem anbraten in etwas Mehl wenden.

Ölivenöl im Schmortopf heiß werden lassen, Rindfleisch kräftig anbraten. Tomatenmark dazugeben und kurz mit braten. Alles mit Rotwein ablöschen. Gewürfelte Tomaten, zerdrückten Knoblauch, Zimt, Lorbeerblätter und die restliche Meersalz-Gewürzmischung zum Stifado geben.

Alle Zutaten gut vermischen. Backofen auf 160 Grad Ober/Unterhitze vorheizen. Den Topf abgedeckt in das untere Drittel des Backofens stellen und 60 Minuten garen.

In der Zwischenzeit die Zwiebeln oder Schalotten putzen. Zwiebeln im Ganzen lassen und in einer Pfanne mit heißem Olivenöl bräunen. Anschließend die Zwiebeln und etwas Essig zum Stifado geben.

Wasser oder Brühe zum Schmorfleisch gießen, gut durchrühren. Das Fleisch sollte von der Flüssigkeit knapp bedeckt sein. Stifado abdecken und weitere 90 Minuten bei 160 Grad im Backofen schmoren.

Da die Fleischwürfel vor dem Anbraten mit Mehl bestäubt wurden, sollte die Sauce leicht sämig sein. Stifado mit Salz und Pfeffer abschmecken. Gehackte Petersilie am Ende der Garzeit dazugeben.

Das Rindfleisch ist perfekt gegart wenn es sich ohne Messer zerteilen lässt. Als Beilage wird in Hellas Weißbrot gereicht. Gut dazu passen auch Reis, Kartoffelpüree, Polenta oder Bandnudeln.

reise-zikaden.de, Stifado – Rinderschmortopf mit Zimt, Kreuzkümmel Nach einer Stunde Garzeit im Ofen kommen ganze Schalotten oder kleine weiße Zwiebeln zum Stifado. Einige Esslöffel Balsamico runden die Aromen perfekt ab. Foto: Reise-Zikaden, M. Hoffmann

Nach einer Stunde Garzeit im Ofen kommen ganze Schalotten oder kleine weiße Zwiebeln zum Stifado. Einige Esslöffel Balsamico runden die Aromen perfekt ab. Foto: Reise-Zikaden, M. Hoffmann

Unser Tipp: Stifado lässt sich gut vorbereiten, ideal wenn Gäste kommen. Ohnehin schmeckt es am besten wenn es einmal kalt wurde. Vor dem Servieren das Schmorfleisch langsam wieder erwärmen.

Hinweis: Wer keinen Backofen nutzen kann – Stifado gelingt auch auf dem Herd sehr gut. Dazu Fleisch bei kleinster Flamme schmoren lassen. Garzeiten und Reihenfolgen des Rezepts bleiben die gleichen.


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Stifado - Rinderschmortopf mit Zimt, Kreuzkümmel und Zwiebeln
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Monika Hoffmann

Monika Hoffmann

schreibt seit 2014 auf ihrem Blog Reise-Zikaden Foto-, Natur- und historische Reportagen aus Griechenland, Italien, Österreich, Deutschland mit Schwerpunkt München und Bayern. Ihre Passion auf Reisen ist Geschichte und der Besuch archäologischer Plätze. Spezialgebiete: Ur- und Frühgeschichte & Antike Hochkulturen. Die Fotografin, Redakteurin, Köchin, Naturfreundin liebt Griechenland, Italien und ihre Heimat Oberbayern: Über die Geschichte bis zu Musik, Literatur, Filmkunst.

2 Kommentare:

  1. Liebe Monika, immer wieder lese ich gerne Deinen Blog. Tolles Rezept, Kompliment! Ich hoffe, es geht Dir gut. Herzliche Grüße, Arno

    • Lieber Arno,

      ich freue mich sehr, dass ich Dich zu meinen Lesern zählen darf. Inzwischen haben bereits wir an die 50.000 Leser pro Monat auf unserer Website. Über unsere gemeinsame Passion für Griechenland hatten wir uns ja immer gerne ausgetauscht. Für mich ist es eine Herzensangelegenheit bevorzugt über das Land der Hellenen zu berichten. Egal, ob Rezepte oder über unsere Reisen dorthin. Und mal ehrlich – das Rezept für Stifado war im Blog längst überfällig. Schreiben über persönliche Passionen – für mich es gibt nichts Besseres. Übrigens, die Reise-Zikaden freuen sich immer über Gastbeiträge … 😀

      Viele Grüße an Dich und Deine Familie, Monika

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